Welzheim

Welzheim: Ausflugstipps für Feiertagsmüde von Naturparkführer Walter Hieber

Hieber Ropbachsee
Naturparkführer Walter Hieber am Ropbachsee, der am Premiumweg Römerwald gelegen ist. © Gabriel Habermann

Es durfte noch ein Stück Christstollen sein. Der Braten war wunderbar, die Desserts sowieso. Und es war ja nicht nur das Essen. An den Weihnachtsfeiertagen sitzt und schläft es sich gemütlich länger, und mitunter merkt man selbst: Man wird etwas träge.

Doch Walter Hieber, Naturparkführer, Waldgesundheitstrainer und Stressfachberater, verrät Ausflugstipps, Ziele, an denen es Spaß macht, die Natur zu erkunden und sich zu bewegen. „An Weihnachten ist es oft auch so, dass Familienstress aufkommt. Bewegung ist die beste Methode, um die Stresshormone wieder loszuwerden.“ Da ist Rausgehen angesagt, mit Kindern sowieso.

„Feenklänge“ auf dem Premiumweg Römerwald

Zum Beispiel auf den Premiumweg Römerwald in Welzheim. Der führt am Ropbachsee vorbei, gibt Einblick in die römische Geschichte, führt unterhalb eines Kastells entlang und an einem Wachturmrest vorbei, Mammutbäume und zwei naturnahe Bachläufe lassen sich entdecken. Sowie „Feenklänge“: Unterwegs finden sich zwei Klangliegen. Mit Blick vom Waldrand kann man schaukeln, die Klangspiele sind eingebaut. Hört man die, ist man gleich animiert, sich zu bewegen. „Feentafeln“ bieten Erklärungen zu interessanten Stellen entlang des Wegs, unten auch auf Kinderaugenhöhe für kleine Besucher, mitunter verbunden mit einem Spielvorschlag.

Der Premiumweg Römerwald beginnt am Parkplatz Mammutbäume am Stadtpark. Dort steht eine Portaltafel, von dort aus ist der Weg gut ausgeschildert. Man folgt den violetten Feenschildern und kommt schließlich wieder am Startpunkt an. Der Spazierwanderweg ist 5,6 Kilometer lang und eben. „Mit einem geländegängigen Kinderwagen kann man es wagen“, sagt Walter Hieber. Es ist unterwegs auch mal holprig. Der Weg ist bei Frost begehbar. Wenn der Boden gefroren und rutschig ist, braucht man aber passendes Schuhwerk, darauf weist der Profi hin.

Tipp zwei: ein Ausflug ins landschaftlich reizvolle Edenbachtal. Starten kann man zum Beispiel in Breitenfürst am Wassertretbecken an der Bahnlinie (aus Richtung Schorndorf geht es vor dem Bahnübergang nach links, man fährt etwa 300 Meter). Die Streckenwanderung führt zwei- bis zweieinhalb Kilometer abwärts vom Edenbachtal in die Laufenmühle. Sportliche gehen die Strecke auf dem Rückweg wieder hoch. Weniger Ambitionierte informieren sich vorher über die Busverbindung. Der Weg zur Laufenmühle ist ausgeschildert. Man kann dem Mühlenwanderweg mit Runde drei folgen oder ein Stück vom Drei-Schluchten-Weg gehen. Bei Frost, Schnee und Eis sollte man auf diesen Ausflug vorsichtshalber verzichten.

Wie klingt ein Stein-Xylofon? Das lässt sich auf dem Erlebnispfad herausfinden

Der nächste Tipp führt auf den Geo-Erlebnispfad. Was kann man mit welchem Stein machen? Woher hat der Stubensandstein seinen Namen? Wie klingt ein Stein-Xylofon? Das lässt sich auf dem Erlebnispfad herausfinden, und auch mehr über die Bedeutung der Geologie im Leben und in der Geschichte. Der Rundweg ist 6,5 Kilometer lang und startet am Parkplatz Laufenmühle. Dort gibt es auch einen Pavillon mit Wanderkarten. Steht man auf dem Parkplatz und hat das Viadukt in etwa im Rücken, führt der Weg links am Wald nach oben. Hohe Holzsäulen zeigen, wo es langgeht, und haben oben einen Stein als Wegzeichen. Nach 100 Metern den Berg hinauf geht es links ins Edenbachtal und geradeaus zum Geo-Erlebnispfad. Familien sind mit Erleben und Vesper etwa drei Stunden unterwegs, schätzt Walter Hieber. Kurz vor Schluss führt der Weg in die Wieslaufschlucht, an der Klingenmühle vorbei und wieder hinauf. Die Wieslaufschlucht hat zum Teil recht steile Passagen. Die Wege sind tonhaltig und können viel Wasser aufnehmen. Rutschfeste Schuhe sind ratsam. Bei Eis, Schnee und Frost sollte man zur Sicherheit besser ein anderes Ausflugsziel wählen. Für Kinderwagen eignet sich der Pfad nicht.

Tipp Nummer vier lockt nach Gschwend auf den Tännli-Walderlebnispfad. Hier gibt es eine Kugelbahn sowie Spiel- und Erlebnisstationen, sagt Walter Hieber. An zehn Stationen lässt sich die Natur auf spielerische Weise entdecken und erleben. Der Tännli-Walderlebnispfad lässt sich auch mit kleineren Kindern begehen, er eignet sich für Kinderwagen und ist bei Winterwetter nutzbar, so Walter Hieber. Der Rundweg ist 1,5 Kilometer lang und beginnt am Badsee.

So weit einige Tipps. Aber: „Man muss auch ohne einen vorgefertigten Weg etwas machen können“, findet der Fachmann. Zum Beispiel einen Sonnenaufgang erleben beim Parkplatz an der Sternwarte. „Da kann man hochlaufen.“ Die Sonne geht derzeit gegen 8 Uhr, 8.15 Uhr auf. Das Areal ist flach, weit oben und man hat eine gute Fernsicht.

Oder mal ein Feuer machen und grillen, wenn es Schnee hat oder richtig kalt ist, und zwar an einer ausgewiesenen Feuerstelle im Freien. Eine solche findet sich zum Beispiel am Steinbruch beim Parkplatz Laufenmühle. Vom Parkplatz aus, das Viadukt etwa im Rücken, geht man rechts den Weg in Richtung Rudersberg und gelangt rasch zu einem größeren Steinbruch. Dort gibt es einen Grill- und Spielplatz, so Hieber. Zu beachten ist: Nur an ausgewiesenen Feuerstellen darf man Feuer machen und man muss es vollständig löschen.

Es durfte noch ein Stück Christstollen sein. Der Braten war wunderbar, die Desserts sowieso. Und es war ja nicht nur das Essen. An den Weihnachtsfeiertagen sitzt und schläft es sich gemütlich länger, und mitunter merkt man selbst: Man wird etwas träge.

Doch Walter Hieber, Naturparkführer, Waldgesundheitstrainer und Stressfachberater, verrät Ausflugstipps, Ziele, an denen es Spaß macht, die Natur zu erkunden und sich zu bewegen. „An Weihnachten ist es oft auch so, dass Familienstress

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