Weinstadt

Stiftung Großheppacher Schwesternschaft: Zentrum für alle Familien in Weinstadt

Fünf Zwergziegen als pädagogische Hilfskräfte mit den Leitungen Sabine Salchow, Dunja Hummel und Silvia Hügler des Kinder- und F
Das Leitungsteam des Kinder- und Familienzentrums am Sonnenhang: Dunja Hummel, Sabine Salchow und Silvia Hügler mit den Zwergziegen, die seit kurzem zur Kita gehören. © ZVW/Benjamin Beytekin

Noch ist die Erweiterung des Mutterhauses der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft in Beutelsbach nicht vollständig abgeschlossen – doch die beiden Kita-Gruppen im Kinder- und Familienzentrum am Sonnenhang (Kifaz) konnten bereits wie geplant am 12. September 2022 ihren Betrieb aufnehmen. Laut Sibylle Kessel, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, musste in der ersten Woche noch etwas improvisiert werden, da die Möbel in den Gruppenräumen geliefert und eingebaut werden mussten. Überbrückt werden konnte diese Zeit mit einer Betreuung im Mehrzweckraum, nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. „Das bedeutet, dass zu Beginn nur wenige Kinder für wenige Stunden von den Bezugserzieherinnen betreut werden.“

Die beiden neuen altersgemischten Gruppen für je 20 Kinder ab zwei Jahren bis ins Vorschulalter befinden sich im Neubau in der Oberlinstraße 4/2. An der Gartenaußenanlage für die Kindergruppen wird laut Sibylle Kessel mit Hochdruck gearbeitet. „Wir denken, dass sie ab Oktober genutzt werden kann.“

Familien müssen für die Beratung einen Termin vereinbaren

Das Kinder- und Familienzentrum ist für alle Familien in Weinstadt offen – und nicht nur für jene, deren Kinder die dortige Kita besuchen. In diesem Punkt hatte es in Weinstadt bei manchen Leuten Unklarheit gegeben. Alle Beratungs-, Bildungs- und Begegnungsangebote, sämtliche Kurse, Vorträge, Mitmach-Aktivitäten, das Elterncafé, die Elternsprechstunde und vieles mehr richten sich an alle Weinstädter Kinder mit ihren Familien.

Neben der eigenen Elternberatung hat die Stiftung Großheppacher Schwesternschaft Kooperationspartner wie das Kreisjugendamt mit einer festen Sprechstunde in den Räumen, den Kreisdiakonieverband Rems-Murr mit Beratungsangeboten, das Deutsche Rote Kreuz sowie weitere Bildungsträger. „Möchte eine Familie unsere Familienberatung nutzen, bitten wir um eine Terminvereinbarung.“ Die Angebote des Kinder- und Familienzentrums sieht die Stiftung als Ergänzung zum bereits bestehenden Familienzentrum der Evangelischen Gesellschaft in Endersbach.

Elterncafé oder Donnerstag-Walking-Treff für Frauen benötigen keine Anmeldung

Ein Flugblatt für das Kifaz-Programm von September bis Dezember liegt in Weinstadt bereits aus. Da die Teilnahmemöglichkeit begrenzt ist, empfiehlt die Stiftung Großheppacher Schwesternschaft bei manchen Angeboten eine Anmeldung. Zu anderen Aktivitäten wie dem Elterncafé oder dem Donnerstag-Walking-Treff für Frauen, der gemeinsam mit dem Weinstädter Beirat für Integration und Migration gestemmt wird, kann man auch ohne Anmeldung kommen. Zudem gibt es laut Sibylle Kessel im Kinder- und Familienzentrum ein Info-Telefon, das dienstags von 9 bis 12 Uhr besetzt ist.

Was das Personal für die neuen Kita-Gruppen angeht, konnten alle Stellen mit pädagogischen Fachkräften besetzt werden. „Alle Gruppen haben viel Platz drinnen und draußen“, betont Sibylle Kessel. Auch der Garten mit Hühnern und den neu dazugekommenen Zwergziegen sowie den Gemüsebeeten sei ein Alleinstellungsmerkmal. Das Konzept der tiergestützten Pädagogik sehe vor, dass Kinder zusammen mit den Erzieherinnen und Erziehern den Umgang mit den Tieren erlernen und sie versorgen. In direkter Nachbarschaft befinden sich laut Sibylle Kessel der Hühnerstall und die Blumen- und Gemüsebeete sowie Beerensträucher, die von den Hausbewohnern bewirtschaftet werden.

