Weinstadt

Probelauf und Umbau: Fine-Dining-Restaurant „Cédric“ in Weinstadt eröffnet bald

"Cédric" in Weinstadt
Bei gutem Wetter konnten die Gäste das Menü am Dienstagabend im Innenhof genießen. © Benjamin Büttner

Es war eine kleine Kostprobe auf das, was noch kommt: Zwei Abende in Folge konnten Gäste bei einem „Pop-up“-Event des neuen Fine-Dining-Restaurants „Cédric“ einen Genussabend erleben. Für den jungen Betreiber Cédric Staudenmayer (24) ein gelungener Probelauf. Im September soll das Restaurant in den renovierten Räumlichkeiten der ehemaligen „Krone“ in Weinstadt eröffnen.

Damit steigt die dritte Generation in den Familienbetrieb ein: Der 24-Jährige ist Enkel des ehemaligen Kronen-Wirts und Weinstadt-Hotel-Gründers Otto Koch. Das Weinstadt-Hotel wird von dessen Tochter Stéphanie Staudenmayer, der Mutter des 24-jährigen Gastronomen, geführt.

Bis das Fine-Dining-Restaurant eröffnet, gibt es aber noch einiges zu erledigen. „Der Umbau der Küche ist noch nicht ganz fertig“, sagt Cédric Staudenmayer. Teils habe er auch beim „Pop-up“-Event anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Weinstadt-Hotels improvisieren müssen. Weil der Backofen noch nicht angeschlossen war, habe er stattdessen den alten Röhrenofen seines Großvaters verwendet. „Das war eine Herausforderung, weil dort die Temperaturen nicht konstant gehalten werden konnten“, sagt der 24-Jährige. Am Ende habe alles geklappt und das Fleisch sei wie gewünscht serviert worden.

Cédric Staudenmayer: „Der alte Stubencharme soll erhalten bleiben“

Diniert wurde im angrenzenden Innenhof, weil auch das Wetter mitgespielt habe, so der Gastronom. In den Räumlichkeiten der Krone wird noch gewerkelt. So fehlt beispielsweise noch das künftige Schmuckstück des Restaurants: die Getränketheke.

„Sie soll ein Highlight im Gästeraum werden“, sagt Cédric Staudenmayer.

Die Theke werde mit Altholzbalken verkleidet, passend zum Konzept für die Räumlichkeiten. Beim Umbau solle gerade der gemütliche, alte Stubencharme des Restaurants erhalten bleiben, so der gelernte Koch. Doch Lieferengpässe führen dazu, dass die Renovierungsarbeiten im ehemaligen „Krone“ nur langsam voranschreiten. Cédric Staudenmayer bleibt dennoch optimistisch und nimmt sich Zeit für die kleinen Details. Gemeinsam mit Mutter Stéphanie Staudenmayer, die das Weinstadt-Hotel führt, habe er Dekoration, Inneneinrichtung und etwa Teller ausgesucht. „Das Umgestalten hat mir sehr viel Spaß gemacht“, sagt er.

Es sei schon immer sein Traum und Ziel im Leben gewesen, sich selbstständig zu machen und seine Kreativität ausleben zu können. Kreativität ist auch ein Stichwort für die künftige Speisekarte des Restaurants.

Die Speisen werden von „Regionalität, aber auch von weltoffenen Einflüssen“ geprägt sein, so der Gastronom und Koch. „Mir ist es wichtig, Lebensmittel wie Obst und Gemüse aus der Region zu verwenden, aber auch einen tollen Fisch aus Frankreich oder ein gutes Stück Fleisch aus Neuseeland auf der Karte stehen zu haben“, sagt er.

Personal gesucht: Welche Stellen es im Fine-Dining-Restaurant zu besetzten gibt

Wie viele andere Betriebe in der Gastronomie ist auch der junge Koch auf der Suche nach Personal. „Das ist zurzeit sehr schwierig“, sagt er. Gesucht werde in allen Bereichen: Küchenchef und Koch, Servicekräfte, Aushilfen und Festangestellte.

Dass der Arbeitsplatz ein wenig attraktiver wird, solle auch durch die künftigen Öffnungszeiten des Restaurants möglich werden. „Wir werden montags bis freitags, immer abends geöffnet haben“, so der Gastronom. Insgesamt wird es 25 Sitzplätze geben, weil der 24-Jährige erst einmal langsam durchstarten möchte. „Klein, aber fein“, sagt er schmunzelnd. Mächtig stolz seien auch die Großeltern, dass ihr Enkel die Tradition weiterführt. „Sie waren an einem Abend da“, berichtet Stéphanie Staudenmayer. Auch für sie war das „Pop-up“-Event ein gelungener Auftakt für das Restaurant. „Das Ambiente im Innenhof hat gestimmt und mein Sohn hat das mit einer Ruhe gemacht“, sagt sie. Es sei schön zu sehen, wie die Arbeit und der Mut ihrer Eltern, neben einem Restaurant auch ein Hotel in Weinstadt zu eröffnen, sich nun auszahlen.

„Das Schöne ist ja auch, dass Restaurant und Hotel voneinander profitieren. Gäste reisen an, übernachten und nutzen abends die Gelegenheit, hier auch zu essen“, sagt sie. Es sei ein Schritt in die Zukunft, aber auch mit dem Wandel der Zeit. „Corona hat einen Wandel in der gesamten Branche herbeigeführt“, sagt Stéphanie Staudenmayer. Es kommen zwar weniger Geschäftsleute, dafür mehr Freizeittouristen. „Das ist aber auch das Interessante an unserem Beruf.“

Es war eine kleine Kostprobe auf das, was noch kommt: Zwei Abende in Folge konnten Gäste bei einem „Pop-up“-Event des neuen Fine-Dining-Restaurants „Cédric“ einen Genussabend erleben. Für den jungen Betreiber Cédric Staudenmayer (24) ein gelungener Probelauf. Im September soll das Restaurant in den renovierten Räumlichkeiten der ehemaligen „Krone“ in Weinstadt eröffnen.

Damit steigt die dritte Generation in den Familienbetrieb ein: Der 24-Jährige ist Enkel des ehemaligen Kronen-Wirts

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper