Welzheim

Bürgerinitiative will Mobilfunk-Mast in Welzheim verhindern

Elektrosmog im Mobilfunk
Symbolbild. © Alexandra Palmizi

Der im Stadtteil Breitenfürst geplante Mobilfunkmast sorgt in Welzheim weiter für Kontroversen. Zum einen gibt es eine Online-Petition, die sich dafür ausspricht, dass Welzheim „nicht abgehängt“ wird, die, Stand Freitag, von 150 Personen unterschrieben wurde. Zum anderen eine anonyme Bürgerinitiative, die sich „Wir sind gegen den Bau eines Mobilfunkmastes in Breitenfürst“ nennt.

416 Unterschriften gegen den Mast gesammelt

Diese berichtet, dass dem Gemeinderat und der Stadt Welzheim seit Mittwoch, 10. Juni, eine Petition vorliege. Diese beinhalte 416 Unterschriften gegen den Standort, die Masthöhe und die aus Sicht der Bürgerinitiative zu erwartende künftige Strahlenintensität.

In einer Pressemitteilung kritisiert sie den Initiator der Online-Petition Marcel Bonn. Er benutze, so werfen sie ihm vor, Begrifflichkeiten der Bürgerinitiative und stelle diese als Behauptungen dar, „obwohl es klare Fakten sind“.

Kritik an Aussagen der Befürworter

Kritisiert wird in der Mitteilung unter anderem die Aussage, jeder könne sich selber vor Strahlung schützen, indem er das Handy abschalte. Die Basisstation sei jedoch 24 Stunden im Einsatz und lasse sich nicht einfach abschalten. „Seine digitale Feldsimulation zur Berechnung irgendwelcher Prozente ist falsch und fahrlässig bezüglich des Kindergartens“, behauptet die Bürgerinitiative – und fragt rhetorisch: „Oder ist Herr Bonn ein professioneller Gutachter?“

Auch der Piraten-Stadtrat Philip Köngeter wird in der Mitteilung heftig kritisiert. Köngeter hatte einen Test zum Mobilfunkempfang in Breitenfürst durchgeführt. „Leider zeigt dieser „Test“ nur die mangelnde physikalische und funktechnische Fachkenntnis des Testers und gibt keineswegs einen treffenden Aufschluss über den Empfang wieder“, heißt es in der Mitteilung. Die Bürgerinitiative fordert deshalb „eine professionelle Messung von einem unabhängigen Institut, welches für verschiedene Standorte Simulationen durchführt und Lösungen für eine gute Mobilfunkversorgung aufzeigt, dabei aber die Gesundheit von Mensch, Tier und Natur berücksichtigt“.

Initiative fordert Vorsorgekonzept für den Mobilfunk

Bei einer Masthöhe von 30 Metern, so die Initiative weiter, sei damit zu rechnen, dass zukünftig deutlich mehr Sendemodule von 4G und 5G mit einer intensiveren Sendeleistung verbaut werden. Wie Schorndorf benötige auch Welzheim ein Mobilfunk-Vorsorgekonzept. Dabei berufen sie sich auf Dr. Gunde Ziegelberger vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), die als Expertin bei einer Infoveranstaltung zu dem Thema auftrat.

Mobilfunkstrahlen machten krank, das sei bewiesen, schreibt die Initiative. Laut dem BfS gibt es aktuell mehr als 3600 Studien zu diesem Thema. Bei Einhaltung der Grenzwerte seien gesundheitsschädigende Wirkungen bisher nicht nachgewiesen, so das Amt. Dies gelte gerade bei Basisstationen, bei denen die Grenzwerte nur zu einem geringen Prozentsatz ausgeschöpft werden – üblicherweise liegen diese unter einem Prozent.

Kein 5G soll nach Breitenfürst kommen

5G-Module sollen dort gar nicht verbaut werden, sagt Philip Köngeter, der auf den entsprechenden Bauantrag verweist, in dem zwei Antennen eingetragen sind: LTE 1500 und LTE 1800. Neben Breitenfürst würde auch die Landstraße Richtung Schorndorf und damit Welzheim-Steinbruck durch den Mast abgedeckt würde. Die zweite Antenne versorge noch das Gebiet in Richtung Alfdorf. Der von ihm durchgeführte Netztest habe gezeigt, dass die Versorgung in Breitenfürst bei allen Anbietern schlecht sei. „Kein Telekommunikationsanbieter schneidet hier sonderlich gut ab.“

An diesem Dienstag, 16. Juni, wird sich der Welzheimer Gemeinderat mit dem Thema beschäftigen. Er tagt um 17 Uhr in der Eugen-Hohly-Halle.

Der im Stadtteil Breitenfürst geplante Mobilfunkmast sorgt in Welzheim weiter für Kontroversen. Zum einen gibt es eine Online-Petition, die sich dafür ausspricht, dass Welzheim „nicht abgehängt“ wird, die, Stand Freitag, von 150 Personen unterschrieben wurde. Zum anderen eine anonyme Bürgerinitiative, die sich „Wir sind gegen den Bau eines Mobilfunkmastes in Breitenfürst“ nennt.

416 Unterschriften gegen den Mast gesammelt

Diese berichtet, dass dem Gemeinderat und der Stadt

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