Welzheim

Alfdorfer Feuerwehr gründet Kindergruppe

Feuwehr Alfdorf_0
Löschfahrzeug für die Feuerwehr Alfdorf-Pfahlbronn. © ZVW/Sarah Utz

Alfdorf. Nachwuchs zu finden ist für eine Organisation das A & O. Die Freiwillige Feuerwehr beschreitet nun mit der Gründung der Kindergruppe „Löschbande“ innerhalb der Jugendfeuerwehr neue Wege. Ein Weg, der vom Gemeinderat mitgetragen wird.

Um auch für die Zukunft genügend Nachwuchs zu haben, ist es heute noch mehr als früher notwendig, die Kinder an die Feuerwehr zu binden und mit der Arbeit dort vertraut zu machen. Die neue Gruppe ist für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren gedacht.

Jessica Bergmann und Thomas Schurr von der Feuerwehr erläuterten dem Gemeinderat am Montagabend den neuen Ansatz in der Nachwuchsarbeit. Bürgermeister Michael Segan, der auch Vorsitzender des DRK-Ortsvereins ist, verwies auf die Erfolge des Roten Kreuzes beim Mini-Rot-Kreuz. Jessica Bergmann, die auch Leiterin einer Kindergartengruppe ist, erklärte, dass die Kinder bei der Suche nach einem Hobby abgeholt werden sollen zur Feuerwehr. „Die Kinder werden spielerisch für die Feuerwehr begeistert.“ Helfen, Teamarbeit, Leistungsbereitschaft seien wichtige Elemente der Arbeit. Den Mädchen und Jungen werden Grundkenntnisse der Feuerwehr vermittelt.

Mini-Feuerwehrleute

Schon jetzt treffen sich die Kindergartengruppen der Feuerwehr regelmäßig alle zwei Wochen freitags im jeweiligen Feuerwehrhaus in Alfdorf und Pfahlbronn. Neben der Feuerwehrarbeit stehen auch Ausflüge auf dem Programm. Uniformen gibt es für die Kleinen noch keine, dafür ein einheitliches T-Shirt und eine Warnweste, die drübergezogen werden kann.

„Das finde ich klasse“, lobte CDU-Gemeinderat Horst Metzger das neue Angebot. Ähnlich sah es Klaus Hinderer von den Freien Wählern: „Jede Investition in die Jugend ist eine gute Investition.“ Heutzutage müsse man den Kindern etwas bieten, um sie von der Straße zu holen und sie vor anderen Gefahren zu schützen.

Pädagogisches Konzept

Gemeinderätin Birgit Wiedmann (CDU) fragte nach der Qualifikation der Betreuerinnen und Betreuer. Thomas Schurr wies auf entsprechende Lehrgänge hin, die angeboten werden. Außerdem hätten die Eltern, die sich in der Kindergruppe engagierten, als Eltern bereits Erziehungserfahrung und oftmals schon früher Gruppenarbeit geleitet. Für die Arbeit mit Kindergruppen in der Jugendfeuerwehr hat die Landesfeuerwehrschule ein pädagogisches Konzept mit Handlungsempfehlungen herausgegeben. Eingeflossen sind dabei Erfahrungen aus bereits bestehenden Gruppen, allgemeine entwicklungsphysiologische und -psychologische Erkenntnisse sowie rechtliche Aspekte.

„Viel Glück und viel Erfolg“, wünschte Bürgermeister Segan abschließend der Initiative der Freiwilligen Feuerwehr.