Weinstadt

Folgen des Klimawandels: Artischocken gedeihen in Weinstädter Garten

Artischocken
Wolf Dieter Forster aus Weinstadt hat schmackhafte Artischocken in seinem Garten. © Alexandra Palmizi

„Anbei eine besondere Augenweide. Artischocken, eine Delikatesse aus dem mediterranen Raum“: Mit diesen Zeilen beginnt Wolf Dieter Forsters Mail an unsere Redaktion. Der langjährige Weinstädter Stadtrat, Heimatforscher und Ehrenvorsitzende der Weinstädter Naturfreunde ist seit Jahrzehnten auch ein passionierter Gärtner, der in seinem großen Garten im Endersbacher Wohngebiet Trappeler allerlei anbaut.

2008 etwa hat er eine 1,868 Kilo schwere Riesentomate geerntet, worüber unsere Zeitung mit Bild berichtete. 2007 schrieben wir auch schon einmal über seine Artischocken, die in jenem Jahr schon Ende Mai reif waren. Dass diese in Wolf Dieter Forsters Garten gut wachsen, kann durchaus als Zeichen des Klimawandels gesehen werden. Längst gibt es in Deutschland Bauern, die bereits Artischocken gezielt in größerem Stil anbauen.

Forster selbst empfiehlt, sie zunächst in Salzwasser zu kochen und in ein Dressing zu tauchen. Danach verspeist der Endersbacher das Artischockenherz, das ihn an Urlaube im Süden erinnert. Selbst Auberginen, Paprika und griechische Bamies (Okraschoten) gedeihen in Forsters Garten – und bereichern seine Küche.