Winnenden

Backare sorgt für Stimmung bei der Horror Night

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Geisterhaft: Licht und Hallendeko für die Horror Night, tanzbar die Musik, die der DJ aus Techno und Hip-Hop auswählte. © Gabriel Habermann
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Nur wenige kamen geschminkt zur Party. © Gabriel Habermann

Winnenden-Höfen. Etwas verspätet stieg die Party des Jugendgemeinderats unterm Motto „Horror Night“ – bezieht man sich auf Halloween Ende Oktober. Doch es war kein Problem: Die Stimmung in der Gemeindehalle Höfen war toll.

Die gewählten Vertreter der Winnender Jugendlichen haben ganze Arbeit geleistet: Nicht nur haben sie die Halle geschmückt und sich selbst gruselige Kostüme übergezogen, sie haben wirklich an alles gedacht: Ein DJ bespaßte die von feierlustigen Teenagern gefüllte Halle mit Hip-Hop und Techno und allem dazwischen, auch für die Nebelmaschine und eine profimäßige Lightshow war gesorgt.

Jugendliche ab 16 Jahren durften die Party besuchen, für die unter 18-Jährigen gab es eine separate Bar, und die Preise sind durchaus fair. Das Bier floss in Strömen.

Maskenverbot – erstaunlich wenige Gäste verkleidet oder geschminkt

Sogar einen eingezäunten Außenbereich für die Raucher gab es. Während die Jugendlichen ausgelassen feiern und sichtlich Spaß hatten, sorgen Security, Notdienst, Feuerwehr und Polizei vor Ort dafür, dass keine Unfälle passieren. Wer Krawall machen wollte, wurde von den Herren in Uniform freundlich zum Gehen aufgefordert - da gab es keine Widerrede.

Die Organisatoren waren sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Planung: Die Halle war mit 400 Gästen gefüllt, die Party demnach ausverkauft und es wurde getanzt, gelacht und gekreischt, alle hatten eine gute Zeit bei ihrer „Horror Night“.

Erstaunlich wenige waren tatsächlich verkleidet - das mag daran gelegen haben, dass Halloween eben schon eineinhalb Wochen zurückliegt. Oder daran, dass aus Sicherheitsgründen keine Masken erlaubt waren.

Backare kommt gut an, obwohl er musikalisch nichts zu bieten hat

So richtig schaurig gruselig wurde es, als gegen 23 Uhr der Nellmersbacher Künstler Fabian Bacher alias „Backare“ die Bühne betrat. Der 25-Jährige hatte Dieter Bohlen empfahl ihm, statt eines Mikros eine Klobürste zu nehmen, „die ist Scheiße gewohnt“). Live, also ohne Autotune, gibt sein Hit noch viel weniger her. Der Text besteht eigentlich nur aus dem Skandieren nach mehr Bier, schlechten Reimen und der Beschriftung jeder durchschnittlichen Bierdose. Auch musikalisch hat Backare nichts zu bieten. Dass er bei den Partygästen trotzdem recht gut ankommt, verdankt er wohl nur seiner großen Muse: Dem vergorenen Gerstensaft, von dem die Feierlustigen wohl schon so viel intus haben, dass in ihren Köpfen nur noch ein Gedanke kreist - Bier, Bier, Bier, mehr Bier.


Zwei Partys im Jahr, Motto wechselt

Der Jugendgemeinderat veranstaltet jedes Jahr zwei Partys in der Gemeindehalle Höfen.

Das Motto wechselt. Am 3. Februar stieg eine Après-Ski-Party, am 12. November 2017 waren die Gäste aufgerufen, sich zur „Bad-Taste“-Party möglichst geschmacksverirrt anzuziehen.

Die Party-Mottos davor lauteten Las Vegas Night sowie 80er/90er-Jahre.