Welzheim

Welzheimer Feuerwehrübung im Limeshof: Schwach- sowie Gefahrenstellen erkennen

Brandschutzübung
Es ist wichtig, zusammen mit den Bewohnern im Welzheimer Limeshof das Verhalten bei Feuer einzuüben und mögliche Schwach- sowie Gefahrenstellen zu erkennen. © Benjamin Büttner

Dicker Rauch ballte sich am Montagabend im Eingangsbereich und Treppenhaus des Hauses B im Limeshof der Nikolauspflege, zog vom Erdgeschoss über den ersten bis hinauf in den zweiten Stock und löste einen Rauchmelder aus, der sein quäkendes Geheul durch das ganze Gebäude schickte und dessen Bewohner ebenso wie das Personal aufschreckte.

Bis dahin war es eigentlich ein Bilderbuchfeierabend in der Hundsberger Straße: Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, ein leichter Windhauch sorgte für angenehm erfrischende Frühlingstemperaturen. Die sich ausbreitende Ruhe wurde allenfalls durch das eine oder andere Auto oder Motorrad unterbrochen, die auf der Friedrich-Bauer-Straße an Welzheim vorbeipreschten und die Radfahrer alt aussehen ließen, die um diese Zeit ebenfalls noch unterwegs waren.

Achtung Alarm: Zum Glück nur eine Brandschutzübung

Und dann kam der Alarm - zum Glück nur eine Brandschutzübung. Seit der letzten, erklärte Hausherr und Bereichsleiter Thorsten Iwata, seien coronabedingt mittlerweile fast drei Jahre vergangen, also höchste Zeit, eine neue anzusetzen und sowohl das halbe Dutzend Betreuer wie auch die 33 Bewohner des Hauses damit zu überraschen. Alle Betreuer seien als Brandschutzhelfer geschult, ergänzte Brandschutzbeauftragter Juan Luis Palomino Medina, jeder kenne eigentlich seine Aufgaben und seine Funktion, die er in dieser Situation zu erfüllen habe.

Im Normalfall, so Iwata, stehe einmal im Jahr eine derartige Übung an. Deren Zweck bestehe darin, zusammen mit den Bewohnern das Verhalten bei Feuer einzuüben und mögliche Schwach- sowie Gefahrenstellen zu erkennen, damit sie anschließend ausgemerzt werden könnten. Wenn jeder wisse, wie er sich im Ernstfall verhalten müsse und wo sein Platz sei, dann gebe dies Sicherheit und trage dazu bei, dass keine Verwirrung oder gar Panik aufkommen. Diese Sicherheit sei für die Hausbewohner umso wichtiger, die nicht nur blind sind, sondern auch noch ein weiteres Handicap wie beispielsweise eine eingeschränkte Bewegungsfähigkeit aufweisen.

Gut organisiert und keine Hektik sind wichtige Kriterien im Brandfall

An diesem Abend konnten Iwata und Palomino Medina mit ihren Klienten diesbezüglich rundum zufrieden sein! Kaum dass der Alarm ausgelöst worden war, begaben sich die Hausbewohner entweder zur Sitzecke um den Brunnen oder auf einen der rückwärtigen Balkone oder Terrassen. Sie erwiesen sich dabei als überlegt, gut organisiert und ließen auch keinerlei Hektik aufkommen, obwohl einige von ihnen unter der Dusche überrascht und aus ihrem gewohnten Tagesablauf abrupt herausgerissen worden waren.

Einzelne Schwachstellen, merkte Iwata selbstkritisch an, gelte es noch zu besprechen und aufzuarbeiten, aber solche Details zu entdecken sei ja schließlich Sinn und Zweck einer derartigen Übung. Das Augenmerk, ergänzte er, sei dabei nicht nur auf das von dem Alarm betroffene Haus gerichtet, sondern auch auf die benachbarten Häuser, deren Bewohner und Betreuer indirekt ja auch betroffen seien.

Um eine „reine Routineübung“ handle es sich für die Welzheimer Feuerwehr, erklärte Zugführer Thomas Simon, schließlich kenne man die Örtlichkeiten sehr gut von Übungen der vergangenen Jahre, nicht zuletzt auch aufgrund der häufigen Fehlalarme, zu denen man in den Limeshof ausrücken müsse. Nach vier Minuten sei man im Limeshof vorgefahren, habe in der Brandmeldezentrale den Ausgangspunkt des Alarms lokalisiert, sich anhand der Laufkarte in der Anlage orientiert, sei dann ins Haus B vorgedrungen, habe dort alle Türen geöffnet und die Räumlichkeiten kontrolliert. Eine Person, die sich noch in ihrem Zimmer aufgehalten habe, wurde auf einen rauchfreien Balkon gebracht.

Währenddessen stand auch schon eine Schlauchleitung, die an den Unterflurhydranten vor dem Haupttor angeschlossen war. Da fehlte eigentlich nur noch das Feuer, doch das vermisste eigentlich niemand wirklich.

Dicker Rauch ballte sich am Montagabend im Eingangsbereich und Treppenhaus des Hauses B im Limeshof der Nikolauspflege, zog vom Erdgeschoss über den ersten bis hinauf in den zweiten Stock und löste einen Rauchmelder aus, der sein quäkendes Geheul durch das ganze Gebäude schickte und dessen Bewohner ebenso wie das Personal aufschreckte.

Bis dahin war es eigentlich ein Bilderbuchfeierabend in der Hundsberger Straße: Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, ein leichter Windhauch sorgte

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