Weinstadt

Der neue Action in Weinstadt: Was kauften Kunden am ersten Tag?

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Action-Neueröffnung im Kalkofen Endersbach am Donnerstag, 1. Dezember. © Benjamin Büttner

Vor dem neuen Action im Kalkofen 7 in Weinstadt hat sich am Donnerstag um kurz vor 9 Uhr eine Menschentraube gebildet, Autos irren über den Parkplatz, Fußgänger, einige davon mit Kinderwagen, müssen den Parkplatzsuchenden immer wieder ausweichen.

Die ganz vorn in der Schlange haben noch einen Einkaufswagen ergattern können - die meisten werden sich später im Laden einen Korb nehmen müssen.

Selbst die Action-Regionalleiterin ist überrascht, dass so viele gekommen sind

Pünktlich gehen zur Eröffnung die Türen auf, die Menschen strömen in die neue Filiale. Die Mitarbeiter stehen am Eingang und applaudieren den ersten Kunden. Auch Regionalleiterin Nina Wingender ist extra nach Weinstadt gekommen, um die Neueröffnung zu begleiten. „Der Ansturm ist normal“, sagt sie aus Erfahrung. Aber dass hier in Weinstadt an einem Werktagvormittag so viele Leute vor der Tür stehen würden, hat auch sie nicht erwartet. „Die Leute haben auf uns gewartet“, freut sie sich.

In der Endersbacher Filiale sei noch rechtzeitig alles fertig geworden, man tue nun sein Bestes, um den Kunden ein gutes Einkaufserlebnis zu bieten, sagt die Regionalleiterin. Auch was den Mitarbeiterstamm betrifft, sei man am Standort Endersbach inzwischen recht gut aufgestellt. „Aber es schadet nie, sich bei Action zu bewerben. Wir expandieren weiter.

Gerade bei der Weihnachtsdeko ist der Andrang in der Filiale groß

Zur Eröffnung sind ganz unterschiedliche Menschen erschienen. Viele Frauen sind unter den ersten Einkäufern, aber auch ganze Familien mit kleinen Kindern und sogar einige junge Männer, die alleine hierhergekommen sind, um nach Schnäppchen zu stöbern.

Viele sind offensichtlich selbst überrascht davon, dass andere auch die gleiche Idee hatten wie sie: „Das ist crazy“, ruft eine junge Frau ihrer Begleiterin durch das Gedränge zu. Eine ältere Dame, die eine medizinische Maske trägt, eilt nach wenigen Minuten schon wieder in Richtung Ausgang. Sie ist extra wegen der Eröffnung hergekommen - aber das sind ihr einfach zu viele Menschen auf engem Raum: „Ich geh' raus, das ist mir zu viel.“

Viele sind aus Neugierde in den Laden nach Weinstadt gekommen - zum Teil mit weiter Anfahrt

Denn auch wenn die neue Filiale mit 735 Quadratmetern Fläche ein ganzes Stück größer ist, als man von außen vermuten würde: Gerade im Gang bei der Weihnachtsdekoration drängen sich die Kunden dicht an dicht. Aber auch andere Dekogegenstände, Heimtextilien, Boxen, Spielzeug und Schreibwaren stehen hoch im Kurs. Schnell zeigt sich: Die Kunden sind aus ganz unterschiedlichen Gründen hergekommen - viele aber einfach aus Neugierde.

Zwei Freundinnen aus Fellbach und Murrhardt wollten sich den neuen Laden direkt einmal ansehen. Die 29-Jährigen haben sonst oft schon in der Filiale in Murrhardt eingekauft, das Konzept der Kette gefällt ihnen. „Es ist gut, dass man ein öfter wechselndes Sortiment hat“, findet die Murrhardterin. So gebe es immer etwas zu entdecken.

Besondere Rabatt-Aktionen braucht es im neuen Action gar nicht

Wie sie den neuen Laden finden? „Eigentlich gut, aber ein bisschen voll“, sagt die 29-Jährige aus Fellbach. Die Mitarbeiter haben gleich nach Eröffnung alle Hände voll zu tun, an den Kassen wird zu zweit gearbeitet. Dort bekommen die Kunden auch die großen Action-Einkaufstaschen. Die gibt es am Eröffnungstag umsonst - ansonsten gibt es keine besonderen Rabattaktionen. Bei den sowieso niedrigen Preisen - eine kleinere Vase aus Glas kostet zum Beispiel zwei Euro - ist das ganz offensichtlich auch nicht nötig.

Schon eine Viertelstunde nach der Eröffnung kommen die ersten Kunden auch schon wieder aus dem Laden heraus. Ein Ehepaar mittleren Alters hat es besonders eilig: Die beiden sind extra vor der Arbeit hergekommen und sind jetzt spät dran. Trotzdem lassen sie uns einen Blick in ihre Einkaufstasche werfen: Spielzeug für das Enkelkind. Und davon eine ganze Menge.

Ebenfalls beliebt: Handtücher und Waschlappen

Eine ältere Dame aus Kernen hat eine Geschenktasche und ein Handtuch gekauft. Die Geschenktasche braucht sie gleich heute, das Handtuch für den Sport auch noch diese Woche. Ansonsten möchte sie bald wiederkommen - denn der Rummel am Eröffnungstag ist auch ihr zu viel. Trotzdem freut sie sich über die Neueröffnung: „Ich find’s schon schön“, sagt die Rommelshäuserin.

Die Handtücher, um genau zu sein die Gästehandtücher und Waschlappen, haben es auch einer 61-Jährigen aus Winnenden angetan. Auch eine Packung Toilettenpapier und ein Nussknacker sind in ihrer Einkaufstasche gelandet. Sie hat von der Eröffnung in der Zeitung gelesen und hat ihren freien Tag genutzt, um sich das neue Geschäft einmal anzuschauen. „Es ist interessant zum Gucken“, findet sie. Extra noch einmal herfahren nur für den Einkauf im Action werde sie in der Zukunft wahrscheinlich aber nicht mehr.

Kaufen des Konsums willen: Nicht jeden spricht das an

Ebenfalls eilig hat es am Donnerstagmorgen eine junge Frau, die eine ganze Kiste voll gläserner Teebecher in den Kofferraum ihres Kleinwagens packt. Sie hat davon alle gekauft, die auf Lager waren. „Ich hätte auch mehr genommen, wenn noch welche da gewesen wären“, sagt sie. Sie kommt aus Berglen und kauft für ihren Arbeitgeber, den Maultaschen-Caterer „I love Mauldasch“, ein. Sie freut sich vor allem, künftig nicht mehr nach Murrhardt fahren zu müssen.

Eher kritisch beobachtet Ursula Olesch aus Kernen den Kaufrausch um sie herum. Die Discountpreise und die vorherrschende Reizüberflutung sind eigentlich nicht so ihr Ding. Warum sie heute hier ist? „Weil meine Freundin hierhin wollte“, sagt sie. Sie persönlich spricht diese Art des Konsums nicht an: „Es wird gekauft, damit gekauft wird“, findet Ursula Olesch.

Vor dem neuen Action im Kalkofen 7 in Weinstadt hat sich am Donnerstag um kurz vor 9 Uhr eine Menschentraube gebildet, Autos irren über den Parkplatz, Fußgänger, einige davon mit Kinderwagen, müssen den Parkplatzsuchenden immer wieder ausweichen.

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Die ganz vorn in der Schlange haben noch einen Einkaufswagen ergattern können - die meisten werden sich später im Laden einen Korb nehmen müssen.

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