Weinstadt

Freibad-Saison in Weinstadt beginnt: Mit Minigolf, Masken und einer Überraschung in Strümpfelbach

Freibad Beutelsbach
Mit Hochdruck: Sylvia Brüchner bereitet das Beutelsbacher Freibad auf die Wiedereröffnung vor. Hier und in Strümpfelbach soll Anfang Juni wieder gebadet werden können. © ZVW/Büttner

Auch wenn das Wetter es momentan nicht vermuten lässt – die Freibad-Saison steht vor der Tür. Die beiden Weinstädter Freibäder in Beutelsbach und Strümpfelbach werden für die Öffnung vorbereitet. Diese ist für den 1. Juni geplant. Eine Überraschung gibt es im Strümpfelbacher Freibad: Karl „Karle“ Maier und seine Frau Gée führen ihren Kult-Kiosk nach der Schließung im September 2020 nun doch fort.

Formulare, Bändchen und Masken: Viele alte und ein paar neue Regeln

Es ist bereits das zweite Jahr, in dem die Weinstädter Freibäder mit Beschränkungen durch Corona zu kämpfen haben. Das fängt schon beim Öffnungstermin an: Die Bäder sind, wie viele andere Einrichtungen, an die Vorgaben aus der Bundesnotbremse und der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg gebunden. Sie dürfen den Betrieb wieder aufnehmen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegt und dies durch das örtliche Gesundheitsamt bekanntgegeben wird.

Der Pressesprecher der Stadt Weinstadt - Holger Niederberger - teilt dazu mit: „Derzeit plant die Stadt Weinstadt die Öffnung der beiden Freibäder in Beutelsbach und Strümpfelbach zum 1. Juni, vorausgesetzt, die genannten Bedingungen sind erfüllt und wurden bestätigt.“ Die Freibäder sollen dann täglich von 10 bis 14 Uhr und von 15 bis 19 Uhr geöffnet sein. Während der einstündigen Schließung werden die Bäder gereinigt und desinfiziert. Diese Maßnahme gab es auch schon in der vergangenen Freibad-Saison.

Auch sonst übernimmt die Stadt viele Hygienemaßnahmen aus 2020: Die Besucher müssen ein Kontaktformular ausfüllen, das sie am Eingang des Freibades in eine Box werfen. Dafür erhalten sie ein farbiges Armband. Um die Anzahl der Besucher in den Becken zu regulieren, kommen die blauen Armbänder wieder zum Einsatz. Wer ein solches um den Arm trägt, darf ins Wasser. Nach dem Baden wird es in den Behälter am Beckenrand zurückgelegt. Die Laufwege sind ebenfalls wie im vergangenen Jahr ausgeschildert. Die Besucher werden gebeten, den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zu wahren. Die Besucheranzahl ist zudem begrenzt. Es darf sich je ein Besucher auf 20 Quadratmetern Fläche aufhalten.

Maskenpflicht im Bad - aber nicht auf dem Handtuch 

Es gibt aber auch einige neue Regelungen: In den Weinstädter Freibädern gilt in dieser Saison eine Maskenpflicht – zwar nicht auf dem Handtuch, aber wohl auf dem Weg zum Kiosk oder zur Toilette. Außerdem brauchen die Besucher entweder einen tagesaktuellen negativen Corona-Test oder müssen einen geeigneten Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Die Regelungen sind laut Holger Niederberger im vergangenen Jahr positiv aufgenommen worden: „Die Erfahrungen des vergangenen Jahres haben gezeigt, dass der überwiegende Teil der Freibadbesucher Verständnis für die neuen Regeln aufgebracht hat.“

Zudem habe sich 2020 gezeigt, dass der Bäderbetrieb auch unter Pandemiebedingungen durchaus möglich sei. „Aufgrund der 20-Quadratmeter-Vorgabe kamen aber weniger Besucher in die Bäder als im Jahr zuvor“, sagt Holger Niederberger.

Für den Mehraufwand, der in den Freibädern durch die Corona-Maßnahmen entsteht, sind laut Holger Niederberger bislang keine neuen Mitarbeiter eingestellt worden. Die Stadtverwaltung prüfe aber, wie die Mitarbeiter – gerade in den Stoßzeiten – effektiv unterstützt werden könnten. Mit Blick auf mögliche Corona-Ansteckungen während ihrer Arbeitszeit hat sich für die Mitarbeiter der Bäder im Vergleich zum vergangenen Jahr aber etwas getan: „Laut der gültigen Corona-Impf-Verordnung haben die Mitarbeiter einen Anspruch auf eine Impfung“, teilt Holger Niederberger mit.

Kiosk-Urgestein Karl Maier und seine Frau Gée hören doch nicht auf

Für die Besucher des Strümpfelbacher Freibades gibt es in diesem Jahr eine besondere Überraschung: Nach seinem Abschied im September 2020 hat sich der Kiosk-Betreiber Karl Maier entschlossen, das Geschäft nun doch weiterzuführen: „Die Stadtverwaltung freut sich sehr, dass Karl Maier seine Kündigung zurückgenommen und den Pachtvertrag um zwei weitere Jahre verlängert hat. Karl Maier und seine Frau Gée sind seit Jahrzehnten eine Institution in Weinstadt und werden mit demselben Konzept wie in den letzten 30 Jahren die Gäste im Freibad Strümpfelbach bewirten“, teilt die Stadt dazu mit. Im Strümpfelbacher Freibad wird es also weiterhin thailändische Spezialitäten geben statt Pommes und Currywurst.

Auch am Freibad in Beutelsbach wird eine alte Tradition fortgeführt: Die angrenzende Minigolfanlage soll zusammen mit dem Bad am 1. Juni geöffnet werden. Sie sollte eigentlich schon am 15. Mai eröffnet werden. „Dabei wurden sämtliche Vorkehrungen mit dem Ordnungsamt abgestimmt und von dort freigegeben“, sagt Holger Niederberger.

Minigolfanlage öffnet wegen der Bundesnotbremse mit Verzögerung

Die Eröffnung scheiterte jedoch an der Bundesnotbremse. „Seit Inkrafttreten der neuen Corona-Verordnung ist die Nutzung von Minigolfanlagen im Freien für Gruppen von bis zu 20 Personen explizit im ersten Öffnungsschritt formuliert. Aus diesem Grund kann die Öffnung von Freibad und Minigolfanlage nun zeitgleich am 1. Juni erfolgen“, so Holger Niederberger. Wenn die Inzidenz es zulässt.

Auch wenn das Wetter es momentan nicht vermuten lässt – die Freibad-Saison steht vor der Tür. Die beiden Weinstädter Freibäder in Beutelsbach und Strümpfelbach werden für die Öffnung vorbereitet. Diese ist für den 1. Juni geplant. Eine Überraschung gibt es im Strümpfelbacher Freibad: Karl „Karle“ Maier und seine Frau Gée führen ihren Kult-Kiosk nach der Schließung im September 2020 nun doch fort.

Formulare, Bändchen und Masken: Viele alte und ein paar neue Regeln

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