Winnenden

Ärger mit dem Winnender Rathaustelefon: Man kommt einfach nicht durch

Telefonstörung
Anruf bei der Stadt: Manchmal geht’s schief. © Adobestock/ajr_images

Das Rathaus-Telefon frustriert Bürger. Sie rufen an, es tutet viermal, es kommt total entspannte Schubbidubbi-Elektromusik, dann machts wieder piep ... piepiepiep und so weiter. Auch nach zwei Minuten kommt man nicht zu einem Menschen durch und das Telefondisplay zeigt die Empfehlung „Bitte auflegen“. ALi-Stadträtin Rahel Dangel findet, dass es so nicht sein soll: „Unter 13-0 sollte man schnell jemanden erreichen.“ OB Holzwarth gibt zu: „Wir haben technische Probleme, und die haben wir noch nicht im Griff.“

Die Kapazität der Telefonanlage muss ausgeweitet werden

Es liegt überhaupt nicht am Personal. Sehr wohl sitzt zu Geschäftszeiten immer jemand in der Zentrale. Auch die anderen Telefone sind zum Großteil besetzt. Das Problem ist, dass immer wieder Anrufe überhaupt nicht durchkommen, nicht einmal zur Telefonzentrale. Am Dienstag in der Gemeinderatssitzung versicherte OB Holzwarth, dass die Fehlerursachen bekannt seien und dass die Telekom den Auftrag hat, die Kapazität der Anlage auszuweiten. Mitte Juni soll das Telefonieren wieder deutlich besser funktionieren als jetzt.

Am besten geht die Kontaktaufnahme zurzeit per E-Mail

Bis dahin hilft dem Bürger nur ein Umweg über E-Mails: Schickt man eine Mail an die Stadt und bittet um einen Rückruf, kommt man meist in Kontakt. Auch OB Holzwarth empfahl dies, und Rahel Dangel bestätigte: „Ich hab’s dann auch mit E-Mail probiert, und damit hat’s funktioniert. Aber es hat nicht jeder E-Mail.“ Mancher ältere Mensch möchte seine Auskünfte und seine Termine per Telefon bekommen, was ja jahrelang gut funktioniert hat. Warum soll das jetzt nicht mehr möglich sein?

Warum Corona das Telefonieren mit der Stadt schwierig macht

Die Stadt hat seit Jahren 60 Telefonleitungen nach draußen, und die haben immer gereicht. Aber jetzt ist Coronazeit. Viele Rathaus-Mitarbeiter müssen oder dürfen zu Hause arbeiten im Home-Office. Damit sie erreichbar bleiben, legen sie eine Rufumleitung vom Rathaustelefon auf ihr privates Telefon. „Durch die Heimarbeit werden viele Leitungen dauerhaft durch Rufumleitungen blockiert“, sagt Markus Menrath, der Chef der Computer- und Telefontechnik der Stadt. Das ist jetzt schon seit Monaten so, und die Stadt hat zunächst versucht, mit schnellen Lösungen die Engpässe zu umgehen, hat Diensthandys ausgegeben, damit nicht jeder eine Rufumleitung braucht, und hat noch eine andere Entlastung der eigenen Anlage versucht. Aber alles zusammen reichte nicht aus.

Die Bagger haben schon Gräben für neue Leitungen gezogen

Deshalb beschloss die Stadtverwaltung, die Leitungskapazität zu erhöhen. Sie verhandelte mit der Telekom, und einigte sich mit ihr darauf, dass sie Glasfaserleitungen bekommt. Die hat die Stadt zwar schon für ihre Datenleitungen fürs Internet, aber noch nicht fürs Telefon. Vor einigen Wochen rückten die Bagger von Leonhard Weiß an, zogen Gräben beim Rathaus, und Arbeiter verlegten die neuen Kabel. Die müssen jetzt noch angeschlossen und die ganze Telefonanlage muss auf die neuen Kabelkapazitäten umgestellt werden. Markus Menrath sagt: „Mitte Juni werden wir so weit sein.“ Die Stadt wird 180 Telefonleitungen haben anstatt der bisherigen 60. Das dürfte das Telefonieren wesentlich beschleunigen.

Bürger können hoffen, dass sie dann wieder ohne Piep, piep, piep und ohne vergnügt hüpfende Schubbidubbi-Musik zu ihrem Rathaus-Bediensteten durchkommen.

Das Rathaus-Telefon frustriert Bürger. Sie rufen an, es tutet viermal, es kommt total entspannte Schubbidubbi-Elektromusik, dann machts wieder piep ... piepiepiep und so weiter. Auch nach zwei Minuten kommt man nicht zu einem Menschen durch und das Telefondisplay zeigt die Empfehlung „Bitte auflegen“. ALi-Stadträtin Rahel Dangel findet, dass es so nicht sein soll: „Unter 13-0 sollte man schnell jemanden erreichen.“ OB Holzwarth gibt zu: „Wir haben technische Probleme, und die haben wir noch

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