Weinstadt

Gartenschau: Viele Ideen, aber nichts Konkretes

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Remstal Gartenschau Radstaffel Selfiewand in Weinstadt. Kernener Bürgermeister Stefan Altenberger mit dem Weinstädter Bürgermeister Michael Scharmann mit "Staffel-Stab" der Radstaffel © Laura Edenberger

Weinstadt. Musikfestival, Kunstinstallation, Weinromantik: Während der Remstal-Gartenschau soll es zahlreiche Veranstaltungen in Weinstadt geben. Allerdings fehlen noch Genehmigungen und mit denen stehen und fallen Höhepunkte des Programms.

Viele gute Ideen: Die Stadtverwaltung hat eine lange Liste an möglichen Veranstaltungen erstellt, doch konkrete Pläne gibt es noch nicht. Ein offener Punkt ist die Verfügbarkeit der Flächen. Ein wichtiger Veranstaltungsort ist der ehemalige Steinbruch beim Trappeler. Die Stadtverwaltung möchte dort unter anderem ein Open-Air-Festival veranstalten. Bisher hat das Landratsamt allerdings noch kein grünes Licht gegeben. In dieser Größenordnung gibt es in Weinstadt keine Alternativen, daher könnten einige Veranstaltungen ohne die Genehmigung nicht stattfinden. Auch für den Bürgerpark beziehungsweise die Grüne Mitte fehlt noch das genaue Konzept. Daher kann auch mit diesem Veranstaltungsgelände zurzeit nicht fest geplant werden.

Entweder Platz für Veranstaltungen oder Naturschutz

Für die Ideen „Oper auf der Rems“ oder „Floating-Market“ sieht es nicht besser aus. Die Veranstaltungen auf dem Fluss funktionieren nur, wenn es mehr Zugänge gibt. Dafür müsste die dichte Böschung stellenweise entfernt werden. Wie beim Steinbruch stellt sich die Frage: Platz für Veranstaltungen oder Naturschutz. Das Einzige, was sicher steht, ist die Luitenbächer Höhe. „Bevor die Bespielbarkeit der Flächen nicht geklärt ist, können wir keine professionellen Künstler anfragen“, sagt Jochen Beglau, Pressesprecher der Stadt Weinstadt. Einige Stadträte wie Armin Zimmerle (FWW) oder Ulrich Witzlinger (CDU) hatten sich in der jüngsten Sitzung mehr konkrete Angaben, wie zum Beispiel einen festen Zeitplan, gewünscht.

Stadt will 1,1 Millionen Euro zur Verfügung stellen

Eine feste Größe, mit der die Stadtverwaltung planen kann, ist der Etat. Diesen hat der Gemeinderat beschlossen. Insgesamt 1,1 Millionen Euro stehen für die Veranstaltungen, das Grünkonzept, Sanitäranlagen, Security-Personal, Absperrungen sowie kleinere Veranstaltungen von Ehrenamtlichen zur Verfügung. Volker Gaupp (CDU) merkte an, andere Städte würden bei dieser Summe eine GmbH gründen, um sich abzusichern. Das prüft die Stadt laut Kämmerer Ralf Weingärtner derzeit, hat aber noch keine Entscheidung getroffen.

Nicht alle Veranstaltungen können umgesetzt werden

Die Veranstaltungsleiterin Dagmar Heerdt hat die Liste mit Ideen für die Stadt Weinstadt zusammengetragen. Sie bringt viel Erfahrung mit, hat etwa 20 Jahre bei einer Eventagentur gearbeitet und Veranstaltungen für Daimler, BMW und das Land Baden-Württemberg organisiert. Sie stellte im Gemeinderat klar, dass die Ideen noch weiterentwickelt werden und dass nicht alle Veranstaltungen umgesetzt werden können. Auf den Wunsch der Stadträte nach mehr konkreten Plänen antwortete Dagmar Heerdt, dass sie erst die Höhe des Etats kennen müsse, bevor sie konkrete Aussagen treffen könne. Vor Weihnachten soll es aber so weit sein. Manfred Siglinger (GOL) gab zu bedenken, dass die Bürger über alle Entscheidungen rechtzeitig informiert werden müssten. Es sei wichtig, dass die Begeisterung der Stadtverwaltung auf die Bevölkerung überspringe. Oberbürgermeister Michael Scharmann ist sich hingegen sicher, dass der Funken aus dem Rathaus auf die Bürger überspringt. Die Stadträte sollten sich da keine Sorgen machen.


Mehr Ideen

Start-up-Kongress: Weinstadt lädt innovative, junge Unternehmen ein, ihre Produkte der Öffentlichkeit zu präsentieren. Sie könnten so Kontakte zu Investoren knüpfen.

Picknick in Weiß, Rosé und Rot: Angelehnt an das Dinner in Weiß veranstaltet die Stadt drei Picknick-Abende. An jedem Abend steht eine andere „Weinfarbe“ auf der Kleiderordnung.

Weihnachtsmarkt: Warum dieser Markt auf der Liste der Ideen als „Weihnachtsmarkt“ auftaucht? Vielleicht, weil’s zuletzt keinen gab in Weinstadt. Dieser hier hat mit Weihnachten aber nichts zu tun, sondern soll an Sommerabenden stattfinden.

Klanggarten: Eine Installation gezielter Lautsprecher, die den Besuchern ein dreidimensionales Erlebnis bieten sollen. Inklusive Vogelgezwitscher und Musik.