Weinstadt

Krönender Abschluss der Schnaiter Kirbe in Weinstadt: Der Trauben hängt

Kirbeumzug
Begleitet von den Blicken der zahlreichen Teilnehmer wurde der Kirbetrauben aufgehängt. © Gabriel Habermann

Punkt 14 Uhr setzte sich am Sonntagnachmittag der große Festumzug zum krönenden Abschluss der Kirbewoche in Schnait in Bewegung. Los ging es am Krone-Parkplatz in der Blütenstraße, von dort aus führte der gewohnte Weg mitten durch den Ort zur Schnaiter Halle.

Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr führte mit Blaulicht den Zug an, dann folgte der Musikverein mit schmissiger Marschmusik und – wie es sich für die traditionsverwurzelte Weinbaugemeinde gehört – eine von den örtlichen Vereinen beschickte Schlepperparade. Nicht nur einem Porsche-, Hanomag-, Lanz-, Eicher- oder Lamborghinifan schlug beim Anblick der blitzblank gewienerten, festlich herausgeputzten und geschmückten „Arbeitstiere“ das Herz höher.

Umzug durch Schnait wird durch ein lautes Rätschenkonzert begleitet

Und mitten drin Weinstadts Oberbürgermeister Michael Scharmann, der, für einen Ortsfürsten standesgemäß, in einem offenen Cabrio vorfuhr – wenn schon nicht der britischen Nobelmarke, dann doch zumindest im VW-Käfer. Den Abschluss bildete wieder die Feuerwehr und ihr folgte die Schnaiter Bevölkerung, allesamt begleitet von einem ohrenbetäubenden Rätschenkonzert.

Vor der Schnaiter Halle selbst übernahm der „grüne“ Kirbejahrgang 2002/03 wieder die Regie. Die jungen Damen in zartrosa Dirndl und die jungen Männer in schwarzem Sakko und weißem Hemd trugen zur Akkordeonbegleitung das Volkslied „Schön ist die Jugend“ und Peter Wackels „Schwarze Natascha“ vor. Dann ging es auch schon daran, mit vereinten Kräften den Spaßtrauben vom Gerüst ab- und den Kirbetrauben aufzuhängen – zweifellos die schönsten Beeren, die heuer auf Schnaiter Gemarkung gewachsen sind.

Coronabedingte Neuerung sorgt für eine erfolgreiche Kirbeparty

OB Michael Scharmann wies darauf hin, dass der diesjährige Jahrgang mit 28 Angehörigen stark wie schon lange nicht mehr war. Er freue sich, dass in diesem Jahr das Kirbewochenende ohne Einschränkungen und unbeschwert gefeiert werden könne, nachdem man „sehr leiden musste und vieles nicht ging“.

Bewährt habe sich allerdings die coronabedingte Neuerung, die samstägliche Party nicht in der Halle, sondern draußen zu feiern, meinte das Stadtoberhaupt. Es sei ein „supertolles Fest“ gefeiert worden, habe er sich sagen lassen. Einen besonderen Dank richtete er an die Weinstädter Wengerter, denen man nicht nur den tollen Wein, sondern auch die schöne Kultur- und Naturlandschaft zu verdanken habe.

Annika, die Sprecherin des Kirbejahrgangs, lud ein, den Tag gemeinsam zu feiern: „Für Verpflegung und Getränke ist gesorgt, so dass wir gemeinsam viel Spaß haben“, versprach sie. Davor wurden aber noch die Angehörigen der Diamantenen, Goldenen und Silbernen Kirbejahrgänge einzeln geehrt und so der tiefere Sinn der Kirbe, die Pflege der Zusammengehörigkeit und Verbundenheit über alle Generationen und Klassen hinweg, unterstrichen.

Punkt 14 Uhr setzte sich am Sonntagnachmittag der große Festumzug zum krönenden Abschluss der Kirbewoche in Schnait in Bewegung. Los ging es am Krone-Parkplatz in der Blütenstraße, von dort aus führte der gewohnte Weg mitten durch den Ort zur Schnaiter Halle.

Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr führte mit Blaulicht den Zug an, dann folgte der Musikverein mit schmissiger Marschmusik und – wie es sich für die traditionsverwurzelte Weinbaugemeinde gehört – eine von den örtlichen Vereinen

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