Welzheim

Nach dem Warntag: Am Mittwoch, 16. September, testet Welzheim doch seine Sirenen

Sirene
Symbolbild. © Gabriel Habermann

Die Welzheimer Stadtverwaltung zieht zum Warntag ein erstes verhaltenes Resümee. Von 11 bis 11.20 Uhr wurde auf der städtischen Homepage der bundesweit einheitliche Warntext vorgeschaltet, und in den einschlägigen sozialen Netzwerken wurde ebenfalls gepostet. Sowohl die Abläufe als auch die Funktionen in Facebook, Instagram sowie bei der städtischen Homepage haben erwartungsgemäß funktioniert. Wenig überraschend habe man innerhalb einer kurzen Zeit nur einen Bruchteil der Reichweite der städtischen Medien erreicht.

Die bundesweite Warnung insbesondere über die Handy-App "Nina" scheint hingegen nicht funktioniert zu haben.

Stadt hält Praxis-Test bei Sirenen für sinnvoll

Für eine gewisse Unsicherheit habe im Vorfeld die Frage des Einsatzes von Sirenen gesorgt. Die untere Katastrophenschutzbehörde im Landratsamt Rems-Murr-Kreis habe als zuständige Stelle die Gemeinden darum gebeten, von einer Alarmierung per Sirene abzusehen, nachdem diese aktuell nur die Funktion der Feuerwehralarmierung haben.

Gerade angesichts der Ergebnisse des Warn-Tags ist der Praxistest einer Sirenen-Alarmierung aus Sicht der Verwaltung eine gute Idee. Damit könne einerseits die Bevölkerung den Effekt erfahren. Andererseits sei es dadurch möglich, die örtliche Reichweite zu ermitteln.

Deshalb werden am kommenden Mittwoch, 16. September, um 9 Uhr die vier Sirenen in Welzheim mit einem Feuerwehr-Probealarm ausgelöst. Diese befinden sich auf dem Rathaus, in Breitenfürst auf dem Alten Schulhaus, in Eberhardsweiler sowie in Langenberg. Die Sirene in Aichstrut ist aktuell wegen der Sanierung des Alten Schulhauses abgebaut. Auch diesen Probealarm wird die Stadt digital begleiten.

Stadt setzt dennoch weiter auf digitale Kanäle

Der Aufmerksamkeitseffekt einer Sirene kann aus Sicht der Verwaltung durch kein anderes Medium erreicht werden. Die große Schwäche der Sirenen sei andererseits, dass sie keine Informationen übermitteln. Die Frage, wie ein flächendeckendes Sirenennetz in Welzheim aussehen kann und welche Maßnahmen dafür notwendig sind, werde von der Stadtverwaltung nun in den nächsten Wochen ermittelt. Zu den fachlichen Fragen ist die Verwaltung mit Katastrophenschutz und Feuerwehr im Austausch.

Davon unabhängig bleibe es aber zentral, dass die digitalen Warnmedien zuverlässig funktionieren und weite Verbreitung finden. Der Warn-Tag, so die Verwaltung, ist im Ergebnis ein guter Impuls, um Bevölkerungsschutz und Gefahrenalarmierung wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken. Dabei sei die regelmäßige Einbeziehung der Bürgerschaft ein zentrales Thema.