Welzheim

Neues Feuerwehrauto kostet knapp eine halbe Million

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Nach 15 bis 18 Monaten Bauzeit wird das neue HLF 20 die Feuerwehr Welzheim im Einsatz unterstützen können. © privat
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Dieses Foto zeigt einen Vorführwagen, unter anderem mit MAN-Fahrgestell und Aufbau der Firma Rosenbauer. Das Fahrzeug für die Welzheimer Wehr wird erst noch gebaut, somit kann sich das HLF 20, das die Brandbekämpfer wohl erst 2019 erhalten, von dem obigen Modell etwas unterscheiden. © Rosenbauer International AG

Welzheim. Nach 31 Jahren soll das Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) durch ein neues Fahrzeug vom Typ Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF 20) ersetzt werden. Das HLF 20 rückt als erstes Löschfahrzeug aus und gewährleistet bei Einsätzen die Grundtätigkeiten. Es ist aufgrund seiner umfangreichen Beladung flexibel und sinnvoll sowohl bei Brandeinsätzen als auch bei Hilfeleistungseinsätzen, beispielsweise einem Verkehrsunfall, einsetzbar.

Die Anzahl der erforderlichen Sonderfahrzeuge kann somit sukzessive minimiert werden, teilte Reinhold Kasian von der Stadtverwaltung den Gemeinderäten mit. Da die Nachfrage derzeit höher sei als das Angebot, betrage die Bauzeit wohl 15 bis 18 Monate. Solange muss sich die Freiwillige Feuerwehr noch gedulden. Die Gesamtauftragssumme beläuft sich auf rund 451 000 Euro. Da derlei Feuerwehrfahrzeuge nicht einfach im Katalog bestellt werden, sondern von den jeweiligen Brandbekämpfern nach den jeweiligen Voraussetzungen und Möglichkeiten zusammengestellt werden, haben sich in den vergangenen Monaten einige Feuerwehrleute mit der Beschaffung dieses neuen flexiblen Fahrzeugs beschäftigt, erläuterte Kommandant Andreas Schneider.

Der HLF-20-Fahrzeugtyp ist eng mit dem Löschgruppenfahrzeug verwandt und wie dieses für eine Gruppe als Besatzung ausgelegt. Neun Personen sollen im neuen HLF 20 Platz finden, sprich eine Gruppenbesatzung. Wesentlicher Unterschied zum Löschgruppenfahrzeug ist die umfangreiche Ausrüstung für die technische Hilfeleistung. Insofern steht in der Feuerwehrwache bald ein Allrounder zur Verfügung. Ein Beschaffungsausschuss hatte im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung und einem Brandschutzberater intensiv geplant und geprüft, was das neue Fahrzeug für den Welzheimer Wald alles leisten und mitbringen muss. Infos wurden eingeholt, Vorführwagen angeschaut, Unterlagen ausgewertet und so entstand ein Leistungsverzeichnis.

Kasian: Man hat sich auf das Notwendige beschränken müssen

Nun entschied sich der Gemeinderat für ein MAN-Fahrgestell, für knapp 100 000 Euro. Die Firma Rosenbauer ist für den Aufbau zuständig, Kosten 215 000 Euro. Die Firma Barth übernimmt die Beladung, Kosten 128 000 Euro. Außerdem werden Hersteller-Garantien bei der Firma MAN zu 1600 Euro bei Rosenbauer zu rund 2600 Euro auf jeweils 48 Monate verlängert. Für unvorhergesehene Änderungen am Fahrzeug aufgrund von besseren und leistungsstärkeren Alternativen oder Norm- und Gesetzesänderungen während der Bauzeit, werden 4500 Euro eingeplant. Das Land gewährt einen Zuschuss in Höhe von 90 000 Euro.

„Alles, was aus sicherheitstechnischen Fragen berücksichtigt werden muss, wurde berücksichtigt“, hielt Kasian fest. Aber es gebe kein „nice to have.“ Man habe sich auf das Notwendige beschränken müssen.


Sehr detailliert

Die Feuerwehrleute haben genau überprüft, welche Schubladen, Auszüge, Halterungen, Gerätschaften, Schläuche, Rettungsgeräte et cetera im Fahrzeug an-, beziehungsweise untergebracht werden müssen.