Welzheim

Klappt Klassentreffen in Montenegro von zwei Welzheimern trotz Corona?

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Gibt es ein Klassentreffen in Montenegro? © privat

Corona hin, Corona her: Die beiden Welzheimer Igor Djurica (49) und Heiko Geng (48) lassen sich nicht unterkriegen und denken positiv. Für nächstes Jahr ist entweder im Frühjahr oder im Herbst ein Klassentreffen der ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Kastell-Realschule Welzheim in Montenegro geplant. Also nichts Alltägliches, sondern etwas Besonderes, das erklärt werden muss.

Igor Djurica stammt aus Welzheim, ist aber nach Montenegro gezogen. Im letzten Jahr war er Botschafter für das Land auf der CMT.

Jetzt will er zusammen mit Heiko Geng ein Klassentreffen in Montenegro organisieren. Sich wiedergefunden haben die beiden, weil die Welzheimer Zeitung im Januar über die CMT und Montenegro als Urlaubsziel berichtet hatte.

Heiko Geng fuhr daraufhin spontan auf die Messe, um seinen alten Klassenkameraden aus Welzheim von der Kastell-Realschule zu treffen, und ging zu ihm an den Stand. Danach wurden die Kontakte unter den Klassenkameraden unter anderem über eine WhatsApp Gruppe intensiviert. Die Idee zum Klassentreffen nach 30 Jahren wurde konkretisiert bei einem Segeltörn mit dem Klassenkameraden Heiko Geng aus Welzheim-Breitenfürst.

Segelboot von Kroatien nach Montenegro überführt

In Kroatien wurde gemeinsam ein Segelboot hergerichtet, das die beiden über die Adria nach Montenegro überführten. Durch Corona sind die Pläne nun darauf ausgerichtet, dass es das Klassentreffen in Montenegro auf der Gästezimmer- und Hotelanlage von Igor Djurica und seiner Lebengefährtin Helga Haag im Frühjahr oder im Herbst nächsten Jahr geben soll.

Für das Tourismusangebot von Igor Djurica lief es in diesem Jahr bis August sehr gut. Als Botschafter für Montenegro auf der CMT war das Interesse sehr groß: „Das war ein Jackpot für uns“. Bis August lief es super, danach wurde auch Montenegro zu einem gefährlichen Gebiet erklärt und es kamen die Absagen. „Wir haben unsere Gäste aufs nächste Jahr umgebucht und hoffen, dass wir dann wieder unserer Arbeit nachgehen können.“ Denn anders als in Deutschland gibt es in Montenegro kein Zuschuss oder Ausfallgeld vom Staat. „Wir sind guter Dinge, dass es nächstes Jahr wieder losgeht.“ Diese Aussage gilt natürlich auch für das geplante Klassentreffen.

Nach der Realschule in Welzheim sind die Lebenswege der Klassenkameraden zunächst in unterschiedliche Richtungen verlaufen. Igor Djurica hat nach der Mittleren Reife Zahntechniker in Welzheim gelernt, Heiko Geng ging nach dem Realschulabschluss in die Nachbarstadt Schwäbisch Gmünd aufs Technische Gymnasium und hat danach in Aalen studiert. Nach dem Studium hat er Igor nochmals kurz 1998 in Frankfurt/Hanau in seiner neuen Heimat getroffen.

Heike Geng war danach in Brasilien und hat anschließend in München gearbeitet, im Jahr 2000 zog er wieder nach Welzheim. Die ehemaligen Schüler hatten einige Klassentreffen in Welzheim (ohne Igor) und keiner wusste eigentlich was von ihm.

Durch Zufall im Internet auf einen Bericht gestoßen

Mitte 2019 hat der Breitenfürster durch Zufall mal im Internet einen Bericht vom HR 3 gesehen, der über Igor und seine Lebensgefährtin Helga Haag und ihre Appartements in Montenegro handelte. „Im Oktober 2019 hatten wir dann wieder mal ein Klassentreffen in Welzheim, bei dem ich von meinem Fund (Bericht über Igor) berichtete. Dabei kam bereits die Idee (Schnapsidee?) auf, das nächste Klassentreffen in Montenegro zu machen.“

Wie es der Zufall so will, kam im Januar der Bericht in der Welzheimer Zeitung über die CMT, Montenegro und Igor Djurica und seine Partnerin Helga Haag. „Spontan bin ich am Samstag auf die CMT und habe dort nach 22 Jahren Igor wieder persönlich getroffen. Er hat kurze Zeit später wieder Kontakt aufgenommen und gefragt, wie spontan er denn wäre und hat ihn zusammen mit seiner Frau für April nach Montenegro eingeladen. Ein anderer Klassenkamerad hatte auch bereits übers Internet einen Aufenthalt gebucht, doch dann kam Corona und hat einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also wurde der Besuch auf das nächste Jahr (2021) verschoben.

Im Juni hat Igor Djurica erneut gefragt, ob sich Heiko Geng vorstellen könne, mit ihm im September ein Boot von Kroatien nach Montenegro zu überführen, eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lässt. Gesagt getan, ist er im September nach Kroatien geflogen und mit Igor und dem Boot nach Montenegro gefahren („ein traumhafter Trip“). Dort haben die beiden nochmals die Idee mit dem Klassentreffen in Montenegro im Detail diskutiert.

Aktuell ist Heiko Geng am Organisieren eines möglichen Termins für das Klassentreffen in Montenegro (je nachdem wie es mit Corona weitergeht, wird es Mai/Juni oder September/Oktober). „Wir haben acht Interessierte, die mitgehen würden.“

In der Schule gehörten die beiden zu einer sehr wilden Truppe

Heiko Geng erinnert sich: „In der Realschule waren wir eine sehr wilde Truppe. Hatten viel Spaß (vor allem während den Schullandheimaufenthalten und bei der obligatorischen Berlinfahrt). Igor war auch immer zu Scherzen aufgelegt und ein Schlitzohr weshalb wir des Öfteren länger in der Schule bleiben durften und auch die eine oder andere Strafarbeit erledigen mussten. Trotz allem hat uns das aber nicht geschadet, wie man heute sieht.“ Der Klassenlehrer war damals Martin Marciniak, auch ein Welzheimer Bürger.

Das Land Montenegro, aus dem ehemaligen Jugoslawien hervorgegangen, liegt an der südöstlichen Adriaküste zwischen Kroatien und Albanien. Auf einer Fläche von 14 000 Quadratkilometern gibt es mehr als 6000 Kilometer Wege zum Radfahren, Wandern, Mountainbiken und für Trekking. Naturliebhaber finden in den fünf Nationalparks eine vielfältige Tier- und Planzenwelt. Für Kulturfreunde lohnt sich ein Besuch der mittelalterlichen Städte und Klöster.

Corona hin, Corona her: Die beiden Welzheimer Igor Djurica (49) und Heiko Geng (48) lassen sich nicht unterkriegen und denken positiv. Für nächstes Jahr ist entweder im Frühjahr oder im Herbst ein Klassentreffen der ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Kastell-Realschule Welzheim in Montenegro geplant. Also nichts Alltägliches, sondern etwas Besonderes, das erklärt werden muss.

Igor Djurica stammt aus Welzheim, ist aber nach Montenegro gezogen. Im letzten Jahr war er Botschafter

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