Welzheim

Weniger Einsätze und Mitglieder: Feuerwehr Welzheim zieht ihre Corona-Bilanz

Feuerwehr
Symbolfoto. © ZVW/Gaby Schneider

Die Corona-Pandemie hat Spuren bei der Freiwilligen Feuerwehr in Welzheim hinterlassen. Das zeigt sich in der Jahresbilanz, die Kommandant Jürgen Krauß jüngst bei der Hauptversammlung präsentierte.

Denn außer den Einsatz- und Übungsdiensten war 2021 wegen der strengen Hygienevorschriften „im kameradschaftlichen Bereich nicht viel los“, so Krauß.

Im Einsatz war die Feuerwehr im vergangenen Jahr insgesamt 60-mal. Das sind fast 27 Einsätze weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019. Insgesamt mussten 18 Menschen aus lebensbedrohlichen Lagen befreit werden. In Summe kam der Kommandant dabei auf 22 Einsätze zur Brandbekämpfung und 34 Einsätze zur technischen Hilfeleistung. Zwölf Einsätze waren zur Überlandhilfe in Alfdorf, Althütte, Kaisersbach, Plüderhausen und Rudersberg. Hinzu kamen insgesamt 49 Übungstermine im Jahr 2021.

Feuerwehr will verstärkt um Mitglieder werben

Dabei wies er auf folgendes Problem hin: Die allermeisten Einsätze fanden zwischen 6 und 18 Uhr statt, also zu einer Zeit, in der viele Einsatzkräfte gar nicht vor Ort sind, da sie nicht in Welzheim arbeiten. „Die Tagesverfügbarkeit ist weiterhin ein sehr wichtiges Thema“, so Krauß. Aktuell belaufe sich diese auf 25 Personen. „Deshalb ist auch die Mitgliederwerbung in 2022 ein Fokusthema. „Die Herausforderung in den nächsten Jahren wird sein, die Anzahl der Einsatzkräfte, die tagsüber verfügbar sind, zu halten beziehungsweise zu erhöhen.“

Hinzu komme, dass die Feuerwehr dieses Jahr bereits acht Austritte zu verzeichnen hatte. Demgegenüber stünden zwar drei Neumitglieder, doch mit 76 Personen in der Einsatzabteilung hat sich die Zahl der Kräfte im Vergleich zum Vorjahr verringert. „Deshalb mein Aufruf an euch alle, schaut euch im Freundes-, Bekannten-, Kollegen- und Familienkreis um und macht Werbung für unsere coole Truppe“, so der Kommandant bei der Hauptversammlung.

Großes Engagement für Flutopfer im Ahrtal

In seinem Bericht blickte Krauß zudem auf das durch die Flutkatastrophe im Ahrtal geprägte Jahr zurück. Mitte Juli habe er den Auftrag erhalten, innerhalb von zweieinhalb Stunden ein Team in das Hochwassergebiet nach Rheinland-Pfalz zu entsenden. „Es war überwältigend, wie viele von euch bereit gewesen wären, innerhalb kürzester Zeit ins Hochwassergebiet abzurücken. Ich hatte an diesem Abend ein Luxusproblem und musste Kameraden sogar absagen. Das unterstreicht, was für eine super Truppe wir sind.“

Bürgermeister Thomas Bernlöhr erinnerte in seinem Grußwort daran, dass viel passiert sei seit der letzten Hauptversammlung: vom Social-Media-Auftritt der Feuerwehr über die beschlossene Feuerwehrbedarfsplanung 2021 bis zu den Vorbereitungen für eine Notstromversorgung des Feuerwehrhauses.

„Das Thema Warninfrastruktur und Sirenen scheint mir in der Öffentlichkeit manchmal etwas überspitzt diskutiert zu werden, aber auch dort sind wir dran.“ Die Feuerwehr-Oldtimergruppe sei mittlerweile in einem eigenen Förderverein organisiert. Bernlöhr sprach den Kameraden dann noch „ein großes Kompliment fürs Durchhalten während der Durststrecke der Pandemie“ und „im Namen der gesamten Bürgerschaft unseren herzlichen Dank für eure Bereitschaft als Feuerlöscher und Lebensretter“ aus.

Beförderungen und Ehrungen bei den Feuerwehrleuten

Im Rahmen der Versammlung wurden folgende Kameraden geehrt:

  • Für 15 Jahre aktiven Feuerwehrdienst: Sven Häfner, Michael Klooz, Felix Lieb
  • Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst: Nicolai Jaschkewitz

Folgende Feuerwehrleute wurden befördert:

  • Zum Feuerwehrmann oder zur -frau: Carola Bannert, Tamara Beccard, Hanna Vogel, Florian Hespeler, Lukas Höfer, Silas Müller
  • Zum Oberfeuerwehrmann oder zur -frau: Lea Aileen Dieterich, Stefanie Saul, Nils Müller, Lukas Bauer, Robin Martin, Armin Mößner
  • Zum Hauptfeuerwehrmann oder zur -frau: Silke Müller, Michael Klooz, Felix Lieb, Rainer Eisenmann
  • Zum Löschmeister: Swen Martin
  • Zum Oberlöschmeister: Heiko Brecht, Kai Braunschmid
  • Zum Brandmeister: Fabian Ofschenka
  • Zum Oberbrandmeister: Andreas Schneider

Die Corona-Pandemie hat Spuren bei der Freiwilligen Feuerwehr in Welzheim hinterlassen. Das zeigt sich in der Jahresbilanz, die Kommandant Jürgen Krauß jüngst bei der Hauptversammlung präsentierte.

Denn außer den Einsatz- und Übungsdiensten war 2021 wegen der strengen Hygienevorschriften „im kameradschaftlichen Bereich nicht viel los“, so Krauß.

Im Einsatz war die Feuerwehr im vergangenen Jahr insgesamt 60-mal. Das sind fast 27 Einsätze weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019.

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