Weinstadt

Metzgerei Schäfer aus Weinstadt: Filiale in Oeffingen in drei Wochen umgebaut

Metzgerei Schäfer
Wolfgang Schäfer (62), Geschäftsführer der Metzgerei Schäfer aus Beutelsbach, vor der umgebauten Filiale in Fellbach-Oeffingen. © ZVW/Alexandra Palmizi

Ende Juli 2022 hat die Metzgerei Schäfer ihre Filiale in Fellbach-Oeffingen für eine Modernisierung geschlossen – und drei Wochen später konnten die Kunden dort schon wieder einkaufen. „Es war halt gut geplant“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Schäfer (62). Rund 300.000 Euro hat der Familienbetrieb aus Weinstadt-Beutelsbach in den Umbau investiert – und bis auf die Beleuchtung ist auch alles im Zeitplan fertig geworden. „Die Lampen sind noch nicht komplett drin – da gab es Lieferprobleme. Jetzt sind sie da – aber jetzt ist der Elektriker im Urlaub.“

Neue Kälteanlagen verbrauchen weniger Energie

Die Filiale in der Schulstraße 2 in Oeffingen wurde innen grundlegend renoviert. Es gibt einen neuen Fußbodenbelag, eine neue Decke und Theke sowie neue Kälteanlagen, die weniger Energie verbrauchen. Die neuen Selbstbedienungsregale für gekühlte Wurstwaren sind nicht mehr offen, sondern enthalten Türen – auch das spart Kosten und hilft der Umwelt. Bei den neuen Lampen setzt die Metzgerei Schäfer auf die energiesparende LED-Technik. Auch die Eingangstüre und die Fenster wurden erneuert.

Insgesamt arbeiten fünf Mitarbeiter am Standort Oeffingen, der Laden selbst hat laut Geschäftsführer Wolfgang Schäfer etwa 60 Quadratmeter Verkaufsfläche und rund 15 Sitzplätze für Kunden des Mittagstischs und der Heißtheke. Montags ist dort traditionell Ruhetag, von Dienstag bis Freitag ist von 7.30 bis 13 Uhr sowie von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet – und samstags von 7.30 bis 13 Uhr.

Die Filiale in Oeffingen hat die Metzgerei Schäfer 2015 eröffnet

Die Fellbacher Räume hatte das Weinstädter Familienunternehmen 2015 von einer anderen Metzgerei übernommen. Damals, sagt Wolfgang Schäfer, habe alles schnell gehen müssen, es habe daher nur „ein kleines Facelifting“ gegeben. Zunächst habe man die Lage beobachtet, da man nicht genau gewusst habe, ob der Standort der richtige sei – doch nun sei längst klar, dass dieser richtig gut angenommen werde. Vor Weihnachten 2021 habe man dann konkret entschieden, den Umbau 2022 umzusetzen.

Weitere Renovierungen von bestehenden Filialen sind zumindest aktuell nicht geplant. An insgesamt elf Standorten im Rems-Murr-Kreis ist die Metzgerei Schäfer derzeit mit rund 180 Mitarbeitern aktiv – und bald soll laut Wolfgang Schäfer ein weiterer hinzukommen. Wo genau dieser liegen wird, will er öffentlich noch nicht sagen. Geplant sei, dass es dort am 1. Oktober losgehen soll. Klar ist: Die Metzgerei Schäfer möchte die Räume einer bestehenden Metzgerei übernehmen.

Robin Schäfer (30) soll bis Ende des Jahres in die Geschäftsführung aufrücken

Auch in der Führung der Metzgerei Schäfer bahnt sich eine Veränderung an: Robin Schäfer (30), der Neffe von Wolfgang Schäfer, soll bis Ende des Jahres offiziell in die Geschäftsführung des Familienbetriebs einsteigen. Damit würde die vierte Generation in dem Familienbetrieb Verantwortung an vorderster Front übernehmen. Seinen Anfang nahm einst alles 1880, als der Metzgermeister Christian Schäfer in der Buhlstraße in Beutelsbach ein Gasthaus mit Metzgerei eröffnete. Sein 2020 verstorbener Sohn Willi Schäfer war es schließlich, der mit seiner Ehefrau Johanna Schäfer die Metzgerei immer weiter vergrößerte. Der für seine Schinkenwurst bekannte Metzger war stets offen für Neues: Er arbeitete unter anderem in den USA als Metzger und war Anfang der 80er Jahre der erste Metzger in Deutschland, der einen Mann aus Japan ausbildete.

Metzgerei Schäfer macht Geschäfte mit Südkorea

Später waren es Willi Schäfers Söhne, die durch Vermittlung eines südkoreanischen Professors der Uni Hohenheim mit einer Firma aus Südkorea Geschäfte machten – und so Wurstrezepte von Schäfer in das ostasiatische Land brachten. Robin Schäfer selbst hat ebenfalls schon früh in seinem Leben bewiesen, was in ihm steckt: Seine Meisterprüfung bestand er 2016 als Jahrgangsbester an der Fleischerschule in Augsburg, die zu den führenden Schulen ihrer Fachrichtung innerhalb der Bundesrepublik zählt.

Der Wirbel um die Metzgerei Kühnle und ihren Schlachtbetrieb in Backnang geht natürlich nicht spurlos an der Branche vorbei. Wolfgang Schäfer nennt selbst das Unternehmen nicht beim Namen, er spricht nur allgemein davon, dass seine Branche gerade leide. Darum ist ihm Transparenz wichtig, weshalb er von selbst erwähnt, woher sein Fleisch kommt: Die Kälber werden laut dem Geschäftsführer in Crailsheim geschlachtet, die Rinder in Aalen und die Schweine in Göppingen. Lediglich das Hühnerfleisch stammt von weiter her, nämlich vom Familienunternehmen Heinrich Borgmeier aus Westfalen, genauer gesagt dem Paderborner Land. „Da stimmt die Philosophie“, sagt Wolfgang Schäfer über den Betrieb.

Partyservice der Metzgerei wird wieder häufig gebucht

Insgesamt gibt es in der Metzgerei Schäfer wieder mehr zu tun, seit sich die Corona-Auflagen gelockert haben. Das merkt Wolfgang Schäfer am Partyservice, der wieder verstärkt nachgefragt wird. Insgesamt wünscht er sich, dass die Menschen die Arbeit seines Gewerbes wertschätzen. „Wir gucken, dass wir einen guten Job machen.“

Ende Juli 2022 hat die Metzgerei Schäfer ihre Filiale in Fellbach-Oeffingen für eine Modernisierung geschlossen – und drei Wochen später konnten die Kunden dort schon wieder einkaufen. „Es war halt gut geplant“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Schäfer (62). Rund 300.000 Euro hat der Familienbetrieb aus Weinstadt-Beutelsbach in den Umbau investiert – und bis auf die Beleuchtung ist auch alles im Zeitplan fertig geworden. „Die Lampen sind noch nicht komplett drin – da gab es Lieferprobleme.

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