Welzheim

Rocco Capurso: Edeka Welzheim soll einer der modernsten Märkte der Region werden

Capurso
Frische ist ihm wichtig: Rocco Capurso (links) in der Obst- und Gemüseabteilung des Welzheimer Edeka-Markts mit Verkäuferin Gabi Newman und dem Welzheimer Marktleiter Antonio Gugliotta. © Zuehr

Berge von Erde häufen sich hinter dem Edeka-Markt am Starenweg, ein Bagger arbeitet routiniert, ein Teil des bisherigen Getränkemarkts ist bereits abgerissen. „Da hat sich etwas getan“, sagt Rocco Capurso mit Blick auf das Baufeld.

Der Inhaber des renommierten, mehrfach ausgezeichneten Remstal-Markts Mack in Endersbach sowie des Marktkaufs in Schorndorf hatte zum 1. September den Edeka-Markt in Welzheim im Starenweg übernommen (wie berichtet). Und plant umfangreiche Verbesserungen und Modernisierungen.

Seit der Übernahme wurde keine Zeit verschwendet. Ende September erfolgte der Abriss der Hälfte des Getränkemarkts. Er ist bisher in einem separaten, nahe gelegenen Gebäude untergebracht. Die Bauarbeiten für den neuen Markt nehmen sichtbar Fahrt auf. Geplant ist, den Supermarkt und einen dann ganz neu errichteten Getränkemarkt miteinander zu verbinden. Die Verkaufsfläche wird sich dadurch von zurzeit knapp 1200 Quadratmetern auf zukünftig 1700 Quadratmeter vergrößern. Künftig wird es drei Eingänge für die Kunden geben.

Die Frischeabteilungen werden größer

Und auch im Inneren wird sich viel tun. Die Frischeabteilungen werden größer, es gibt dann eine Fischabteilung, auch etwas Gastronomie, das regionale und lokale Sortiment wird wesentlich ausgeweitet, zählt Rocco Capurso einige Verbesserungen auf. Das Innenleben des Markts wird moderner gestaltet. „Es wird schon einer der modernsten Märkte der Region“, kündigt der Unternehmer an. Kunden können künftig mit dem Handy einkaufen, es wird eine Selbstbezahlkasse geben, elektronische Regaletiketten sowie freies WLAN. Weitere technische Modernisierungen sind auch durch Photovoltaikanlagen geplant.

Für den Innenausbau geht Capurso von Kosten im mittleren siebenstelligen Bereich aus. „Da wird groß investiert in das Objekt, seitens des Vermieters und unsererseits“, sagte er unserer Zeitung im August.

Wie liegen die Arbeiten nun im Zeitplan? Hier hat Rocco Capurso ebenfalls gute Nachrichten. „So, wie es aussieht, können wir den Zeitplan einhalten.“ Gegen Ende 2023 ist vorgesehen, den Edeka-Markt vorübergehend zu schließen für den Um- und Innenausbau. Geplant ist, den Markt für die entsprechenden Arbeiten drei bis vier Monate ganz zu schließen, „vielleicht eher kürzer“. Die Mitarbeiter können in dieser Zeit Überstunden und Urlaub abbauen und werden in Capursos Märkten in Endersbach und Schorndorf arbeiten. Und dann soll alles fertig sein.

"Die Kunden freuen sich auf den neuen Markt"

Was sich derzeit schon am Edeka-Markt tut, wird aufmerksam verfolgt. „Die Kunden freuen sich auf den neuen Markt“, beobachtet Rocco Capurso. „Sie freuen sich, dass optisch auch was geht.“ Viel Zuspruch bekomme er, und viele Bewerbungen aus Welzheim. Sechs neue Mitarbeiter hat der Unternehmer bereits für den Supermarkt in der Limes-Stadt eingestellt, darunter zwei Auszubildende. Respekt zollt er zudem dem bestehenden Team. „Das ist auch eine tolle Mannschaft.“ Weitere Mitarbeiter sollen eingestellt werden. „Der Markt wird wesentlich größer und bedienungsintensiver.“

Regionale Lieferanten aufgenommen

Ins Sortiment wurden bereits regionale Lieferanten aufgenommen, etwa für Obst und Gemüse. Nach dem Umbau soll das noch vermehrt der Fall werden. Außerdem kann man im Welzheimer Edeka inzwischen auch ein eigenes Produkt des Supermarkt-Teams des Schorndorfer Marktkaufs kaufen: Gsälz, gemacht aus Beeren vom Vortag und abgefüllt in Gläser aus der Region.

Weinabteilung nun im Hauptmarkt

Darüber hinaus hat sich noch einiges, vielleicht weniger auf den ersten Blick Ersichtliches, getan. Aus dem derzeit verkleinerten Getränkemarkt ist die Weinabteilung ausgezogen in den Hauptmarkt. Die Leergutabteilung wurde im nun fehlenden Gebäudeteil ab- und dann neu wiederaufgebaut. Im Sortiment wurden die Elektrogeräte etwas zurückgenommen, ebenso Thermoskannen und anlassbezogene Kerzen, wobei Rocco Capurso betont: „Die Sachen des täglichen Bedarfs sind schon noch da.“ Insgesamt stellt er fest: „Es ist sehr viel improvisiert worden.“

"Die Leute sind sensibler geworden"

Inflation, verminderte Kaufkraft, wirtschaftliche Unsicherheit: Auch für den Handel sind’s keine einfachen Zeiten. Da macht sich der Fachmann natürlich auch seine Gedanken, zumal sich der Welzheimer Edeka-Markt in dichter Nachbarschaft zu Lidl und Aldi befindet. Die wirtschaftliche Entwicklung wirkt sich aus. „Die Leute sind sensibler geworden, verunsichert“, beobachtet der Experte. Er zieht seine Schlüsse: „Wir gehen verstärkt auf Angebote, ohne unsere DNA, Regionalität oder Nachhaltigkeit zu beschädigen.“ Und, ergänzt Capurso: „Biodiversität kommt auch dazu. Wir sind auch sehr biolastig aufgebaut.“

Berge von Erde häufen sich hinter dem Edeka-Markt am Starenweg, ein Bagger arbeitet routiniert, ein Teil des bisherigen Getränkemarkts ist bereits abgerissen. „Da hat sich etwas getan“, sagt Rocco Capurso mit Blick auf das Baufeld.

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Der Inhaber des renommierten, mehrfach ausgezeichneten Remstal-Markts Mack in Endersbach sowie des Marktkaufs in Schorndorf hatte zum 1. September den Edeka-Markt in Welzheim im Starenweg übernommen (wie berichtet). Und plant umfangreiche

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