Weinstadt

Fenster auf? Heizung an? Stadt Weinstadt gibt Tipps zum Heizen und Lüften

Thermostat
Die richtige Einstellung am Thermostat kann helfen. © Gabriel Habermann

Nachdem es in den letzten beiden Teilen der städtischen Energiesparserie um Stromverbräuche und die Vorbereitung der Wohnung auf die kommende Heizperiode ging, gibt Klimaschutzmanager Friedrich Huster im sechsten Teil Tipps zum Heizen und Lüften.

Sein erster Appell: „Tür zu!“ Etwa fünf Prozent an Heizkosten im Haus könne man vermeiden, indem man konsequent die Türen schließe, so Huster. „Egal ob Türe zum Flur, zum Keller oder zum Schlafzimmer: Verhindern Sie, dass die Wärme unnötig entweicht, und lassen Sie die Türen geschlossen.“

Thermostat richtig anwenden

Dabei sei es wiederum sinnvoll, Spalten, wie zum Beispiel zwischen Türunterkante und Boden, abzudichten. Auch Rollos, Vorhänge und Jalousien seien dabei hilfreich: Sie halten nicht nur im Sommer die Hitze draußen - im Herbst und Winter können sie laut des Klimamanagers auch die Kälte aussperren.

Außerdem möchte er mit einem verbreiteten Mythos aufräumen: „Damit es schnell warm wird in der Wohnung, einfach den Thermostat auf Stufe fünf drehen. Vorsicht, so funktioniert das nicht!“, sagt Friedrich Huster. Die Stufen geben demnach lediglich Aufschluss über die gewünschte Raumtemperatur. Es reiche völlig aus, den Thermostat auf Stufe drei zu drehen - denn diese Stufe entspreche der Raumtemperatur von 20 Grad Celsius. „Eine Stufe mehr sind gleich vier Grad mehr und eine Stufe weniger sind vier Grad weniger.“

Wände nicht abkühlen lassen 

Friedrich Huster empfiehlt, die Raumtemperatur nachts oder tagsüber auf circa 17 Grad abzusenken, wenn man einige Stunden nicht daheim ist. „Die Heizung komplett auszumachen lohnt sich meistens nicht, denn das komplette Aufheizen eines kalten Raums ist im Verhältnis teurer als die Kosten der Beheizung auf 17 Grad“, informiert Huster. „Übrigens: Je besser die Wärmedämmung ist, umso weniger Kälte wird durch die Wände abgestrahlt.“

Das heißt: „In gut gedämmten Gebäuden werden schon recht niedrige Temperaturen als behaglich empfunden. Ein weiteres gutes Argument für eine energetische Modernisierung Ihres Gebäudes.“

Gekippte Fenster sind ein No-Go

„Lüften Sie die Räume im Winter mindestens zweimal täglich per Stoßlüftung. Vergessen Sie auch nicht, während des Lüftens die Thermostatventile herunterzudrehen. Ansonsten gibt Ihr Heizkörper richtig viel Gas, da er ja sonst vergeblich versucht, den abkühlenden Raum auf 20 Grad hochzuheizen.“

Fenster in der Heizperiode gekippt zu halten sei ein No-Go: „Es dauert bis zu einer Stunde, bis bei einem gekippten Fenster der Luftaustausch abgeschlossen ist, und Sie heizen sprichwörtlich zum Fenster raus.“ Durch richtiges Lüften können laut Huster fünf Prozent an Wärme und so auch Geld eingespart werden.

Nachdem es in den letzten beiden Teilen der städtischen Energiesparserie um Stromverbräuche und die Vorbereitung der Wohnung auf die kommende Heizperiode ging, gibt Klimaschutzmanager Friedrich Huster im sechsten Teil Tipps zum Heizen und Lüften.

Sein erster Appell: „Tür zu!“ Etwa fünf Prozent an Heizkosten im Haus könne man vermeiden, indem man konsequent die Türen schließe, so Huster. „Egal ob Türe zum Flur, zum Keller oder zum Schlafzimmer: Verhindern Sie, dass die Wärme unnötig

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