Winnenden

„Alles, was ich mache, ist besonders“: Designerin Marilda Philipp eröffnet Mode-Atelier in Winnenden

Mode Atelier Marilda Philipp Marktstraße Winnenden
Marilda Philipp in ihrem Atelier in der Winnender Marktstraße. © Gaby Schneider

Blumen, Schleifen, Farben – davon gibt es in Marilda Philipps Atelier reichlich. Vergangenen Freitag hat die Brasilianerin ihr Mode-Atelier in der Marktstraße 34 eröffnet, über dem Mildenberger-Café. Zuvor kreierte sie die Teile ihrer Marke „Karioka“ in Stuttgart Gablenberg, jetzt hat es sie nach Winnenden verschlagen. Bei individueller Beratung können Frauen dort von nun an besondere Kleidungsstücke erwerben.

Marilda Philipp ist gespannt, was in Winnenden auf sie zukommt

Bei der gut besuchten Eröffnungsfeier am vergangenen Freitag hat Marilda Philipps in einem „Showroom“ ihre Kreationen vorgeführt. Modeinteressierte Frauen sind bei Kaffee und Sekt zusammengekommen, um die außergewöhnlichen Teile zu betrachten.

Marilda Philipp ist in Brasilien geboren, hat einige Zeit in den USA gelebt und ist Anfang der 80er Jahre nach Deutschland gekommen. Sie hat bereits zehn Jahre lang einen Laden in Stuttgart betrieben. Gemeinsam mit einer Freundin verkaufte die Modeschöpferin ihre Kleider in einer Boutique im Osten. Angefangen hat sie mit Schuhen, schnell kamen aber ihre selbst kreierten Kleidungsstücke dazu. In Stuttgart wurde ihr nach den Folgen der Corona-Krise auch die Miete zu teuer und Marilda Philipp entschloss sich, in eine neue Richtung zu gehen. „Mal schauen, wie es in Winnenden laufen wird“, sagt sie zu ihrem Neustart in der Marktstraße.

Vieles muss in ihrem Atelier noch fertiggestellt werden, darum wird sie vorerst auch nur donnerstags bis samstags geöffnet haben. Man könne aber immer einen Termin auf Nachfrage ausmachen, sagt die Ladenbesitzerin: 0172/7 42 73 06.

Spielerisch, farbenfroh und individuell – so beschreibt sie ihre eigene Mode

Inspiriert von der Mode in ihrer Heimat Brasilien, entwirft und schneidert Marilda Philipp jedes ihrer Stücke selbst. Ihre Stoffe bezieht sie aus dem Ausland, oder von großen Designern. Ein Stoffmuster, das sie uns zeigt, ist von Dolce&Gabbana. Sie reist jedes Jahr in ihre Heimatstadt Rio de Janeiro und kehrt mit jeder Menge neuer Ideen und neuer Stoffe zurück. Doch auch in anderen Modemetropolen wie Mailand ist sie häufig unterwegs. Ihre Kreationen sind, wie sie es selbst beschreibt, „spielerisch, farbenfroh und individuell“.

Kein Kleidungsstück gibt es bei ihr zweimal. „Ich will nicht, dass meine Kundinnen auf die Straße gehen und eine andere Frau dasselbe Kleid trägt“, erklärt die Designerin. Individualität ist ihr bei den Kleidern und Röcken besonders wichtig. Gefällt jemandem ein Kleidungsstück von „Karioka“, aber es ist nicht in der passenden Größe da, schafft Marilda Philipps etwas Vergleichbares – aber nie dasselbe.

Normalerweise entwirft sie Klamotten bis zu den Größen 42 oder 44. Nach Wunsch näht sie die Stücke aber auch in weiteren Größen. Genäht hat sie schon seit ihrer Kindheit. Auf einer Schule in Rio de Janeiro lernte sie dann genauer, wie man mit Stoffen und Schnittmustern umgeht. Irgendwann nähte sie alle ihre Kleider selbst.

Sie macht alles selbst – Stoffe aussuchen, nähen, Buchhaltung

Die Designerin wurde vor vielen Jahren im Urlaub auf ihre Kleider angesprochen, wie sie erzählt. Zunächst belieferte sie nur andere Boutiquen mit ihren Kreationen. Schließlich fand sie dann aber den Weg in die Selbstständigkeit. Heute macht sie alles selbst - vom Stoffeaussuchen übers Nähen bis hin zur Buchhaltung.

Ihre Kundinnen seien hauptsächlich aus dem künstlerischen Bereich, erzählt Marilda Philipp. Wer ihre Kreationen tragen will, muss selbstbewusst sein. „Die Frauen in meiner Heimat sind sehr selbstbewusst und haben Mut, was Mode angeht“, sagt die Designerin. „Da in Brasilien das ganze Jahr lang Sommer ist, tragen die Leute bunte Kleidung“, erklärt sie. Darum seien ihre Kleider ebenfalls sehr farbenfroh.

Vor allem ihre Sommerkollektion weist viele verschiedene Farben und Muster auf. An ihrer Herbst- und Winterkollektion arbeitet die Designerin momentan auch schon. „Die würde ich gerne auf einer Modenschau in einem Weingut vorführen“, sagt Marilda Philipps.

Einmal im Monat will sie eine Besichtigung veranstalten

Sie plant zudem, einmal im Monat eine Besichtigung des Ateliers zu veranstalten. Bei einem Sektempfang möchte sie ihren Kundinnen dann die neusten Entwürfe präsentieren. Während die Designerin sich im Sommer eher auf Kleider und Röcke konzentriert hat, wird das Augenmerk in der Winterkollektion auf Pullis und Jacken liegen. Bei dem Entwerfen von Kleidung achte sie besonders darauf, dass die Teile ihr selbst gefallen. „Ich möchte, dass die Leute sich in meinen Sachen wohlfühlen und zufrieden sind“, sagt sie. Empfände sie ein Teil selbst nicht als schön, wolle sie nicht, dass eine Kundin darin rumläuft.

„Mir geht es in erster Linie nicht um Umsatz. Wenn etwas einer Kundin nicht steht, sage ich das auch“, erklärt Marilda Philipp. Beim Schneidern ist sie mit ganzem Herzen dabei und sie tut das alles sehr gerne, wie sie voll Freude erzählt.

Ihre Designs sind besonders, die Inspiration kommt aus der ganzen Welt

„Alles, was ich mache, ist besonders“, sagt sie stolz auf ihre selbst entworfenen Klamotten. Unter anderem hat Marilda Philipp schon Hochzeitskleider entworfen. Aber auch ihre Dirndl im Gothic-Stil oder ihre Kleider aus Neopren sind Besonderheiten. „Wenn ich einen Stoff sehe oder anfasse, bekomme ich eine Idee, was ich daraus machen möchte“, beschreibt sie den Findungsprozess ihrer Entwürfe. Inspirieren lässt sie sich von den Laufstegen der Welt.

Blumen, Schleifen, Farben – davon gibt es in Marilda Philipps Atelier reichlich. Vergangenen Freitag hat die Brasilianerin ihr Mode-Atelier in der Marktstraße 34 eröffnet, über dem Mildenberger-Café. Zuvor kreierte sie die Teile ihrer Marke „Karioka“ in Stuttgart Gablenberg, jetzt hat es sie nach Winnenden verschlagen. Bei individueller Beratung können Frauen dort von nun an besondere Kleidungsstücke erwerben.

Marilda Philipp ist gespannt, was in Winnenden auf sie zukommt

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