Weinstadt

Klettertag, Schlittenausfahrt und Lasertag: Jugendarbeit in Weinstadt plant Erlebnisprogramm

Klettertag
Für junge Klettermaxe ging es am Samstag in Beutelsbach hoch hinaus – wegen Corona mit FFP2-Maske. © Gaby Schneider

Stürmischer Beifall, aufmunternde Rufe, freudestrahlende Kinderaugen - am Samstagnachmittag herrschte Hochbetrieb im „Haus der Jugendarbeit“ in Beutelsbach. Zwanzig Buben und Mädchen zwischen sechs und zwölf Jahren – interessanterweise bildeten die Mädchen die überwältigende Mehrheit – lernten am „Klettertag“ ihre eigenen Ängste zu überwinden, losgelöst von den Alltagssorgen der Coronazeit herumzutoben und das Gefühl von Gemeinschaft und des Sichaufeinanderverlassens auszukosten.

„Es ist ein tolles Gefühl, endlich nach zwei Jahren Coronapause die Kinder wieder erreichen zu können“, bemerkte Benjamin Orner. Der Leiter des Hauses der Kinder- und Jugendarbeit hatte alle Hände voll zu tun an diesem Samstagnachmittag. Gemeinsam mit seinem Team, zu dem Anne Münkel und Jonas Bloßfeldt gehören, kümmerte sich der Sozialpädagoge um die Kinder, gab Tipps fürs Klettern und sorgte dafür, dass die jungen Besucher auch beim Erklimmen luftiger Höhe zu jedem Zeitpunkt absolut sicher waren.

Kinder haben wegen Corona viel Kindheit versäumt

Bei dem Klettertag handle es sich um eines der Angebote, mit denen nach zwei Jahren coronabedingtem Ausnahmezustand die Kinder und Jugendlichen auf dem Weg in die Normalität begleitet werden sollen, erklärte Claudia Leihenseder, die Pressesprecherin der Stadt Weinstadt. „Man muss sich nur vergegenwärtigen“, betonte sie, „dass Kinder, die vor zwei Jahren in die Schule gekommen sind, einen unbeschwerten Schulalltag in der Klassengemeinschaft so gut wie gar nicht kennen.“

Bei „AUF!leben - Zukunft ist jetzt“ handle es sich um ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert werde und Bestandteil des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ der Bundesregierung sei.

Die Angebotsreihe erstrecke sich über mehrere Monate und biete den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen verschiedene Events, wie zum Beispiel eine Schlittenausfahrt in den Faschingsferien mit anschließender Aprés-Ski-Party, einen Ausflug in eine Tropfsteinhöhle, Lasertagspiele sowie zum Abschluss einen Ausflug in den Europapark.

6000 Euro Fördermittel für das Corona-Ausgleichsprogram

Zudem werde in den Osterferien ein dreitägiger Film-Workshop für Zwölf- bis Sechzehnjährige angeboten, betonte Benjamin Orner. Er werde in Zusammenarbeit mit einem Studenten der Merz-Akademie organisiert. „Wir freuen uns, dass wir auch durch das Förderprogramm endlich vermehrt für unsere Zielgruppe da sein und den Kindern und Jugendlichen wieder mehr Angebote machen können.“

Mit den insgesamt 6000 Euro Fördermitteln für das Programm werde neben dem Essen für die Kinder oder der Busmiete bei den Ausflügen auch die Ausrüstung für den Klettertag bezahlt. „Das ist richtig nachhaltig“, ergänzte er, „die Ausrüstung kann das Haus der Jugendarbeit auch später nach der Aktion wieder verwenden und weitere Klettertage anbieten.“

Für die Schlittenausfahrt gibt es schon eine Warteliste

„Das aktuelle Programm kommt gut an“, meinte Jonas Bloßfeldt. „Unsere Flyer sind an den Schulen bei uns in Weinstadt verteilt worden. Für die Schlittenausfahrt gibt es für Kinder bereits eine Warteliste, für die Ausfahrt für Jugendliche mit anschließender Après-Ski-Party sind noch Plätze frei.“

„Die Kinder und Jugendlichen möchten wieder raus, sich treffen und gemeinsam etwas unternehmen. Das ist gerade nach diesen schweren Pandemiejahren umso wichtiger“, meinte Anne Münkel. Sie stand an diesem Nachmittag in dem in eine Kletterlandschaft umgestalteten Haus an der Slackline und achtete akribisch darauf, dass die ihr anvertrauten Kinder bereits beim Hochsteigen auf der Leiter gesichert waren.

Sich ihr anzuvertrauen und sich in die luftige Höhe hinauf zu wagen, stellte bereits für manche eine Herausforderung dar. Ein noch größeres Erfolgserlebnis bescherte es dann, die mehrere Meter lange, wild schwingende Line in beiden Richtungen zu überqueren.

Stürmischer Beifall, aufmunternde Rufe, freudestrahlende Kinderaugen - am Samstagnachmittag herrschte Hochbetrieb im „Haus der Jugendarbeit“ in Beutelsbach. Zwanzig Buben und Mädchen zwischen sechs und zwölf Jahren – interessanterweise bildeten die Mädchen die überwältigende Mehrheit – lernten am „Klettertag“ ihre eigenen Ängste zu überwinden, losgelöst von den Alltagssorgen der Coronazeit herumzutoben und das Gefühl von Gemeinschaft und des Sichaufeinanderverlassens auszukosten.

„Es

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper