Welzheim

Neue Ideen entwickeln

Unternehmertreff
Ist die Krise eine Chance für die Druckerei Würth? Foto: Gabriel Habermann © Gabriel Habermann

Die Druckerei Würth in Steinenberg existiert seit fast 70 Jahren. In der dritten Generation geführt, beschäftigt das Unternehmen aktuell 20 Mitarbeiter. Gerade das Druckerei- und Verlagswesen kann auf eine lange und für unsere Kultur wichtige Geschichte zurückblicken. Diese Branche ist seit Jahren einem Strukturwandel unterworfen. In Zeiten von Corona wird dieser noch erheblich verstärkt.

Wer Detlef Würth schon begegnet ist, weiß um seine positive ruhige Art, kennt den Geschäftsmann als eloquenten Gesprächspartner und kreativen Kopf. In diesen schwierigen Zeiten positive Energie zu behalten, gelingt nicht immer, keine Frage. „Auch uns in der Druck- und Verlagsbranche hat es hart getroffen. Mit Auftragseinbrüchen bis zu 90 Prozent!“, stellt Würth, Geschäftsführer und Inhaber von Würth Druck und Würth Verlag, ernüchternd fest. Anfang Juni lag der Auftragseingang bei rund 45 Prozent des Vorjahres. „Als kapitalintensive Branche mit hohen Fixkosten gilt es zunächst, die Liquidität zu sichern“, fügt er hinzu und ist dankbar für die rasch gewährten Kredite. Aber diese müssen in Zukunft auch bedient werden.

Onlineshop und Marketing werden verstärkt genutzt

Ausgebaut werden Themen wie individuelle Onlineshops, das Marketing wird verstärkt genutzt, Bestandskunden gepflegt und auch neue Kunden gesucht sowie die Kontakte intensiviert. Die Druckerei stellt unter anderem Verpackungen wie Banderolen, sogenannte Hangtags, die der Verbraucher etwa von aufgehängten Socken kennt, Etiketten und Werbeaufsteller her. Hochwertige Imagebroschüren und Kataloge gehören ebenfalls zum Produktportfolio. Im Sommer gibt es nach Kundenwünschen bedruckte Papierfächer und neuerdings sogar Masken aus Papier aus dem Hause Würth.

Kopfzerbrechen hat in Corona-Zeiten unter anderem die Produktion von sogenannten Schuljahresplanern, Ringheften, die die Schüler in zahlreichen Schulen der Region für ihre Hausaufgabennotizen nutzen, verursacht. Die individualisierten Inhalte waren einschließlich Kalendarien vorbereitet, aber kann die Produktion nun gestartet werden oder nicht? Es war die Planungsunsicherheit, die sicher viele von den Eltern und Schülern auch in der ein oder anderen Weise erlebt haben.

Grußkarten für die Senioren in den Heimen

Eine weitere Idee kam sehr gut an: Die „abgeschotteten“ Senioren in den Heimen der Umgebung wurden mit Grußkarten versorgt. Die Reaktionen darauf waren „herzerwärmend, und was gibt es für einen besseren Motivator als Dankbarkeit?“

„Die gesamtwirtschaftlichen Folgen der Krise sind noch gar nicht abzuschätzen und werden uns noch lange beschäftigen. Es wird sich jedoch vieles auch positiv verändern. Neue Arbeitszeitmodelle und -prozesse werden generiert, neue Dienstleistungen und Produkte entstehen. Auch Online-Meetings sind zur Normalität geworden“, resümiert Würth. Wie viele Bürger glaubt er, dass die Menschen wieder näher zusammenrücken, sich mehr auf die Gemeinschaft besinnen. Sicherlich ein Punkt, der vor allem den Vereinen und dem gesellschaftlichen Leben zugutekommt. „So wird aus der Krise eine Chance, für jeden und vieles“, hofft Würth inständig.

Info

Würth Druck ist seit drei Generationen in der Hand von Familie Würth. Mit rund 20 Mitarbeitern begleitet man die Kunden als vollstufiger Dienstleister durch den gesamten Druckprozess. Als Druckmanufaktur übernimmt man auch komplexe Print-Aufträge, bietet eine vertrauensvolle Betreuung an und ist Ansprechpartner für alle Leistungen rund um das Printprodukt von Beratung, Druckdatenkontrolle, Druck, Weiterverarbeitung und Veredelung über Konfektion und Kommissionierung. Würth Druck steht für Werte wie Verlässlichkeit, Sicherheit, Verbindlichkeit und Freundlichkeit. Diese Werte transportiert man täglich bei jedem Kundenkontakt und man ist stolz auf vertrauensvolle und dauerhafte Beziehungen.

Die Druckerei Würth in Steinenberg existiert seit fast 70 Jahren. In der dritten Generation geführt, beschäftigt das Unternehmen aktuell 20 Mitarbeiter. Gerade das Druckerei- und Verlagswesen kann auf eine lange und für unsere Kultur wichtige Geschichte zurückblicken. Diese Branche ist seit Jahren einem Strukturwandel unterworfen. In Zeiten von Corona wird dieser noch erheblich verstärkt.

Wer Detlef Würth schon begegnet ist, weiß um seine positive ruhige Art, kennt den Geschäftsmann

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