15 neue Plätze für Tagespflege sollen vom 2. November an bereitstehen

Die Räume der Tagespflege am Mutterhaus für 15 Tagesgäste sollen am 2. November 2022 eröffnet werden. „Uns liegen bereits Anfragen vor“, betont Sibylle Kessel. Einen Infoabend für Interessierte bietet die Stiftung am Mittwoch, 28. September, von 17 Uhr an. An diesem Termin können die Räume der Tagespflege besichtigt werden. Derzeit ist die Stiftung dabei, die Stellen in der Tagespflege zu besetzen. „Offene Stellen haben wir noch in unserer stationären Pflegeeinrichtung, dem Wilhelmine-Canz-Zentrum, da Mitarbeitende von dort in die Tagespflege wechseln.“

Stolz ist die Stiftung auch auf die Naturwerkstatt, die als Klassenzimmer der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik dienen soll und in einem Holzbau unterkommt, der schon Anfang des Jahres 2022 fertiggestellt wurde. Den Naturpavillon sollen die Schülerinnen und Schüler vom neuen Schuljahr an vor allem für den natur- und religionspädagogischen Unterricht und das Profilfach Forschen und Experimentieren nutzen. „Die gestampften Lehmwände im Innenraum, die großen Beobachtungsfenster und die schlichte Möblierung geben dem Raum eine ganz besondere Atmosphäre“, findet Sibylle Kessel. Auch das Kinder- und Familienzentrum und die Menschen, die auf dem Mutterhaus-Gelände wohnen, sollen die Gelegenheit bekommen, diesen Raum zu nutzen.

Tiefgarage bietet 39 Stellplätze, davon zwei für Menschen mit Behinderung

Die Tiefgaragenplätze mit 37 Stellplätzen plus zwei Behindertenparkplätzen sind für die Mieter und für die Mitarbeiter der Stiftung vorgesehen. Für Eltern wird es laut Sibylle Kessel Kurzzeitstellplätze geben, wenn sie die Kinder abgeben oder abholen. „Die Gäste der Tagespflege werden mit einem Bus gebracht und abgeholt.“ Dass es an bestimmten Schultagen auch weiterhin eng sein werde im Quartier, könne man nicht verhindern. „Parkplätze für Schülerinnen und Schüler sind nicht vorgesehen – wobei wir ja günstig an der S-Bahn-Station liegen.“

Es bleibt bei den geplanten Baukosten von 12,5 Millionen Euro

Dass die Baukosten von 12,5 Millionen Euro eingehalten werden konnten, begründet die Stiftung mit ihrer Bauplanung und einer vorausschauenden Materialbeschaffung. Der Bau wurde innerhalb von 21 Monaten fertiggestellt und kann bezogen werden. Der erste Baggerbiss war im Januar 2021. „Unser Generalplanungsbüro hat hier hervorragende Arbeit geleistet“, findet Sibylle Kessel.

Die Herstellung der Außenanlagen auf dem Mutterhaus-Gelände ist indes noch in vollem Gange. Dazu gehört der Gemeinschaftsgarten mit der Anlage der Wege und Aufenthaltsflächen sowie der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern. Die neuen Mieter, die sich der gemeinschaftlichen Wohnform anschließen, werden ihre Wohnungen im Oktober beziehen. „Aktuell haben wir noch sechs Wohnungen zur Vermietung“, betont Sibylle Kessel.

Tag der offenen Tür beim Mutterhaus am Samstag, 15. Oktober 2022

Am Samstag, 15. Oktober, lädt die Stiftung Großheppacher Schwesternschaft ein zum Tag der offenen Tür. Von 10.30 Uhr bis 14 Uhr können Besucher das neue Bildungs- und Begegnungszentrum am Mutterhaus besuchen. „So ist der neue Name für das nun entstandene Areal der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft in Beutelsbach“, erläutert Sibylle Kessel.

Zum Bildungs- und Begegnungszentrum gehören dann die Fachschulen, das Mutterhaus mit Stiftungsverwaltung, die Wohnungen für gemeinschaftliches Wohnen sowie ein Wohnheim für junge Frauen in Ausbildung, angegliedert an die Fachschule für Sozialpädagogik. Außerdem sind da noch die Naturwerkstatt, das Kinder- und Familienzentrum am Sonnenhang, die Tagespflege sowie Gruppen und Beratungsräume.

Die offizielle Einweihung der neuen Gebäude, also des Erweiterungsbaus samt der Naturwerkstatt, wird im Rahmen des Jahresfestes der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft am Sonntag, 16. Oktober, stattfinden. Landrat Richard Sigel und der Weinstädter Oberbürgermeister Michael Scharmann sollen Grußworte halten.

Noch ist die Erweiterung des Mutterhauses der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft in Beutelsbach nicht vollständig abgeschlossen – doch die beiden Kita-Gruppen im Kinder- und Familienzentrum am Sonnenhang (Kifaz) konnten bereits wie geplant am 12. September 2022 ihren Betrieb aufnehmen. Laut Sibylle Kessel, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, musste in der ersten Woche noch etwas improvisiert werden, da die Möbel in den Gruppenräumen geliefert und eingebaut werden mussten.

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper