Welzheim

Wie war es beim 36. Welzheimer Triathlon?

1/3
TriaWE21D
Zeitversetzte Starts: Während die zweite Startgruppe gerade losschwimmt, warten die restlichen Athleten im Hintergrund auf ihren Aufruf. © Ralph Steinemann Pressefoto
2/3
TriaWE21I
Nach der Fahrradstrecke wartete ein Sieben-Kilometer-Lauf. © Ralph Steinemann Pressefoto
3/3
TriaWE21F
Vom Wasser des Aichstruter Stausees ging es direkt weiter in die Wechselzone aufs Fahrrad. © Ralph Steinemann Pressefoto

Bestes Wetter, schwitzende Athleten und zahlreiche begeisterte Zuschauer. Der 36. Welzheimer Triathlon war nicht nur einer der ersten offiziellen Wettkämpfe nach den Öffnungen in der Corona-Pandemie, sondern auch ein rundum erfolgreiches Event, wie Veranstalter Jochen Schultheiß am Samstag mitteilt. Die Freude bei den Athleten, endlich wieder an einem richtigen Sport-Event teilnehmen zu können, war riesig.

Abstandsregeln machen auch vor dem Triathlon keinen Halt

Bereits am frühen Samstagmorgen war rund um den Aichstruter Stausee einiges los. Nicht nur das Organisationsteam des TSF Welzheim war zugange, sondern auch viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ab 7.30 Uhr konnte sich nämlich jeder kostenlos auf dem Parkplatz auf Corona testen lassen. Denn ein negativer und tagesaktueller Schnelltest war die Voraussetzung, um überhaupt an den Start gehen zu dürfen. Dasselbe galt für zweifach geimpfte oder nachweislich genesene Sportlerinnen und Sportler.

Und nicht nur die Teilnahme an sich unterstand gewissen Vorschriften. Durch die geltenden AHA-Regeln waren Verpflegungsstationen an der Strecke sowie ein Catering im Start-Zielbereich diesmal nicht möglich. Ebenso gab es das Wettkampfbüro, bei dem sich die Teilnehmer ihre Startunterlagen abholen mussten, nur in einer abgespeckten Version. Die Zuschauerinnen und Zuschauer durften sich außerdem nicht im abgesperrten Bereich der Start- und Zielzonen aufhalten.

Doch das schreckte die Athletinnen und Athleten augenscheinlich nicht ab. Etwas weniger als 500 Sportler machten sich gegen 10 Uhr bei bestem Wetter bereit für den Start - eine Rekordanmeldezahl. Mit von der Partie waren auch die 27 Triathlonteams der Landesliga Nord der baden-württembergischen Triathlonliga.

Jochen Schultheiß von den veranstaltenden TSF Welzheim musste etlichen Athleten, die nach Meldeschluss noch um einen Startplatz „gebettelt“ hätten, sogar Absagen erteilen. Derart begehrt war die Veranstaltung.

Damit sich die Triathleten an die geltenden Abstandsregeln halten konnten, starteten sie im Fünf-Minuten-Takt in kleinen Gruppen. Der berüchtigte Massenstart, der bei den meisten Triathlons bei Zuschauern als Highlight gilt, musste also ausfallen. Einmal im Wasser angekommen, mussten die Teilnehmer dann eine Strecke von 600 Metern hinter sich bringen, ehe es über eine Wechselzone auf das Fahrrad ging. Auf die 27 Kilometer auf zwei Rädern folgte zum Schluss noch eine knackige Laufstrecke von sieben Kilometern.

Jochen Schultheiß zieht ein positives Fazit

Die Stimmung bei den Zuschauern war ausgelassen, auch wenn man durch den zeitversetzten Start keinen Überblick über das Feld behalten konnte. Trotzdem vergnügten sich die Leute rund um den Stausee bestens: Teilweise auf Picknickdecken und mit ihren Handykameras bewaffnet wurde der Wettkampf verfolgt und den vorbeirauschenden Männern und Frauen zugejubelt.

Die Sportlerinnen und Sportler jedenfalls waren froh, dass sie ihrem Hobby endlich wieder wettkampfmäßig nachgehen konnten. Denn gerade im Triathlon kann man seine besten Erfahrungen eigentlich nur im Wettkampf sammeln. Im Training hingegen wird die Sportart selten richtig, also ohne Unterbrechungen zwischen den Disziplinen, ausgeübt.

Teilnehmer Oskar Klein vom VfL Waiblingen bezeichnet den Triathlon kurz nach seinem Zieleinlauf als ein „überragendes Event“. Er sei froh, dass endlich mal wieder ein Triathlon vor seiner Haustüre stattgefunden hat. Bislang musste er nämlich immer weite Wege fahren, um seinem Hobby nachgehen zu können, erklärte er. Dass unter bestimmten Voraussetzungen endlich wieder Zuschauer vor Ort sein konnten, hat dem Athleten nach eigener Aussage einen zusätzlichen Motivationsschub gegeben.

Dass dieses mittlerweile ungewohnte Ambiente beflügelt, bestätigt auch Teilnehmer Philipp Müller: „Das war ein super Event und das trotz der Beschränkungen in der Coronazeit.“ Er lobte auch das Durchhaltevermögen der Veranstalter, die ihm seinen ersten Wettkampf seit eineinhalb Jahren ermöglicht haben.

Veranstalter Jochen Schultheiß zog kurz nach dem Wettkampf ein positives Fazit: „Das war super. Wir hatten gutes Wetter und die Leute sind überglücklich.“ Schwere Verletzungen sind seiner Kenntnis nach ausgeblieben, sagt er. Lediglich das Zeitmessungssystem habe bis kurz vor dem Start Probleme gemacht. „Aber das haben wir hingekriegt“.

Die Corona-Regeln wurden laut Jochen Schultheiß sowohl von den Sportlerinnen und Sportlern als auch vom Publikum gut eingehalten. Der einzige Wermutstropfen bleibt die ausgefallene Siegerehrung. Denn durch die unterschiedlichen Startzeiten wusste niemand so recht, „wo er tatsächlich gelandet ist“. Den Gesamtsieg sicherte sich am Ende Kai Dahlhaus vom VfL Waiblingen. Erste Frau wurde die vereinslos angetretene Alina Würth.

Bestes Wetter, schwitzende Athleten und zahlreiche begeisterte Zuschauer. Der 36. Welzheimer Triathlon war nicht nur einer der ersten offiziellen Wettkämpfe nach den Öffnungen in der Corona-Pandemie, sondern auch ein rundum erfolgreiches Event, wie Veranstalter Jochen Schultheiß am Samstag mitteilt. Die Freude bei den Athleten, endlich wieder an einem richtigen Sport-Event teilnehmen zu können, war riesig.

Abstandsregeln machen auch vor dem Triathlon keinen Halt

Bereits am

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper