Winnenden

50 neue Wohnungen in Winnenden: Millionen-Bau als „wichtige soziale Aufgabe“

wi-vertrag
Kooperieren im Schelmenholz (v.l): Ulrich Blümke (Stadtbauamt), Bürgermeister Norbert Sailer, Bauunternehmer Björn Riker und Architekt Sebastian Rommel. © Franziska Götz / Stadt Winnenden

Zwischen Krankenhaus-Kreisel und Schelmenholz, in der „Körnle-Erweiterung“, sollen bis Ende 2024 eine neue, viergruppige Kita und 50 Wohnungen entstehen, 44 davon sozial gefördert. Die Remshaldener Firma Riker Wohnbau und Immobilien GmbH setzt das Projekt im Auftrag der Stadt Winnenden um. Am Donnerstagnachmittag ist der entsprechende Vertrag unterzeichnet worden.

Gesamtkosten: 23,8 Millionen Euro

Kommenden Dienstag (18 Uhr) schon muss der Winnender Gemeinderat, der im Mai grünes Licht für das Projekt gegeben hat, dann überplanmäßigen Ausgaben zustimmen: Die Kostenfortschreibung geht mittlerweile von 23,8 Millionen Euro aus – das sind 600 000 Euro mehr, als bisher bereitgestellt. Es handelt sich dabei überwiegend um Mehrkosten und Honorare für den städtebaulichen Wettbewerb und die Projektplanung, bei der sich die Stadt von der Firma KVL Bauconsult Stuttgart GmbH unterstützen lässt.

Die Firma Riker hatte sich in besagtem Wettbewerb mit ihrem Entwurf für das sechsstöckige Wohnhaus und ein separates Kita-Gebäude durchgesetzt und im Mai den Zuschlag erhalten.

Der Generalübernehmer wird die Planung jetzt weiterentwickeln. Ende 2022 oder Anfang 2023 soll der Bauantrag eingereicht werden. Baubeginn ist also aller Voraussicht nach frühestens im Frühjahr 2023. Vertraglich festgelegt ist, dass die Wohnungen bis Ende 2024 bezugsfertig sein sollen. Sie gehen dann schlüsselfertig ins Eigentum des Eigenbetriebs Stadtbau über, der als Vermieter fungiert. Die Kita fällt an die Stadt Winnenden, die sie auch betreiben wird.

Bürgermeister Sailer: "Da stehe ich voll dahinter"

„Eine Investition in die Zukunft an einem optimalen Standort“ nennt Baubürgermeister Norbert Sailer das Millionenprojekt, das „in dieser Größenordnung schon ein Statement“ sei. Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sei „das Gebot der Stunde“ für Kommunen, „da stehe ich voll dahinter, das ist eine wichtige soziale Aufgabe“. In Winnenden herrsche schließlich ein „riesiger Wohnungsmangel“, dem das Projekt entgegenwirke. Hinzu kommt: Gerade in Zeiten der Krise und wirtschaftlichen Unsicherheit dürfe sich die öffentliche Hand nicht aus solchen Projekten zurückziehen, so Norbert Sailer. Auch die große Mehrheit des Gemeinderats sehe das glücklicherweise so.

Stadt trägt Risiko für Preissteigerungen

Bei der Vertragsunterzeichnung am Donnerstagmittag waren Architekt Sebastian Rommel, Bauunternehmer Björn Riker, Bürgermeister Norbert Sailer und Ulrich Blümke anwesend, der das Projekt für das Stadtbauamt Winnenden begleitet. In dem Vertrag ist unter anderem festgehalten, dass die Stadt für mögliche Materialpreissteigerungen das Risiko trägt.

Die hohe finanzielle Sicherheit in der Zusammenarbeit mit einer Kommune ist einer der Gründe, warum das Projekt für Björn Riker interessant ist. Neben dem großen Volumen des Bauvorhabens, der exponierten Lage und dem Komfort, es nur für einen Abnehmer, die Stadt Winnenden, zu bauen, freut sich der Bauunternehmer auf die Herausforderung, mehrere Nutzungen auf einem Grundstück zu vereinen: Seine Firma sei insbesondere im Wohnungsbau beschlagen, Architekt Rommel habe Erfahrung im Bau von Kitas. Zu „mischen“, das sei in Zukunft angesichts knapper Flächen ebenso wichtig, wie in die Höhe zu bauen.

Zwischen Krankenhaus-Kreisel und Schelmenholz, in der „Körnle-Erweiterung“, sollen bis Ende 2024 eine neue, viergruppige Kita und 50 Wohnungen entstehen, 44 davon sozial gefördert. Die Remshaldener Firma Riker Wohnbau und Immobilien GmbH setzt das Projekt im Auftrag der Stadt Winnenden um. Am Donnerstagnachmittag ist der entsprechende Vertrag unterzeichnet worden.

Gesamtkosten: 23,8 Millionen Euro

Kommenden Dienstag (18 Uhr) schon muss der Winnender Gemeinderat, der im Mai

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper