Winnenden

Corona-Schließung vorbei: Winnender Schuhladen wieder geöffnet

Der Schuhladen
Ralf Boleslawsky und Joachim Grotz steuern über rote Einkaufskörbe die Zahl der Kunden im Geschäft. © Schmitzer

Seit Montag (30.11.) ist der Schuhladen in der Winnender Max-Eyth-Straße wieder geöffnet. Es ging erstaunlich schnell. Während der ganzen letzten Woche waren die Ladentüren dicht. Hinten in den Büroräumen überlegten Inhaber Joachim Grotz und Filialleiter Ralf Boleslawsky, wann sie wieder öffnen könnten, während permanent das Telefon piepste und wieder ein Kunde wissen wollte, ob er Schuhe kaufen könnte. Inhaber und Filialleiter hatten am Samstag vor acht Tagen die Schließung beschlossen. Sie entschieden auch, wann sie wieder öffnen.

Abhängig war die Entscheidung vom Personalstand. Die Chefs wussten, dass mindestens eine ihrer Mitarbeiterinnen von Corona infiziert war, dass diese Mitarbeiterin Kontakt hatte mit ihren Kolleginnen, dass sie zusammengesessen sind, dass sie in der Pause etwas gegessen hatten und dabei natürlich auch die Maske runtergeschoben hatten. Die Chefs hatten Kontakte nachverfolgt, mit allen Mitarbeiterinnen lange, ausführliche Gespräche geführt und waren am Samstagabend vor acht Tagen zu dem Schluss gekommen, dass so viele als Verdachtsfälle, als Kontaktpersonen ersten Grades, in Quarantäne mussten, dass sie den Laden nicht offen halten konnten. Sie gingen dann ganz auf Nummer sicher und schlossen – schweren Herzens – eine Woche lang das Geschäft.

Zunächst ist der Schuhladen erst ab 13 Uhr geöffnet

Als Ende letzter Woche bei den ersten Mitarbeiterinnen geklärt war, dass sie keinen engen Kontakt zu Infizierten hatten, dass sie negativ getestet sind, beschlossen Grotz und Boleslawsky die Wiedereröffnung des Geschäfts, wenngleich am Montag, Dienstag und Mittwoch erst ab 13 Uhr. Am Donnerstag erwarten sie weitere Mitarbeiterinnen zurück aus der Quarantäne und möchten dann wieder die üblichen Öffnungszeiten einhalten.

Die Kunden bitten sie allerdings um Geduld und einen umsichtigen Umgang mit den Corona-Bedingungen. „Wir haben am Eingang Einkaufskörbe aufgestellt. Wenn kein Korb mehr da steht, sind 80 Personen im Geschäft, und mehr möchten wir nicht zulassen“, sagt Joachim Grotz. Das Gesetz würde zwar 90 bis 95 Kunden erlauben bei 1100 Quadratmetern, aber der Schuhhändler will vorsichtig bleiben. Jetzt schon weiß er, wo es am ehesten zum Engpass kommt: bei den Kinderschuhen. Kinder brauchen ihre Schuhe immer dringlich. Trotzdem kann es vor allem am Samstag, wenn viele Kunden erwartet werden, passieren, dass Joachim Grotz oder Filialleiter Ralf Boleslawsky junge Familien bitten müssen, eine Weile zu warten oder später wiederzukommen. Da bittet er jetzt schon um Verständnis.

Die Maskenpflicht muss strikt eingehalten werden, es werde keine Ausnahmen geben. Zwar hatten die Schuhverkäufer es in letzter Zeit erlebt, dass Maskenverweigerer vehement protestierten, dass ein Kunde es als „diskriminierend“ empfand, dass er eine Maske aufsetzen musste, aber sie bleiben dabei. Kunden und Verkäuferinnen sollen geschützt sein gegen mögliche Infektionen.

Gemeinsame Vesperpausen bergen ein Infektionsrisiko

Direkt am Eingang sind Hinweisschilder angebracht. Auch ganz vorne steht eine Pappsäule mit Desinfektionsgel für die Hände. Aus vielen Betrieben und auch aus Lehrerzimmern weiß man, dass gemeinsame Pausen und dabei besonders das gemeinsame Essen ein großes Infektionsrisiko bergen. Joachim Grotz hat darauf reagiert und in den Lagerräumen Tische mit großem Abstand aufgestellt, so dass Verkäuferinnen in aller Distanz vespern können – keine angenehme Pause, aber ein notwendiger Infektionsschutz. Die Möglichkeit, dass sich Mitarbeiterinnen in einer Pause mit dem Virus angesteckt hatten, besteht, ist aber nicht eindeutig nachzuweisen. Zwei Mitarbeiterinnen, die beide infiziert waren, hatten, nach allem, was man rekonstruieren konnte, nie miteinander Kontakt. Wie das Virus zu ihnen gelangt ist, bleibt rätselhaft. Wichtig ist jetzt nur, dass eine Weitergabe des Virus im Schuhgeschäft mit allen Möglichkeiten unterbunden wird. Und dass der Laden wieder läuft. 

Nächste Woche geht es in voller Besetzung wieder weiter

Zwar konnte der Schuhhändler einen Teil seiner Kunden während der Schließungszeit ins Stammhaus in der Fußgängerzone umlenken. Aber das großflächige Geschäft mit Ausstrahlung weit über Winnenden hinaus liegt im Industriegebiet. Hier werden nächste Woche, so hofft Grotz, die meisten Mitarbeiterinnen aus der Quarantäne zurücksein, so dass er auf Vollbetrieb übergehen kann. 

Seit Montag (30.11.) ist der Schuhladen in der Winnender Max-Eyth-Straße wieder geöffnet. Es ging erstaunlich schnell. Während der ganzen letzten Woche waren die Ladentüren dicht. Hinten in den Büroräumen überlegten Inhaber Joachim Grotz und Filialleiter Ralf Boleslawsky, wann sie wieder öffnen könnten, während permanent das Telefon piepste und wieder ein Kunde wissen wollte, ob er Schuhe kaufen könnte. Inhaber und Filialleiter hatten am Samstag vor acht Tagen die Schließung beschlossen. Sie

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