Welzheim

Das Welzheimer Mathegenie Rüdiger Gamm kommt beim RTL-Supertalent nicht ins Finale - ist aber trotzdem stolz auf sich

Rüdiger Gamm aus Welzheim. Sein Talent ist das Kopfrechnen.  Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf TVNOW gestattet.
Rüdiger Gamm auf der RTL-Supertalent-Bühne. © Privat

Angerufen haben die von RTL schon oft, erzählt Rüdiger Gamm. Aber er wollte nicht mitmachen bei „Bohlens Show“ – bis zum Frühjahr dieses Jahres, als er spontan entschied, „es einfach mal drauf ankommen zu lassen“. Und inzwischen findet er, es hat sich durchaus gelohnt.

Die Leute, die die Talentshow bei RTL veranstalten, hätten bestimmte Vorstellungen, wie ein erfolgreicher Act auszusehen habe, sagt Gamm. Und die „nassforschen Sprüche“ von Dieter Bohlen seien eher berüchtigt als berühmt. Außerdem, meint Rüdiger Gamm, hatte der sogenannte Poptitan einen klaren Favoriten, der das Rennen schließlich auch gemacht hat: den Sänger Nick Ferretti, der nach einem zweiten Platz bei „Deutschland sucht den Superstar“ gleich weiterzog ins „Supertalent“ und dort gewann – inklusive 50 000 Euro Siegprämie. Dass er selbst es nicht ins Finale geschafft hat, stört Rüdiger Gamm überhaupt nicht. „Bei meinem Auftritt saßen immerhin 150 Leute im Publikum“, erzählt er, „beim Finale gab es im Studio überhaupt keine Zuschauer mehr. Das ist gruselig.“

Youtube-Video hat mehr als 760 000 Klicks

Obendrein hat das Youtube-Video von Gamms Auftritt am 31. Oktober mehr als 760 000 Klicks – mehr als die aller anderen Kandidaten, und darauf ist er hörbar stolz.

Überhaupt hat ihm die Art, wie der Sender sein doch eher sperriges Spezialtalent präsentiert hat, großen Spaß gemacht. „Ich wollte immer schon mal zu Terminator-Musik auftreten“, verrät er, und RTL hat ihm (wohlgemerkt, ohne ihn vorher zu fragen) prompt den Gefallen getan.

Dramatische Sprecherstimme, bombastische Soundtrackklänge und der Titel „Calculator“, der in stählernen Buchstaben über den Bildschirm flimmert. Dazu Filmaufnahmen von Gamm mit gleichermaßen stählernem Blick und sein Auftritt, bei dem er nach schier unlösbaren Rechenaufgaben endlose Zahlenreihen herunterrattert, mit offenem Mund bestaunt von Bruce Darnell und Evelyn Burdecki. Die, findet Gamm, trotz ihres Images als schlichtes Blondchen klüger ist, als sie wirkt. Er mag sie, und seine Frau steuert aus dem Hintergrund bei, sie sei vielleicht „ein bisschen naiv“.

In einem früheren Interview hat Gamm bereits erwähnt, dass er kein Lampenfieber hatte, „höchstens ein bisschen Respekt“. Außerdem würde er das Gefühl im Fernsehstudio lieber als Motivation bezeichnen, die ihn eher antreibt, als ihn zu lähmen – was ziemlich genau das ist, was man von einem Mentaltrainer zu hören erwartet. Er hatte bei der Teilnahme ein ganz bestimmtes Ziel - die Zustimmung der gesamten Jury nach dem ersten Auftritt, und genau das hat er erreicht. „Mehr wollte ich nicht“, versichert er, „und weil ich nicht ins Finale gekommen bin oder gewonnen habe, bin ich auch nicht bei RTL an irgendwelche Verträge gebunden.“ Eine Tatsache, die er ausgesprochen praktisch findet, denn deswegen „kann ich jetzt machen, was ich will“.

Beispielsweise hat er sich beim englischen Showformat „Britains Got Talent“ beworben – bislang ohne Ergebnis, aber nach dem Ende von Corona hat er hoffentlich auch so genug um die Ohren. Vielleicht langt es ja sogar wieder für das „Mermaiding“ - eine Sportart, bei der man (wie eine Nixe oder ein Wassermann) mit einer großen Flosse schwimmt und taucht. Merke: Rüdiger Gamm ist auch ohne Zahlen immer für eine Überraschung gut.

Angerufen haben die von RTL schon oft, erzählt Rüdiger Gamm. Aber er wollte nicht mitmachen bei „Bohlens Show“ – bis zum Frühjahr dieses Jahres, als er spontan entschied, „es einfach mal drauf ankommen zu lassen“. Und inzwischen findet er, es hat sich durchaus gelohnt.

Die Leute, die die Talentshow bei RTL veranstalten, hätten bestimmte Vorstellungen, wie ein erfolgreicher Act auszusehen habe, sagt Gamm. Und die „nassforschen Sprüche“ von Dieter Bohlen seien eher berüchtigt als

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