Weinstadt

Wohnung für die Heizperiode vorbereiten: Tipps vom Klimaschutzmanager Weinstadt

Energiesparen
Der Klimamanager rät: Auch die Heizkörper jetzt schon vorbereiten (Symbolfoto). © Gaby Schneider

Weil die Energiepreise immer weiter steigen und auch das Ziel der Stadt Weinstadt, als Kommune schon bis 2035 die Klimaneutralität zu erreichen, konkrete Maßnahmen erfordert, hat die Stadt Weinstadt kürzlich eine Serie zum Energiesparen gestartet.

In den drei letzten Pressemitteilungen hat sich Klimaschutz-Manager Friedrich Huster schon mit stromfressenden Haushaltsgeräten, versteckten Verbrauchern und Tricks, wie man den Stromverbrauch im Alltag reduzieren kann, auseinandergesetzt.

Keine Möbel vor dem Heizkörper

Im vierten Teil der Reihe spricht er darüber, wie man die Wohnung auf die Heizperiode vorbereiten kann - denn der Herbst steht langsam, aber sicher vor der Tür. Bereits im Sommer Vorbereitungen für den nächsten Winter treffen? „Was selbst Eichhörnchen können, schaffen wir schon lange“, findet der Klimaschutzmanager. Doch welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, um in der Wohnung in der kommenden Heizperiode Energie und Geld zu sparen?

Als Erstes solle man die Heizkörper befreien: eine Maßnahme, die zwar unspektakulär klinge, tatsächlich aber Energieeinsparungen in Höhe von bis zu zwölf Prozent bringe. „Achten Sie also darauf, dass direkt vor den Heizkörpern keine größeren Möbelstücke stehen. Schon gar nicht das Sofa“, sagt Friedrich Huster.

Wo zieht es? Auch so geht die Wärme flöten

„Schieben Sie es weg vom Heizkörper. Sie wollten doch bestimmt eh mal wieder das Wohnzimmer umdekorieren, oder?“ Das sei gut für den Heizkörper - und ebenfalls für das Möbelstück. Gerade viele Sofabezüge seien sowieso empfindlich auf Wärme und könnten sonst rissig werden. „Wenn es platzmäßig gar nicht anders geht, achten Sie darauf, dass zumindest ein Abstand von 30 Zentimetern zum Heizkörper gegeben ist“, so Huster.

„Befreien Sie in diesem Zuge auch Ihre Heizkörper vom Staub, denn verschmutze Heizkörperoberflächen verringern ebenfalls die Wärmeabgabe.“ Das Reinigen lohne sich doppelt, auch aus lufthygienischen Gründen. Wer sowieso am Umräumen sei, dem falle bei dieser Gelegenheit vielleicht auch der Luftzug auf, der von undichten Türen und Fenstern herrühren kann. „Alternativ können Sie auch eine Kerze anzünden und prüfen, wo die Flamme zu flackern beginnt“, empfiehlt der Klimamanager.

Türen und Fenster abdichten, Teppiche sorgen für wärmere Atmosphäre

Auch so entstünden schnell in der Wohnung Wärmeverluste. „Dichten Sie Ihre Fenster und Türen an den entsprechenden Stellen ab: Hier helfen Isolierfolien, selbstklebende Dichtungsbänder oder Silikondichtungen schnell und zuverlässig weiter.“

Bei Türen helfen seiner Meinung nach insbesondere für die Türunterkanten Zugluftstopper, bewegliche Dichtprofile, Türbodendoppeldichtungen und Bürstendichtungen. Besonders lohnen sich solche Abdichtungen bei Türen zu unbeheizten Räumen des Hauses, wie zum Beispiel zum Keller oder zum Dachboden, oder an der Wohnungstür zum kalten Treppenhaus, so Friedrich Huster.

Er hat noch einen Tipp: „Der Mensch empfindet die Temperatur in Räumen mit Teppichboden um zwei Grad wärmer als in Räumen mit Bodenbelägen aus Stein und Fliesen.“ Wer keinen Teppichboden habe, könne das Raumklima auch mit einem Teppich oder einem Läufer verbessern – vorausgesetzt, der Raum hat keine Fußbodenheizung verbaut. Das hätte sonst nämlich einen ähnlichen Effekt wie ein zugestellter Heizkörper.

Rohre in unbeheizten Räumen isolieren

Friedrich Huster weist außerdem darauf hin, dass Heizungsrohre oder Warmwasserleitungen oft durch unbeheizte Räume oder Keller führen. „Diese Leitungen sollten aber auf jeden Fall isoliert sein, damit der Wärmeverlust minimiert wird.“ Durch die Ummantelung könne der Verlust um bis zu 80 Prozent verringert werden.

Rohrisolierungen aus leichtem Polyethylen (PE) gibt es laut dem Klimaschutzmanager für rund drei Euro pro Meter für alle Rohrdurchmesser zu kaufen. „Eine anschauliche Schritt-für-Schritt-Anleitung liefert der sehr zu empfehlende ,Energiesparkommissar‘ auf Youtube. Suchbegriff: DIY - Heizungsrohre dämmen.“

Weil die Energiepreise immer weiter steigen und auch das Ziel der Stadt Weinstadt, als Kommune schon bis 2035 die Klimaneutralität zu erreichen, konkrete Maßnahmen erfordert, hat die Stadt Weinstadt kürzlich eine Serie zum Energiesparen gestartet.

In den drei letzten Pressemitteilungen hat sich Klimaschutz-Manager Friedrich Huster schon mit stromfressenden Haushaltsgeräten, versteckten Verbrauchern und Tricks, wie man den Stromverbrauch im Alltag reduzieren kann,

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