Welzheim

Im Sommer drohten sie zu kippen: Wie geht's Aichstrutsee und Eisenbachsee jetzt?

Eisenbachsee
Der Eisenbachsee wurde in diesem Sommer zeitweise belüftet. © Jörg Hinderberger

Ende Juli erreichten uns von einigen Seen auf dem Welzheimer Wald besorgniserregende Nachrichten. Das hochsommerliche Wetter hatte den Gewässern mächtig zu schaffen gemacht.

Wie es zu der kritischen Situation an den Seen kam

Insbesondere der Aichstrutsee drohte in diesem Sommer zeitweise zu kippen. Im Juli hatte der Wasserverband Kocher-Lein eindringlich davor gewarnt. Hauptgrund war dafür ein starker Abfall der Sauerstoffkonzentration im Wasser, verursacht durch die lange trocken-heiße Periode, in der sich das Wasser aufheizte und zugleich nötige Zuflüsse für die Wasserzirkulation fehlten.

Anfang August kam dann auch eine Warnung aus Alfdorf. Dort waren im Eisenbachsee kritische pH- und Sauerstoffwerte festgestellt worden.

In beiden Fällen wurden in der Folge Gegenmaßnahmen durchgeführt. Mit einer maschinellen Belüftung durch Wasserumwälzung sollte mehr Sauerstoff in die Gewässer gelangen. Neben einer städtischen Pumpe war im August am Aichstrutsee wochenends auch das Technische Hilfswerk im Einsatz. Am Eisenbachsee war über mehrere Wochen ebenfalls ein Lüftungsgerät in Betrieb und die Feuerwehr im Einsatz.

Wie die Gemeinden die aktuelle Lage bewerten

Jetzt hat es abgekühlt und auch ein wenig geregnet – hat sich die dramatische Lage dadurch entschärft? Und hatten die Maßnahmen Erfolg? Offensichtlich ja, denn ein Kippen der beiden Seen konnte in diesem Sommer effektiv verhindert werden. Und die bedenklichen Werte haben sich inzwischen wieder deutlich normalisiert.

Ab einem Wert unter 4 Milligramm Sauerstoff pro Liter werde es kritisch, berichtet der Welzheimer Pressesprecher Uwe Lehar auf unsere Nachfrage. Am Aichstrutsee habe man in diesem Sommer einmal 5,1 Milligramm gemessen. „Im wirklich kritischen Bereich war er daher nie.“ Und seit dem Negativwert seien die Zahlen auch stetig gestiegen. Bei der letzten Messung Ende August habe der Wert bei rund 8 Milligramm gelegen – also im grünen Bereich. Die Wasserumwälzung habe man daher mittlerweile eingestellt. Auch der pH-Wert sei inzwischen wieder in einem guten Bereich angelangt. Und die Temperatur im See von zeitweise 25 Grad Celsius inzwischen bei rund 20 Grad angelangt. Da der Hochsommer vorbei ist, schaut Lehar relativ entspannt in den September.

Das Schlimmste scheint für dieses Jahr überstanden

Ähnlich erfreulich sind auch die Nachrichten aus Alfdorf. „Aufgrund des Regens und der kühlen Nächte hat es sich normalisiert“, berichtet Bürgermeister Ronald Krötz. „Die Zahlen sind wieder in einem Bereich, wo man keine Bedenken haben muss. Die Belüftung haben wir daher rausgenommen.“ Lediglich der pH-Wert sei noch leicht erhöht. „Doch der Hochsommer ist vorbei und es sind keine weiteren Hitzewellen zu erwarten.“ Das Schlimmste dürfte in diesem Jahr also überstanden sein.

Ende Juli erreichten uns von einigen Seen auf dem Welzheimer Wald besorgniserregende Nachrichten. Das hochsommerliche Wetter hatte den Gewässern mächtig zu schaffen gemacht.

Wie es zu der kritischen Situation an den Seen kam

Insbesondere der Aichstrutsee drohte in diesem Sommer zeitweise zu kippen. Im Juli hatte der Wasserverband Kocher-Lein eindringlich davor gewarnt. Hauptgrund war dafür ein starker Abfall der Sauerstoffkonzentration im Wasser, verursacht durch die lange

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