Welzheim

Welzheim: Was mit der Flößerfigur am Viadukt bei der Laufenmühle geschehen ist

Waldbahn Kauffenmuhle Dampfzug
Unser Archivfoto zeigt die alte Flößerfigur am Viadukt. © Gabriel Habermann

Zurück zur Natur: Wer in diesen letzten Ferientagen dem Rousseau zugeschriebenen Motto gefolgt ist, hat mitunter festgestellt: Da ist man nicht allein. Auf dem Parkplatz am Viadukt bei der Laufenmühle etwa reihten sich Autos aus dem ganzen Umland aneinander. Und weiterschlendernd mit Blick auf die hohen Brückenbögen stellt man fest: Es fehlt doch einer. Der Flößer nämlich, der malerisch nahe dem Viadukt mit seinem Floß stand und an die Flößerhistorie erinnert hat. Ist’s der Fachkräftemangel, der ihn quasi hinweggeschwemmt hat, auf zu neuen Ufern?

Alte Flößerfigur aus Fichtenholz war in sich zusammengefallen

Doch nein, Daniela Doberschütz, zuständig für die Pressearbeit in der Christopherus-Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Laufenmühle, weiß mehr und hat gute Neuigkeiten: „Es kommt ein neuer.“ Die alte Flößerfigur aus Fichtenholz war in sich zusammengefallen und wurde im Frühjahr abgebaut. Der Künstler Hansjörg Palm aus Freiburg verarbeitet Holz, das gefällt werden muss. Sehr viele Holzplastiken im Areal der Laufenmühle stammen von ihm. Und er arbeitet bereits an einer neuen Flößerfigur. Ein Happy End also in diesem „Vermisstenfall“.

Löwenmaske ist gestohlen worden

Ein solches steht noch aus für eine andere beliebte Holzarbeit. Die Löwenmaske, die an der Station „Konferenz der Tiere“ im Erfahrungsfeld der Sinne zu finden war, ist nämlich gestohlen worden, berichtet Daniela Doberschütz.

Das ist bereits ein paar Monate her. In Facebook und Instagram hat die Einrichtung einen Aufruf veröffentlicht, ob jemand die Löwenmaske, übrigens eine Arbeit des freischaffenden Künstlers Johannes Hepp, gesehen hat. Das erbrachte viel Entrüstung, Kummer und gute Wünsche. Die Löwenmaske aber bleibt verschwunden. „Wir wollten die Diskussion anstoßen, wie geht man mit Kunst um und mit Dingen im öffentlichen Raum und Eigentum“, sagt Daniela Doberschütz.

Löwenmaske kann gern auch anonym zurückgebracht werden

War es Jux, Dollerei oder steckte die Absicht dahinter, die Maske zu verkaufen? „Wir wissen es nicht.“ Doch noch ist es nicht zu spät für ein gutes Ende. Die Löwenmaske kann gern auch anonym zurückgebracht werden, so Daniela Doberschütz. „Da wäre einfach die Freude das Überwiegende.“

Nicht nur Familien kommen, sondern auch Kollegen, Teams und Firmen 

Freude macht natürlich ein Besuch im Erfahrungsfeld der Sinne allemal. Nicht nur Kindern, auch Eltern und Großeltern. Doch nicht nur Familien kommen derzeit hierher, sondern auch Kollegen, Teams und Firmen. Der Wunsch ist nicht nur, im Sinne eines Betriebsausflugs zu kommen, sondern auch thematisch zu arbeiten. Es stehen einige Themen an: sich wieder neu begegnen nach intensivem Home-Office und Bildschirmzeiten, Gruppen arbeiten daran, wie Führung und Zusammenarbeit funktionieren, wenn man nicht mehr in Hierarchien arbeitet, Teams prüfen sich, ob sie sich gemeinsam selbstständig machen können, schildert Daniela Doberschütz einige Beispiele. „Es sind ganz spannende Fragen, auf die wir in Vorgesprächen eingehen, ob wir mit unseren Mitteln, Fragen, die Erlebnispädagogen stellen, Prozesse bei den Gästen in Gang bringen können“, so Doberschütz. Auf Fragen des Wirs, des Miteinanders, werde im Programmheft verstärkt abgezielt. Themen, die uns sicher begleiten werden.

Zurück zur Natur: Wer in diesen letzten Ferientagen dem Rousseau zugeschriebenen Motto gefolgt ist, hat mitunter festgestellt: Da ist man nicht allein. Auf dem Parkplatz am Viadukt bei der Laufenmühle etwa reihten sich Autos aus dem ganzen Umland aneinander. Und weiterschlendernd mit Blick auf die hohen Brückenbögen stellt man fest: Es fehlt doch einer. Der Flößer nämlich, der malerisch nahe dem Viadukt mit seinem Floß stand und an die Flößerhistorie erinnert hat. Ist’s der Fachkräftemangel,

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