Winnenden

Der Kitastreik trifft drei Kommunen im Raum Winnenden

Gretel-Nusser-Kindergarten
Gretel-Nusser-Kindergarten in Winnenden: Drei von vier Gruppen werden am 21.10.20 bestreikt. Weitere Mitarbeiter/-innen, auch in allen anderen kommunalen Kinderhäusern in Winnenden und Umgebung, könnten sich noch spontan dazu entschließen! © Benjamin Büttner

Das Schwierigste am Erzieherinnenstreik in diesem Jahr ist: Es gibt fast keine Notgruppen. Eine Tatsache, die berufstätigen Eltern schwer zu schaffen macht. Sie müssen mit Verwandten und Freunden die Kinderbetreuung organisieren oder Arrangements mit ihrem Arbeitgeber treffen. Dass eines von beidem bei einigen Betroffenen funktioniert, lässt sich auf Facebook-Eintragungen nachlesen. Dennoch gibt es gerade auf Facebook Unmut darüber, dass Erzieherinnen in diesen Zeiten streiken, und über die Tatsache, dass keine Notgruppen eingerichtet werden. Früher war das doch möglich bei Streiks, und selbst in den Anfängen der Coronazeit gab es Notgruppen. Jetzt schafft es nur die Gemeinde Leutenbach, im Kindergarten Hummerholz eine kleine Notgruppe einzurichten. Was ist da los?

Die einzige, kleine  Notgruppe ist in Leutenbach und gilt für ganz Wenige

„Nur diese kleine Notgruppe in dem ganz kleinen Kindergarten ist bei uns möglich“, sagt der Leutenbacher Hauptamtsleiter Jakob Schröder auf Anfrage. Dort wäre es möglich, 15 Kinder aufzunehmen, die allerdings alle aus genau diesem Kindergarten hätten kommen müssen, denn überall dürfen wegen der Infektionsgefahr die Kohorten nicht gemischt werden, das heißt, die Kita-Gruppen, die vorher schon bestanden, bleiben auch in der Streikzeit zusammen und von anderen Gruppen isoliert. Fünf Kinder wurden in Leutenbach für die Notgruppe angemeldet.

Schwaikheim und Winnenden haben keine Notgruppen, in Berglen streikt niemand

Weil diese Getrennte-Gruppen-Regel für die Gesundheit aller wichtig ist, haben Winnenden und Schwaikheim überhaupt keine Notgruppen eingerichtet. Berglen dagegen brauchte gar keine, weil dort niemand streikt. In der Frühzeit von Corona waren Notgruppen möglich, weil andere Gruppen geschlossen und deshalb viel Personal vorhanden war.

In Leutenbach wurden am Mittwoch wie angekündigt die Kitas Walzenhalde, Mühlefeld, Lange Äcker bestreikt.

Ganztagsgruppe in Winnenden bleibt in Betrieb

In Winnenden waren am Mittwoch wegen des Streiks der Jugendhaus-Kindergarten und der Christian-Wunderlich-Kindergarten ganz geschlossen. Im Gretel-Nusser-Kindergarten streikte ein Teil der Erzieherinnen, und so wurden zwei von vier Gruppen geschlossen. Die Ganztagsgruppe, die für berufstätige Eltern wichtig ist, blieb in Betrieb, wie Amtsleiter Thomas Pfeifer mitteilte. „In weiteren Kindergärten streikten einzelne Erzieherinnen, und wir konnten diese Ausfälle überbrücken, ohne zu schließen.“

Von den sechs Schwaikheimer Kitas waren drei bestreikt: das Kinderhaus Brunnenstraße, das Paula-Korell-Kinderhaus und der Kindergarten in der Badstraße, wie der Pressesprecher der Gemeinde auf Anfrage mitteilte.

Das Schwierigste am Erzieherinnenstreik in diesem Jahr ist: Es gibt fast keine Notgruppen. Eine Tatsache, die berufstätigen Eltern schwer zu schaffen macht. Sie müssen mit Verwandten und Freunden die Kinderbetreuung organisieren oder Arrangements mit ihrem Arbeitgeber treffen. Dass eines von beidem bei einigen Betroffenen funktioniert, lässt sich auf Facebook-Eintragungen nachlesen. Dennoch gibt es gerade auf Facebook Unmut darüber, dass Erzieherinnen in diesen Zeiten streiken, und über die

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