Welzheim

„Das Schweigen der Frauen“ heißt der neue Ostalbkrimi von Anja Jantschik

Anja
Anja Jantschik stellt ihren neuen Ostalbkrimi vor. © Strobel

Rund 270 Einwohner hat Pfersbach. Es liegt am Rande des Welzheimer Waldes bei Mutlangen und hart an der Kreisgrenze. An schönen, klaren Herbsttagen geht der Blick zur Schwäbischen Alb mit den Kaiserbergen davor. Einmalig. Die Dorfgemeinschaft funktioniert. Ein wenig erinnert Pfersbach, der schönste Mutlanger Ortsteil, wie es Bürgermeisterin Stephanie Eßwein im Dorfhaus formulierte, an Heckenbach.

In dem beschaulichen Heckenbach lebt die freie Journalistin Ira Sander mit dem Gmünder Kommissar Peter Brand zusammen. Die Heirat steht bevor. Doch es kommen zwei Giftmorde in der Landeshauptstadt Stuttgart dazwischen, und Ira Sander setzt wieder einmal erfolgreich ihre kriminalistische Spürnase ein.

Bereits der zehnte Krimi von Anja Jantschik

Ostalb-Landrat Joachim Bläse stellte zum ersten Mal einen Krimi der 52-jährigen Autorin vor, die sich aus Leidenschaft dem Krimischreiben verschrieben hat.

Sein Vorgänger, der ehemalige Landrat Klaus Pavel, ebenfalls zur Buchvorstellung nach Pfersbach geeilt, hat dies zuvor bereits neunmal getan, womit ein kleines Jubiläum anstand.

Jörg Schuhmacher, Geschäftsführer des Einhorn-Verlags in Schwäbisch Gmünd, hat nicht nur alle Krimis gelesen, er hat auch die Seiten gezählt. In 15 Jahren, also seit dem Jahr 2006, veröffentlicht der Verlag mit einer kleinen Unterbrechung die Ostalb-Krimis, und so kamen 1843 Seiten zusammen. Die Bücher wurden inzwischen fast 24 000-mal verkauft. Hinzu kommt ein großer Fan-Kreis.

Gute Mischung aus Spannung und Menschlichkeit

Die freie Journalistin, die vor allem für die Gmünder Tagespost regelmäßig schreibt, aber auch in der Welzheimer Zeitung ihre Beiträge veröffentlicht, hat die ideale Mischung aus Spannung, Humor, Lebensfreude sowie Schattenseiten der Menschen gefunden und mit viel Lokalkolorit, vor allem aus der Kommunalpolitik, angereichert. So war es nicht verwunderlich, dass nicht nur viele Ostalb-Bürgermeister gekommen waren, sondern auch der eine oder andere Schultes aus dem benachbarten Rems-Murr-Kreis. Die Geschichten spielen manchmal auch im Alfdorfer Raum, worin Landrat Bläse durchaus etwas Verbindendes sieht.

Eine harte Probe für die Freundschaft der beiden Frauen

Eine gute Freundschaft hält, auch wenn man sich lange nicht gesehen hat oder sie sogar, aus welchen Gründen auch immer, abgebrochen hat. Zu so einer Freundschaft gehört die Beziehung von Ira Sander zu ihrer Freundin Emily, die ebenfalls den Journalistenberuf erlernt hat. Die gemeinsamen Berufsjahre bleiben in bester Erinnerung. „Es geht um wahrhaftige, ehrliche Freundschaft, die kein Verfallsdatum kennt. Auch keine Grenzen, Entfernungen oder Lügen“, sagte die Autorin in einem Interview mit der Gmünder Tagespost.

Der Ehemann ist ein Schwerenöter

Die alte Freundin war der Liebe wegen nach Potsdam gezogen. Ein Chefarzt hatte ihr den Kopf verdreht. Blind vor Liebe heiratete sie den Schwerenöter, der nebenher seine intimen Freundschaften zu jungen Frauen pflegt. Irgendwann fliegt der Betrug auf, und die beiden Freundinnen suchen gedankenübertragend gleichzeitig nach einem Kontakt zu der alten Freundschaft. „Emily braucht mich, ich spüre das.“ Der Arzt reist zu einem Fachkongress nach Stuttgart und setzt seine Noch-Ehefrau am Bahnhof in Schwäbisch Gmünd ab, wo sie von Ira Sander, der alten Freundin, abgeholt wird.

Nach dem zweiten Mord überschlagen sich die Ereignisse

In dem Stuttgarter Hotel, in dem der Kongress stattfindet, geschieht ein Mord, der seine Kreise bis nach Heckenbach zieht, wo Ira und Emily gerade ihre wiederbelebte Freundschaft aufblühen lassen. Es ist der bislang persönlichste Fall der Journalistin. Zu den bekannten Personen, wie Kommissar Peter Brand und seine Kollegen Hermann und Malte sowie der Amerikaner Jim, gehört nun die Freundin aus Iras Stuttgarter Vergangenheit mit jeder Menge Probleme im Gepäck zur Heckenbacher „Familie“. Als dann in dem Hotel noch ein weiterer Mord zu beklagen ist, Opfer ist die junge Freundin des Arztes und Ehemanns, überschlagen sich die Ereignisse. Die Freundschaft zwischen Ira und Emily wird auf eine harte Probe gestellt. Frauen können nicht nur reden, sondern auch schweigen.

Landrat Joachim Bläse hat am meisten an dem zehnten Ostalb-Krimi von Anja Jantschik die Freundschaft gefallen, die auch harten Bewährungsproben standhalten kann. Nicht gefallen hat ihm, dass die Morde des Ostalbkrimis in Stuttgart stattfinden.

Info

„Das Schweigen der Frauen“ ist als zehnte Folge der Serie Ostalb-Krimi im Einhorn-Verlag in Schwäbisch Gmünd erschienen. Das Buch umfasst 252 Seiten und ist für 14,80 Euro im örtlichen Buchhandel erhältlich.

Rund 270 Einwohner hat Pfersbach. Es liegt am Rande des Welzheimer Waldes bei Mutlangen und hart an der Kreisgrenze. An schönen, klaren Herbsttagen geht der Blick zur Schwäbischen Alb mit den Kaiserbergen davor. Einmalig. Die Dorfgemeinschaft funktioniert. Ein wenig erinnert Pfersbach, der schönste Mutlanger Ortsteil, wie es Bürgermeisterin Stephanie Eßwein im Dorfhaus formulierte, an Heckenbach.

In dem beschaulichen Heckenbach lebt die freie Journalistin Ira Sander mit dem Gmünder

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