Winnenden

Amoklauf Winnenden - 13 Jahre danach: So gedenkt die Albertville-Schule

Gedenkstein Amoklauf
Mahnung: Der Hoffnung „auf eine Zukunft ohne Gewalt“ verleiht ein Gedenkstein vor der Albertville-Schule Ausdruck. © ZVW/Alexandra Palmizi

Es ist 2022 viel mehr möglich als 2021, als die Schulen geschlossen waren und das öffentliche Gedenken am 11. März nur virtuell stattfinden konnte. Gleichwohl müssen Schüler und Lehrer erneut auf ein starkes Symbol an diesem Freitag verzichten: die Menschenkette von der Albertville-Realschule bis zum Memorial im Stadtgarten. „Wir hoffen, dass wir uns 2023 wieder an den Händen halten und dabei die Gemeinschaft erleben können“, sagt Rektor Sven Kubick. „Die Schulleitung wird natürlich beim öffentlichen Gedenkakt dabei sein und die Jugendlichen werden in den Klassen still gedenken, wenn um 9.33 die Glocken läuten. Und unsere Schulgemeinde partizipiert am anschließenden Gottesdienst in der Schlosskirche.“

Corona erlaubt kein gemeinsames schulinternes Gedenken

Die Corona-Verordnung erlaubt wegen der Ansteckungsgefahr noch immer keine klassenübergreifenden Veranstaltungen, weshalb die Schule beschlossen hat, den ganzen Freitag der Präventionsarbeit zu widmen. Dabei klären die Lehrer auf: Was genau ist eigentlich geschehen am 11. März 2009? Sie beantworten Fragen der Schüler dazu und überlegen gemeinsam mit ihnen: Was können wir im Umgang miteinander verbessern? Woran können wir arbeiten? „Wir sind ja auch Weltethos-Schule und haben von der Stiftung tolle Materialien dafür bekommen“, sagt Sven Kubick.

Prävention gegen Gewalt aller Art wird an der Schule hochgehalten

Die Albertville-Realschule hält die Prävention hoch, „jede Woche kommen Probleme auf den Tisch, an denen man gezielt arbeitet, sei es Cybermobbing, sei es Antisemitismus oder eine schwierige Situation zwischen zwei Schülern“, erläutert der Rektor. „Zwar wird man mit den begrenzten Zeiten vor allem beim Thema Mobbing dem einzelnen Schüler nicht gerecht, aber umso froher sind wir über unsere Kooperationspartner.“ Erst kürzlich wieder trainierte Lars Groven von der Stiftung gegen Gewalt an Schulen intensiv, und zwar mit Schülern, Lehrern und auch Eltern. Ein anderer Trainer kommt von der Caritas und widmet sich gezielt verhaltensauffälligen Schülern.

Es ist 2022 viel mehr möglich als 2021, als die Schulen geschlossen waren und das öffentliche Gedenken am 11. März nur virtuell stattfinden konnte. Gleichwohl müssen Schüler und Lehrer erneut auf ein starkes Symbol an diesem Freitag verzichten: die Menschenkette von der Albertville-Realschule bis zum Memorial im Stadtgarten. „Wir hoffen, dass wir uns 2023 wieder an den Händen halten und dabei die Gemeinschaft erleben können“, sagt Rektor Sven Kubick. „Die Schulleitung wird natürlich beim

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