Weinstadt

Kelterfest in Strümpfelbach 2021: Wegen Corona mit 3G und „a bissle“ kleiner

Strümpfelbacher Kelterfest
Derart ausgelassen darf in Strümpfelbach in diesem Jahr nicht gefeiert werden. Der Musikverein freut sich trotzdem auf das Kelterfest. © Markus Knauss

Es ist – vielleicht von der Nacht der Keller abgesehen – das größte Fest in Strümpfelbach: das Kelterfest. Nach einem Jahr Corona-Pause wird es von Samstag an endlich wieder gefeiert. Allerdings, wie zuletzt die Schnaiter Kirbe und bald wahrscheinlich auch die Beutelsbacher Kirbe, noch unter dem Eindruck der Pandemie. Am Mittwoch haben die Organisatoren des Musikvereins „Frisch Auf“ die endgültige Freigabe für ihr Hygienekonzept erhalten. Lange wussten sie nicht, ob sie überhaupt feiern dürfen. Jetzt ist klar: Das Kelterfest kehrt zurück, aber eben „a bissle“ kleiner, kürzer, leiser.

3G gilt und wird am Einlass kontrolliert

Es wird, wenn das Fest am Samstagnachmittag um 14 Uhr beginnt, die 3G-Regel greifen. Valerie Clemenz, die Pressesprecherin des Vereins, teilt mit: „Am Eingang zum Festgelände müssen entsprechende Nachweise vorgezeigt werden. Außerdem müssen wir die Kontaktdaten unserer Gäste aufnehmen.“

Eine generelle Maskenpflicht bestehe nicht – der Mund-und-Nasen-Schutz müsse aber überall dort getragen werden, wo ein Abstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann. Das gilt zum Beispiel in der Schlange für Kaffee und Kuchen. „Am Tisch muss natürlich keine Maske getragen werden“, sagt Valerie Clemenz. Die Tische stünden in diesem Jahr auch weiter auseinander. „Wir versuchen zwar, im Außenbereich eine etwas größere Fläche als bisher für Tische zu nutzen. Trotzdem werden es ein paar Sitzplätze weniger als sonst sein.“

„Sehr schade“ um den Laternenumzug

Außerdem sei das Kelterfest in diesem Jahr „a bissle“ kürzer. Üblicherweise wurde in den vergangenen Jahren an drei Tagen gefeiert, manchmal sogar an vier Tagen. Im Programm fehlt unter anderem der Laternenumzug für Kinder. „Wirklich sehr schade“ finden sie es beim Musikverein, diese Aktion „in Zeiten von Corona“ nicht umsetzen zu können.

Corona wird sich auch auf den Lärmpegel und die Stimmung in der Kelter auswirken: „A bissle“ ruhiger als sonst muss die Party ausfallen: „Am Freitag und Samstag gab es immer Partystimmung in der Kelter. Gemeinsames Singen und Schunkeln können wir jedoch momentan nicht verantworten. Am Samstag wird es daher einen gemütlichen Weinabend geben. Der letzte Einlass ist um 20 Uhr“, sagt Valerie Clemenz.

Die Entscheidung, zu feiern, fiel erst Ende August

Aber immerhin wird überhaupt gefeiert – und das ist dem Engagement der Ehrenamtlichen in Strümpfelbach zu verdanken. „Normalerweise haben wir eine Vorlaufzeit von mehreren Monaten, um das Strümpfelbacher Kelterfest zu planen, zu organisieren und aufzubauen“, sagt Valerie Clemenz. „Da sich dieses Jahr ständig die Verordnungen geändert haben, war nicht absehbar, ob ein Fest überhaupt erlaubt sein wird.“ Auch sei unklar gewesen, welcher Aufwand zur Umsetzung der Regeln nötig sein würde. Erst Ende August sei daher die Entscheidung getroffen worden, das Fest zu veranstalten.

Übrigens: Eigentlich wäre in diesem Jahr das große 50er-Jubiläum gefeiert worden. Durch den Ausfall im vergangenen Jahr hat sich die Party um ein Jahr verschoben. Valerie Clemenz sagt: „Wir hoffen, dass sich die Lage bis dahin wesentlich bessert und wir angemessen feiern können.“ Jetzt freuen sich aber erst einmal alle „ganz arg“ auf das Kelterfest Nummer 49 an diesem Wochenende.

Es ist – vielleicht von der Nacht der Keller abgesehen – das größte Fest in Strümpfelbach: das Kelterfest. Nach einem Jahr Corona-Pause wird es von Samstag an endlich wieder gefeiert. Allerdings, wie zuletzt die Schnaiter Kirbe und bald wahrscheinlich auch die Beutelsbacher Kirbe, noch unter dem Eindruck der Pandemie. Am Mittwoch haben die Organisatoren des Musikvereins „Frisch Auf“ die endgültige Freigabe für ihr Hygienekonzept erhalten. Lange wussten sie nicht, ob sie überhaupt feiern

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