Welzheim

Neues E-Bike-Geschäft vit:bikes Welzheim eröffnet am 7. Januar: Was ist geboten?

vit:bikes
Jonathan Steinert in seinem neuen Geschäft mit einem E-Lastenrad des Herstellers Butchers & Bicycles. © Gabriel Habermann

Viele Leute schauen schon mal durch die Fenster, wollen sehen, was sich hier tut in den früheren Räumen des Küchenstudios Hörsch an der Industriestraße. Rund 100 Räder stehen dort bereit für die Kunden, wenn ein neues Geschäft am Samstag, 7. Januar, erstmals seine Türen öffnet. Da gibt es Cityräder, Trekkingräder, Räder mit tiefem Einstieg, Mountainbikes, alle als E-Bikes. Die sind der Schwerpunkt des neuen Geschäfts von Jonathan Steinert, das er als Lizenzpartner des Fahrradfachhandelsunternehmens vit:bikes betreibt im Sinne eines Franchise-Konzepts. Im neuen Welzheimer Geschäft findet man auch Kinderräder ohne E-Antrieb, Helme von Cratoni aus Rudersberg und viel Zubehör.

Durch einen 3D-Bodyscanner wird der Körper quasi vermessen

„Unser Konzept ist einfach die ganzheitliche Beratung“, sagt Jonathan Steinert. Kunden können einen Termin zur Beratung online buchen oder vor Ort ausmachen. Dann werden ihre Bedürfnisse erfragt, was sie mit dem E-Bike vorhaben, unternehmen möchten.

Nun kommt moderne Technik zum Einsatz: Durch einen 3D-Bodyscanner wird der Körper quasi vermessen. Die Körpergröße sowie die Schritt- und Armlänge sind dabei wichtige Daten. Anhand derer ermittelt ein Computer die passende Rahmenhöhe des Rads und macht Vorschläge von Herstellern, die ins System eingepflegt sind. Der Kunde kann entsprechend Probe fahren, gegebenenfalls wird nachjustiert.

Abhilfe, wenn das Handgelenk einschläft oder das Gesäß wehtut

Eine Sitzvermessung gibt es ebenfalls. „Das Ziel ist auch, dass der Kunde lange Freude hat“, so der 36-Jährige, der viel Wert auf die Ergonomie-Beratung legt. Anschließend lässt sich das Rad noch mit Sattel, Lenker, Griffen sowie unterschiedlichen Pedalen individuell ausstatten. Oder man kann nachträglich ein vorhandenes Rad so ergänzen. „Bei vielen Kunden ist es so, dass das Handgelenk einschläft“, nennt Steinert ein Problem. „Entweder ist die Position falsch oder es sind die falschen Griffe.“ Da kann er Abhilfe schaffen, ebenso, wenn das Gesäß wehtut wegen eines falschen Sattels.

"Wir reparieren Räder, die im Fachhandel gekauft wurden"

Darüber hinaus gehören auch Lasten-E-Bikes, Kinderanhänger und Zubehör wie Taschen, Körbe, Verschleißteile sowie Schlösser zum Angebot des neuen Geschäfts. Und: „Wir reparieren Räder, die im Fachhandel gekauft wurden“, ergänzt der Zweiradmechaniker-Meister. Auch Räder mit reinem Muskelantrieb.

"Von 3000 bis 10 000 Euro ist alles möglich"

Wer beim Stichwort Fahrradgeschäft an Kindertage und einen Laden mit Gummigeruch, langen Gängen und Metallregalen voller Kleinteile sowie Verkäufer im grauen Arbeitskittel denkt, der korrigiert sein Bild. Das neue Geschäft wirkt hell, weitläufig, schick, fast möchte man an ein Autohaus denken. Wo bewegen sich die E-Bikes preislich? „Von 3000 bis 10 000 Euro ist alles möglich“, ordnet der Chef ein, verweist aber auch auf einige Jahre, die so ein Rad gefahren wird. Eine Kundin nutze ihr Lasten-E-Bike sogar als Autoersatz, berichtet er.

Dass er einmal in die Fahrradbranche wollte, das wusste Jonathan Steinert bereits zeitig. „Mein Opa hatte in Schorndorf-Weiler eine Bäckerei.“ Daneben war ein Fahrradgeschäft. Und hätte es der Großvater auch gern gesehen, dass der Enkel Bäcker wird, ihn zog es zum Fahrradladen. „Ich wollte früh Zweiradmechaniker werden.“

Schrauben, Mobilität: „Das ist in mir drin“

In Schorndorf-Weiler hat Steinert gewohnt, aufgewachsen ist er in Althütte und lebt nun in Oberndorf, wo er ein Geschäft „Cars ‘n Bikes“ hat. Doch von vorn: Nach der Schule machte er eine Ausbildung bei einem Fahrradgeschäft in Backnang und sammelte dort Erfahrung. Dann wechselte er in die Industrie zu einem Automobilzulieferer, blieb aber hobbymäßig dem Rad treu, schraubte für sich privat. Und handelte mit Autos. „Ich habe einige Trabis mal gehabt, auch Porsche, ein bissle was Nicht-Alltägliches.“ Er hat mal mit ihnen gehandelt, sie gefahren und auch wieder verkauft. Schrauben, Mobilität: „Das ist in mir drin.“

In den Anfangszeiten seines Geschäfts vermietete und verkaufte Steinert Teslas und handelte mit Autos. In den vergangenen drei Jahren reparierte und verkaufte er ausschließlich Fahrräder und E-Bikes, und das hauptberuflich.

Das Unternehmen vit:bikes beobachtete der Mobilitätsfan schon länger über Youtube und die sozialen Medien. Das Konzept sprach ihn an, es wurde ein Lizenzsystem angeboten. „Von einem kleinen Laden zu wachsen auf so eine Größe, da hätte ich gern jemanden an der Seite, der Erfahrung hat und mich mit unterstützt.“

Die Geschäftsräume an der Industriestraße fand Steinert durch einen Tipp, machte sich im November 2021 ein Bild - und nahm gleich am nächsten Tag mit den Besitzern und vit:bikes Kontakt auf.

Alles klappte. Ein Innenarchitekt von vit:bikes kam, es wurde geplant, renoviert, geschafft. Der Unternehmer pendelte zwischen Oberndorf und Welzheim. „Und dann haben wir noch das zweite Kind bekommen im Dezember letzten Jahres“, erzählt er lächelnd.

Nun wird in Kürze das neue Geschäft eröffnet. Aufgeregt? „Ich hatte bisher noch gar keine Zeit, groß nervös zu sein“, meint Steinert. Vielmehr ist’s so: „Ich freue mich ehrlich, dass es endlich so weit ist.“

Viele Leute schauen schon mal durch die Fenster, wollen sehen, was sich hier tut in den früheren Räumen des Küchenstudios Hörsch an der Industriestraße. Rund 100 Räder stehen dort bereit für die Kunden, wenn ein neues Geschäft am Samstag, 7. Januar, erstmals seine Türen öffnet. Da gibt es Cityräder, Trekkingräder, Räder mit tiefem Einstieg, Mountainbikes, alle als E-Bikes. Die sind der Schwerpunkt des neuen Geschäfts von Jonathan Steinert, das er als Lizenzpartner des

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