Winnenden

Audioguides für das Feuerwehrmuseum

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Leonie Kokott (9) testet den neuen Audioguide. © Ramona Adolf
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So sehen die Audioguides aus.

Winnenden. Das Feuerwehrmuseum hat aufgerüstet. Was jedes große, professionelle Museum seinen Gästen anbietet, hat der rührige Winnender Museumsverein nun auch: Audioguides. Können Kinder sich mit den neuen Geräten im Museum zu recht finden? Die neunjährige Leonie Kokott* hat die Audioguides für uns getestet.

Seit kurzem ist das Feuerwehrmuseum in Winnenden im Besitz von 20 Audioguides. Diese nehmen dem Museum viel Arbeit ab, wie der 1. Vorsitzende des Feuerwehrmuseumsvereins, Harald Pflüger, erklärt. Einzelne Besucher können sich die Geräte ausleihen und den männlichen Stimmen auf den Geräten zuhören. Fällt mal ein Führer aus, kann eine ganze Gruppe zu den Hörern greifen und die Besucher erfahren vielleicht sogar Dinge, die der Führer nicht zur Sprache gebracht hätte.

Das Ausleihen ist kostenlos

Die Audioguides kann man sich im Museum kostenlos ausleihen. Sie sind ungefähr so groß wie eine Fernbedienung für den Fernseher und sehen ein bisschen so aus, wie ein großes Telefon. Auf dem Gerät sind die Zahlen von Null bis Neun sowie ein grünes „Play“- und ein rotes „Stopp“-Zeichen abgebildet. Der Audioguide ist ganz leicht zu bedienen. Man muss nur die Zahl eintippen, die auf der Vitrine befestigt ist, dann auf „Play“ tippen und dann hört man schon den Text.

Der Audioguide erzählt die verschiedensten wissenswerten Dinge. Meine Lieblingsnummer ist die 213. In diesem Text geht es um die Kinderspielecke und die Cafeteria. In den Texten erfährt man zum Beispiel, dass die Freiwillige Feuerwehr in Winnenden eine der ersten Feuerwehren in ganz Deutschland war. Und dass in der Freiwilligen Feuerwehr früher einige Turner dabei sein mussten, um Leitern hochzuklettern und so die Menschen aus einem brennenden Haus zu bergen.

Leonies Fazit

Ich finde die Audioguides sehr gut und praktisch, denn man kann sich die Vitrinen in Ruhe anschauen, während man erzählt bekommt, was man vor sich hat und, nicht so, wie bei manchen Führungen, die ganze Zeit hin und her hetzen muss.

Die Audioguides verfügen über achtundvierzig Texte, wobei die Texte nicht länger als zweieinhalb Minuten sind. „Länger bleiben die Leute auch nicht vor einer Vitrine stehe“, meint Harald Pflüger. Was ihm noch sehr wichtig war, ist, dass die Audioguides auf keinen Fall in Ladestationen gesteckt werden sollten, sondern normale Batterien haben. Sind sie leer, dann wechselt man sie einfach aus – der Hörer ist immer betriebsbereit. Ausgeliehen werden die Audioguides auch an internationale Reisegruppen, weil alle Texte auf Deutsch und auf Englisch verfügbar sind.

*Leonie Kokott nimmt am Ferienreporter-Programm der Winnender Zeitung teil. Die Ferienreporter sind Teil des Sommerferienprogramms von Winnenden, Leutenbach, Berglen und Schwaikheim. Einmal in der Woche kommen die Kinder in die Redaktion, wo sie Einblicke in den Alltag und die Arbeit von Zeitungsreportern erhalten. Sie schreiben auch selbst Artikel über ihre Hobbys oder Haustiere – das, was ihnen begegnet und was sie bewegt.


Die Sprecher

Drei Sprecher sind auf den Audioguides zu hören: Die Profi-Sprecher Viktor Pavel und Matthias Ponnier sowie Harald Pflüger, der 1. Vorsitzende des Feuerwehrmuseumsvereins. Viktor Pavel hört man zum Beispiel bei der Kandidatenvorstellung von "Wer wird Millionär" (RTL). Matthias Ponnier ist Sprecher für Features und Kultursendungen, zum Beispiel bei "Titel, Thesen, Temperamente".

Öffnungszeiten

Samstag: 10.00 - 12.30 Uhr
Sonntag: 10.00 - 12.30 Uhr
und nach Vereinbarung

Eintritt

Erwachsene: 4,00 €
Kinder: 2,50 €
Familie: 9,00 €
Führung: 30,00 €
Gruppen ab 15 Personen und Schwerbehinderte erhalten 10% Ermäßigung