Welzheim

Zirkus Montreal gastiert in Welzheim: Was die Zuschauer erleben

Circus Montreal
Die Familie Köllner (hier Gabriele Köllner) gastiert noch bis einschließlich Sonntag, 28. August, mit ihrem „Circus Montreal“ auf dem Bolzplatz im Gewerbegebiet in Welzheim. © Gabriel Habermann

Die Tierschützer muss der Familienzirkus Montreal nicht fürchten. Erstens geht es den rund 30 Tieren sehr gut, außerdem leben dort keine Wildtiere. Angst gemacht hat der Familie Köllner aber die Corona-Zeit, die sie dank der Unterstützung vieler Menschen überstanden hat. Der kleine Zirkus hat in dieser Zeit Unterschlupf gefunden auf dem alten Bolzplatz beim Freizeitzentrum am Ortsrand der Gemeinde Großerlach. Bürgermeister Christoph Jäger hatte dem Zirkus die Pachtgebühr erlassen, gab es doch in dieser Zeit keine Auftritte und keine Einnahmen.

Die Tiere mussten mit Futterspenden ernährt werden

In den Genuss staatlicher Zuschüsse kam der Zirkus nicht. Das Gewerbe ist in Bayern gemeldet, weil die Köllners dort herstammen, die meisten Auftrittsorte liegen aber in Baden-Württemberg: Das ist wohl ein Problem gewesen. Die Eltern und ihre drei erwachsenen Kinder bekamen zum Glück Hartz-IV-Zahlungen. Mit dem Geld kam die Familie einigermaßen über die Runden. Aber die Tiere waren auf Futterspenden angewiesen.

Der Bolzplatz ist sehr gut für den Zirkus geeignet

Auch in Welzheim wird die Zirkusfamilie mit offenen Armen aufgenommen. Gabriele Köllner ist voll des Lobes über das Entgegenkommen der Stadtverwaltung. Das sei nicht überall so. Der zugewiesene Platz ist sehr gut geeignet für den Zirkus und bietet genügend Freiflächen für die Tiere. Lamas, Ponys, Ziegen und Enten fühlen sich hier wohl. Die Pferde grasen mit den Ponys auf der Freifläche und finden trotz der Trockenheit etwas zum Futtern.

Die nächste Generation steht für den weiteren Betrieb schon bereit

Gabriele Köllner (57) und ihr Mann Andreas (55) blicken nach der längsten Pause, die der Zirkus durch Corona hatte, wieder positiv in die Zukunft. Die Kinder Michelle (20), Samantha (32) und André (25) stemmen die Arbeit und die Aufführungen gemeinsam. Hinzu gekommen ist die Schwiegertochter Jannin (23) mit der Enkelin Verena (ein Jahr alt). Deshalb sind die Aussichten gut, dass die nächste Generation den Zirkusbetrieb weiterführt.

Der Zirkus Montreal hat eine lange Geschichte und besteht schon seit vielen Generationen, so viele, dass Gabriele Köllner sie spontan gar nicht mehr benennen kann. „Die Anfänge gehen auf das Jahr 18?? zurück“, erzählt sie.

Das Programm dauert rund eineinhalb Stunden

In dem eineinhalbstündigen Programm gibt es Pferdedressuren mit englischen Welschponys und Dressuren mit Shetlandponys, Artistik, eine Tempojonglage, Akrobatik mit dem Reifen am Ringtrapez und eine Taubendressur für Kleintierliebhaber. Die Clowns Peppo und Pepino strapazieren die Lachmuskeln der Zuschauer.

„Unsere Tiere werden artgerecht gehalten und haben es gut bei uns. Wir haben bewusst auf Wildtiere verzichtet.“ Bei der Tierschau und beim Ponyreiten können die Kinder die Tiere näher kennenlernen und streicheln.

Oma und Opa können dann dazu das passende Foto fürs Familienalbum machen.

Trotz gestiegener Kosten wurden die Eintrittspreise nicht erhöht.

Die Eintrittspreise wurden seit vielen Jahren nicht erhöht

„Wir sind ein Familienzirkus und machen das Programm vor allem für Familien, deshalb wollen wir auch nicht mehr Eintritt verlangen“, betont Gabriele Köllner.

Versucht wird, an anderer Stelle zu sparen, zum Beispiel an den Spritkosten. „Wir bleiben jetzt zwei Wochenenden an einem Standort und ziehen nicht mehr jede Woche um.“ In einer Umgebung von rund 100 Kilometern hat der Familienzirkus seine Auftrittsorte.

Weitere Gastspielorte in den Berglen und in Rudersberg-Schlechtbach

Nach Welzheim geht es weiter in die Berglen, wo der Zirkus vom 1. bis 11. September am Erlenhof bei der Gärtnerei Bühner seine Zelte aufschlägt.

Vom 19. bis 25. September gastiert die Zirkusfamilie beim Sportgelände in Rudersberg-Schlechtbach.

Die Tierschützer muss der Familienzirkus Montreal nicht fürchten. Erstens geht es den rund 30 Tieren sehr gut, außerdem leben dort keine Wildtiere. Angst gemacht hat der Familie Köllner aber die Corona-Zeit, die sie dank der Unterstützung vieler Menschen überstanden hat. Der kleine Zirkus hat in dieser Zeit Unterschlupf gefunden auf dem alten Bolzplatz beim Freizeitzentrum am Ortsrand der Gemeinde Großerlach. Bürgermeister Christoph Jäger hatte dem Zirkus die Pachtgebühr erlassen, gab es

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