Welzheim

Was der Welzheimer Gastronom Thomas Linzmair für die Minigolfanlage plant

Minigolf
Thomas Linzmair an der Welzheimer Minigolfanlage: Der Pächter und Gastronom will die jahrzehntealte Freizeitstätte im Stadtpark erneuern. © ALEXANDRA PALMIZI

Hier ist gut sein: Unter alten Bäumen, die Schatten spenden, beim sanften Klackklack der Golfbälle, mit Blick auf den Römer-Spielplatz und den Stadtpark, dazu ein Eis am Stiel: Die Minigolfanlage am Tannwald bietet idyllische Aussichten.

Doch ist das Freizeitareal im Grünen in die Jahre gekommen, etwas zugewachsen, der Charme indes, auch wenn er derzeit noch bröckelt, erschließt sich auf den ersten Blick. Bald soll die Welzheimer Institution allerdings aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt werden, sagt Pächter Thomas Linzmair. Denn um eine solche handelt es sich: Die Minigolfanlage gibt es seit Jahrzehnten. Linzmair, auch Gastronom des nahe gelegenen Biergartens am Tannwald, weiß: „Viele Mitarbeiter haben als Kinder hier gespielt.“

Besonders beliebt bei Familien mit Kindern

Er hat die Minigolfanlage vor sechs Jahren vom Vorgänger gekauft und das Areal von der Stadt gepachtet. Bis zum vergangenen Jahr wurden hier Bälle geschlagen, coronabedingt schließlich mit weniger Besuchern, Abstand und Hygienemaßnahmen.

Besonders gern kamen stets Familien mit Kindern, dazu gesellten sich ein paar treue Fans, die’s beim Spiel auf den 18 Bahnen genau wissen wollten.

Bahnen sind derzeit nicht mehr nutzbar 

Für 1,50 Euro und zwei Euro konnten Groß und Klein den Schläger schwingen, sich an Bahnen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad und Hindernissen versuchen und ihre Ergebnisse auf Karten notieren. Für die gibt es sogar Blechständer zur Ablage. Auch ein Gruß aus der Vergangenheit: die Aschenbecher auf Ständern. An einem schönen Sonntag waren zeitgleich fast alle Bahnen der Anlage belegt, erinnert sich Thomas Linzmair.

Nachdem jedoch die Umsätze in jüngerer Zeit immer mehr zurückgegangen sind, trug sich der Pächter mit dem Gedanken, das in die Jahre gekommene Ensemble zu erneuern. Die Bahnen sind derzeit nicht mehr nutzbar, ergänzt Linzmair.

Bagger rückt an, neue Bahnen kommen, Pavillon wird renoviert

So wird im Laufe des Jahres ein Bagger anrücken und die Bahnen herausreißen. Die Wege werden eingeebnet, der Pavillon wird renoviert.

Bei den alten Bahnen sind die Fundamente kaputt, „das kannst du nicht mehr richten“, stellt Linzmair fest. Die neuen Bahnen werden künftig auf Füßen auf dem Gras stehen, ein Fundamentstein sorgt darunter für Stabilität. Die Wege werden mit Trittsteinen versehen.

Rund 25 000 Euro werden in die Anlage investiert 

Die „Frischzellenkur“ bringt mit sich, dass die Minigolfanlage in diesem Jahr nicht mehr öffnen wird. Die Arbeiten wären im September fertiggestellt worden, „da lasse ich es lieber für nächstes Jahr“.

Für die Erneuerung der Bahnen hat sich Thomas Linzmair zu Modellen und Herstellern informiert. Der Markt ist nicht groß, die Preise unterscheiden sich aber erheblich, je nach Modell und Anforderungen. Wer will, kann sich eine fluoreszierende Anlage für den nächtlichen Spielbetrieb anschaffen. Thomas Linzmair setzt auf die bewährten Modelle und ein ansprechendes Erscheinungsbild. Bei einem tschechischen Anbieter wurde er fündig. Alles in allem investiert er rund 25 000 Euro in die Anlage.

Investitionsentscheidung: "Ich hab' mir's lange überlegt"

Nur wenige Gastronomen werden solche Investitionen nach den vergangenen schweren Monaten einfach durchwinken können. „Ich hab’ mir’s lange überlegt“, sagt auch Thomas Linzmair. Für ihn spielte in die Entscheidung hinein, dass es sich bei der Minigolfanlage um eine Welzheimer Tradition, ja eine Institution handelt, die wieder belebt wird, und dass das Areal dann wieder richtig genutzt werden kann. Wenn alles klappt, soll es im nächsten Jahr, „ich hoffe mal März“, so weit sein.

Noch ein Grund mag zur Entscheidung beigetragen haben. „Wir werden auch ned jünger“, sagt Thomas Linzmair, der im November den 60. Geburtstag feiert. Wenn er den Biergarten mal eines Tages nicht mehr betreiben will, dann wäre die Minigolfanlage ein geselliger (Arbeits-)Platz im Ruhestand, erzählt er mit einem Augenzwinkern. „So in 2030“, sagt Linzmair und lacht.

Hier ist gut sein: Unter alten Bäumen, die Schatten spenden, beim sanften Klackklack der Golfbälle, mit Blick auf den Römer-Spielplatz und den Stadtpark, dazu ein Eis am Stiel: Die Minigolfanlage am Tannwald bietet idyllische Aussichten.

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Doch ist das Freizeitareal im Grünen in die Jahre gekommen, etwas zugewachsen, der Charme indes, auch wenn er derzeit noch bröckelt, erschließt sich auf den ersten Blick. Bald soll die Welzheimer Institution allerdings aus ihrem

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