Winnenden

250 Jahre alte Linde zerstört

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Erneut haben Unbekannte einen Brandanschlag auf die 250 Jahre alte Linde bei der Schlosskirche verübt. © Alexander Roth

Winnenden. Kirchenbesucher standen am Sonntag vor einer Wegsperre vor dem Haupteingang der Schlosskirche. Grund: Die große, alte Linde an der Westseite der Schlosskirche mit der imposanten Jakobsweg-Beschilderung ist am Samstagabend in Brand geraten. Das Feuer hat den Baum so geschädigt, dass er nicht mehr sicher stehen kann.

Der Schwelbrand im schon länger hohlen Baumstamm, war wahrscheinlich eine mutwillige Brandstiftung, wie Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth in einer Pressemitteilung schreibt. Dieser ungewöhnliche Brand im Baum war zwar nach fast zwei Stunden endlich mit Wasser gelöscht, aber es hat das Schicksal des Baumes dennoch besiegelt.

Die Feuerwehr unter Leitung von Kommandant Kai-Benedikt Feess kam zur Einschätzung, dass der rund 250 Jahre alte Baum durch die umfangreichen Brandfolgen voraussichtlich nicht mehr stabil sein könnte und bei Windlast sowohl auf Fußgänger auf dem angrenzenden Fußweg als auch eventuell auf den Westgiebel der Schlosskirche fallen könnte. Immerhin waren rund 70 Prozent des inneren Stammvolumens vom Brandschaden betroffen.

Einsturzgefahr

Noch in der Nacht zum Sonntag wurde OB Holzwarth herbeirufen, der gemeinsam mit der Feuerwehr unter großem Bedauern entschied, den einsturzgefährdeten Baum wenigstens um seine Hauptäste fürs erste zu entlasten, was aber das Ende des Baumes bedeutet. Die Vertreter des Baumeigentümers Evangelische Kirchengemeinde wurden telefonisch verständigt.

Die Fällung des Stammes soll in dieser Woche erfolgen, so lange bleibt der Fußweg an der Schlosskirche zwischen Nebeneingang und Zipfelbach aus Sicherheitsgründen für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Die Schlosskirche ist aber weiter über den Nebeneingang auf der Stadtseite zugänglich.