Welzheim

Workshops zur Zukunft des Schwäbischen Waldes: Bürger können mitgestalten

Rathaus Welzheim foto Zuern
Auch Projekte aus Welzheim könnten gefördert werden. Archivfoto. © Zürn

Unter dem Motto „Starke Wurzeln, starke Menschen“ startet die Region Schwäbischer Wald den Beteiligungsprozess zur Neubewerbung als Leader-Kulisse. Vier Workshops bieten Menschen der Region die Gelegenheit zum Mitreden und Mitgestalten.

Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung am 10. März startet die Region nun in die aktive Beteiligungsphase. Bei Leader spielt der Bottom-up-Ansatz eine wichtige Rolle: „Die Menschen der Region kennen die Stärken und Schwächen ihrer Heimat am besten. Daher soll dieses wertvolle Wissen im Erarbeitungsprozess des neuen Regionalentwicklungsplans genutzt werden“, so die Vorsitzende Annette Ehle. Was läuft gut in der Region? Wo sind Herausforderungen, die man lösen muss? Wer ist schon dran an den Themen und möchte Ideen umsetzen?

In vier Workshops werden Handlungsfelder regionaler Entwicklung diskutiert. Los geht’s am Mittwoch, 20. April, mit dem Thema „Generationengerechte Gemeindeentwicklung“.

Dabei geht es um das Zusammenleben in ländlichen Siedlungen. Es soll diskutiert werden, wie es mit der Nahversorgung, ärztlicher Versorgung oder der Mobilität in Kommunen des Schwäbischen Waldes aussieht oder wie gut die Dörfer auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet sind. Eine wichtige Frage ist, wie Treffpunkte und ein vitales Dorfleben gestaltet werden können, um sozialen Zusammenhalt und Barrierefreiheit zu stärken. Kurzum: Was braucht es, damit alle Bevölkerungs- und Altersgruppen weiter eine hohe Lebensqualität auf dem Land genießen können?

Weitere Workshops finden zu den Themen Tourismus, Naherholung und Kultur, lokales und digitales Wirtschaften und Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft statt.

Thema generationengerechte Gemeindeentwicklung in Eschach

Der Verein Regionalentwicklung Schwäbischer Wald ruft die Menschen der Region auf, die Chance zu nutzen und die Zukunft im Schwäbischen Wald mitzugestalten. Interessierte können sich für die Workshops bei Regionalmanagerin Andrea Bofinger (E-Mail: a.bofinger.leader@murrhardt.de) bis drei Tage vor der Veranstaltung anmelden. Infos zur Region, zur Neubewerbung und zu Mitmachmöglichkeiten sind auf www.leader-schwaebischerwald.de zu finden.

Das Thema generationengerechte Gemeindeentwicklung wird am 20. April von 18 bis 19.30 Uhr in der Gemeindehalle in Eschach, Reuzenbrunnenweg 2, aufgegriffen.

Themen Tourismus, Naherholung und Kultur in Oberrot

Tourismus, Naherholung und Kultur stehen am Donnerstag, 21. April, von 18 bis 19.30 Uhr im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr in Oberrot, Schulstraße 19, im Mittelpunkt.

Auch hier möchte die Region in Kooperation mit dem Naturpark Verbesserungsmöglichkeiten und Projektansätze diskutieren, die das Angebot noch vielfältiger machen könnten. Es geht zum Beispiel darum, die Entwicklung hin zu einem „sanften“ Tourismus zu unterstützen, Barrierefreiheit zu fördern und Freizeitangebote für alle Bevölkerungsgruppen auszubauen. Welche aktuellen Herausforderungen gibt es im Bereich Beherbergung und Gastronomie? Wie können Akteure im Kulturbereich gezielt unterstützt werden?

Um lokales und digitales Wirtschaften geht es in Wüstenrot

Um lokales und digitales Wirtschaften geht es am 4. Mai von 18 bis 19.30 Uhr in der Burgfriedenhalle in Wüstenrot, Öhringer Straße 80. Bei dem Workshop dreht sich alles um wirtschaftliche Themen. Wie kann man die Wirtschaft mit all ihren Branchen stärken, Arbeitsplätze für die Bevölkerung erhalten und Gründungswilligen unter die Arme greifen? Außerdem geht es um Herausforderungen wie Fachkräftemangel, die berufliche Integration Zugewanderter und Nachwuchsgewinnung. Welche Ideen gibt es in der Region, wenn es darum geht, Neues auszuprobieren? Können Ansätze wie Co-Working-Spaces eine Lösung sein?

Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft heißen die Themen in Murrhardt

Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft heißen die Themen am 25. Mai von 18 bis 19.30 Uhr in der Festhalle Murrhardt, Helmut-Götz-Straße 3. An diesem Termin soll sich mit der Frage beschäftigt werden, wie man natürliche Ressourcen nutzen und schützen kann. Insbesondere geht es um den Ausbau regionaler und nachhaltiger Wertschöpfungsketten, zum Beispiel im Bereich Kulinarik, und wie Verbraucher angesprochen und aufgeklärt werden können. Wie kann man Biodiversität in der Region stärken und das wirtschaftliche Potenzial nutzen? Welche zukunftsträchtigen Ansätze, zum Beispiel im Bereich Wasserstoffnutzung, gibt es? Die Menschen im Schwäbischen Wald sind tief mit ihrer Heimat und der Natur verwurzelt, wie kann man eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen sicherstellen?

Strategien zur Stärkung der Region

Zum Hintergrund: Die Zukunft des Schwäbischen Waldes an der Wurzel packen, das Ziel hat sich die lokale Aktionsgruppe Regionalentwicklung Schwäbischer Wald gesetzt. Seit 2015 unterstützt der Verein mit Hilfe der EU-Förderung Leader unter anderem Kommunen, Unternehmen, Direktvermarkter und Vereine der Region. Um auch in der Förderphase 2023 bis 2027 dabei zu sein, wird ein neues regionales Entwicklungskonzept erarbeitet. Es dient im Falle eines Zuschlags ab 2023 als strategischer Fahrplan für den Förderzeitraum. Darin werden Strategien zur Stärkung der Region erarbeitet und Förderschwerpunkte gesetzt. Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, könnten erneut zwischen 2,3 und 2,8 Millionen Euro an EU-Fördergeldern zuzüglich weiterer Bundes- und Landesmittel in den Schwäbischen Wald fließen.

Die Leader-Kulisse Schwäbischer Wald ist das Herzstück des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald. 31 Kommunen aus vier Landkreisen sind in der neuen Kulisse vereint. Im Rems-Murr-Kreis sind dies Alfdorf, Althütte, Auenwald, Großerlach, Kaisersbach, Rudersberg, Spiegelberg, Sulzbach/Murr, Murrhardt und Welzheim.

Unter dem Motto „Starke Wurzeln, starke Menschen“ startet die Region Schwäbischer Wald den Beteiligungsprozess zur Neubewerbung als Leader-Kulisse. Vier Workshops bieten Menschen der Region die Gelegenheit zum Mitreden und Mitgestalten.

Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung am 10. März startet die Region nun in die aktive Beteiligungsphase. Bei Leader spielt der Bottom-up-Ansatz eine wichtige Rolle: „Die Menschen der Region kennen die Stärken und Schwächen ihrer Heimat am

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