Weinstadt

Neue Pit’s-Burger-Filiale in Weinstadt-Beutelsbach: Das ist das Konzept

Pits Burger
Filialleiter Gezim Fona vor dem neu eröffneten Pit’s Burger in Weinstadt-Beutelsbach. © Gabriel Habermann

Eigentlich sollte die Neueröffnung der Pit’s-Burger-Filiale in Weinstadt-Beutelsbach Anfang April langsam vonstattengehen. Keine Werbung, dafür noch die Möglichkeit, an einigen Stellschrauben im Restaurant in der Schurwaldstraße zu drehen, so der Filial-Betreiber: für den Fall, dass in den ersten Tagen nach der Eröffnung etwas schieflaufe.

Doch aus einem „Soft Opening“ sei ein „Grand Opening“ geworden. „Damit habe ich nicht gerechnet“, sagt Gezim Fona. Von Tag eins sei das Interesse an dem neuen Burger-Restaurant in Weinstadt enorm gewesen, berichtet er. Der 47-Jährige betreibt die Filiale als Franchise-Partner der Fast-Food-Kette „Pit’s Burger“. Inhaber der Franchise-Kette ist Sinisa Bosanac (39). Auch der Chef ist von der Resonanz der ersten Tage nach der Eröffnung der Weinstädter Filiale überrascht. „Wir sind kaum nachgekommen“, sagt der 39-Jährige. Mit der Filiale in Weinstadt hat der ehemalige Oberligafußballspieler seinen sechsten Pit’s-Burger-Standort eröffnet. Auch in Plüderhausen, Winnenden, Stuttgart, Reutlingen und Esslingen gibt es Filialen.

Gerade in der Anfangszeit lasse er es sich nicht nehmen, den Partnern vor Ort mit Tipps und Ratschlägen zur Seite zu stehen. „Damit zu Beginn alles reibungslos läuft“, sagt Bosanac. So greift auch der Chef höchstpersönlich zum Burger-Wender. Denn das Steckenpferd der Pits’s-Burger-Kette ist – wie auch schon der Name verrät – der Burger.

Philosophie der Pit’s-Burger-Läden: Handmade Burger mit Liebe gemacht

Auf der Speisekarte können Gäste zwischen verschiedenen Burger-Variationen wählen – vom Klassiker wie dem Hamburger oder Cheeseburger bis hin zu gewagten Kombinationen. Beliebte Variationen seien etwa der Guacamole-Burger oder der Hawaii-Burger, so Orgeta Fona. Die 17-jährige Tochter des Filialleiters hilft wie auch der Rest der Familie in ihrer Freizeit im Restaurant aus.

Was die Burger bei Pit‘s Burger so besonders macht? „Unsere Burger-Patties sind Handmade“, sagt Gezim Fona. Ein Pattie bestehe aus 160 Gramm Rindfleisch und werde nach der Pits’s-Burger-Rezeptur zubereitet. „Wir verarbeiten 100 Prozent Rindfleisch, auch der Bacon auf dem Burger besteht aus Rind“, sagt der Küchenchef. Es gebe aber auch vier vegetarische Alternativen auf der Speisekarte. In allen Burgern stecke eine besondere Zutat: „Sie werden mit Liebe zubereitet“, sagt Gezim Fona.

Vom Brötchen bis zu den einzelnen Komponenten auf dem Burger wird alles nach der eigenen Rezeptur der Burger-Kette hergestellt. „Mittlerweile haben wir eigene Soßen wie Ketchup, Mayonnaise oder beispielsweise die Chili-Cheese-Soße“, ergänzt Inhaber Sinisa Bosanac.

Zum Dort-Essen, zum Mitnehmen oder als Lieferung vor die Haustüre

Die Burger können vor Ort verspeist werden oder abgeholt werden. Zur Neueröffnung wurde das Restaurant in der Schurwaldstraße neu renoviert. Früher war dort die Gaststätte Vesperstüble ansässig. Modern, lässig und trendy ist die neue Einrichtung gehalten. Das Angebot solle auch vor allem junge Leute ansprechen, so Gezim Fona. Viele der Gäste kommen aus Weinstadt und Umgebung, erzählt Orgeta Fona.

Der Burger-Laden stößt auf reges Interesse. „Oft höre ich von den Gästen: endlich was Neues“, erzählt sie. Auch bei den Jugendlichen sei das Pit’s Burger beliebt. „Viele Gruppen kommen abends. Die Tische auf der Terrasse sind immer belegt“, sagt Ortega Fona.

Gerade die Zeit zwischen 18.30 Uhr und 20.30 Uhr seien „Killerzeiten“, so der Küchenchef. Teils würden sich auch Warteschlagen vor dem Restaurant bilden.

Bald soll auch der Lieferdienst in Weinstadt an den Start gehen, der nach Waiblingen und Fellbach liefert. Dafür seien bereits zwei Fahrer eingestellt worden. „In ein bis zwei Wochen geht es los“, schätzt Fona. Insgesamt besteht die Flotte der Pit’s-Burger-Kette aus 45 Fahrzeugen, so Sinisa Bosanac.

Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg wirken sich auf das Geschäft aus

Doch der Neustart der Burger-Filiale wird durch aktuelle Lieferengpässe und -probleme überschattet. Zwar sei die Versorgung der Burger-Kette mit Waren sichergestellt, jedoch kommt es vor, dass sich Lieferungen verzögern. „Die Ungewissheit macht uns zu schaffen“, sagt Fona. Das betreffe mittlerweile alle Waren. Aber: Die Pit’s-Burger-Filialen helfen sich untereinander aus. „Wir sind wie eine große Familie“, sagt Gezim Fona. Geht in einer Filiale ein Produkt zur Neige, werde aus den anderen Filialen Ersatz beschafft.

Möglich macht das das recht kleine Filialnetz der Burger-Kette, besonders im Rems-Murr-Kreis. „Ziel war es, die Liefergebiete klein zu halten“, sagt Sinisa Bosanac. Zu den Lieferengpässen komme noch die Preissteigerung bei den Lebensmitteln und Benzinkosten hinzu.

Noch werden die Preise für die Gäste nicht erhöht. „Wenn die Situation aber so bleibt oder es so weitergeht, bleibt uns nichts anderes übrig, als die Preise anzupassen“, sagt Bosanac. Trotz der aktuellen Krisen will Sinisa Bosanac weitere Filialen der Burger-Kette eröffnen.

Liefergeschäft ist die "sichere Bank"

Geplant sei eine weitere Filiale in Rems-Murr-Kreis sowie eine in einer Großstadt in Baden-Württemberg. Ziel sei es weiterhin, zu expandieren, so Bosanac. Ein Filialnetz in Baden-Württemberg und später bundesweit schließt er nicht aus. „Dann kann ich aber nicht mehr persönlich vor Ort sein“, sagt der Familienvater. Für den Fall wolle er Gebietsleiter einsetzen.

Eine Sicherheit in unsicheren Zeiten gebe ihm das Konzept der Pit’s-Burger-Kette. „Unser Joker ist das Liefergeschäft“, sagt er. Das habe bereits während der Lockdowns in Pandemie-Zeiten funktioniert – mit einer Umsatzsteigerung von 250 Prozent, so Bosanac. „Das ist unsere sichere Bank.“

Eigentlich sollte die Neueröffnung der Pit’s-Burger-Filiale in Weinstadt-Beutelsbach Anfang April langsam vonstattengehen. Keine Werbung, dafür noch die Möglichkeit, an einigen Stellschrauben im Restaurant in der Schurwaldstraße zu drehen, so der Filial-Betreiber: für den Fall, dass in den ersten Tagen nach der Eröffnung etwas schieflaufe.

Doch aus einem „Soft Opening“ sei ein „Grand Opening“ geworden. „Damit habe ich nicht gerechnet“, sagt Gezim Fona. Von Tag eins sei das Interesse

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