Winnenden

Die Planerin der Heimattage

Die Planerin der Heimattage_0
Tanja Trefz mit einem Heimattage-Kubus in der Brunnenstraße: Ihr Job ist es, das Festjahr 2019 zu koordinieren. © Schmitzer / ZVW

Winnenden. In gut einem Jahr beginnen die Heimattage 2019 des Landes in Winnenden. Die ersten Ideen kommen auf. Die fünf Hauptereignisse stehen in groben Zügen fest. Wie sie weiter ausgefüllt werden, was unterm Jahr 2019 alles an Veranstaltungen kommen wird, das entwickelt sich in den nächsten Monaten und liegt in der ordnenden Hand der 27-jährigen Betriebswirtin.Im Video: Tanja Trefz, 27 Jahre alt, koordiniert die Heimattage 2019 für die Stadt Winnenden.

Tanja Trefz ist Nachfolgerin von Amelie Fiedler, die nach den Konzerttagen den Heimattage-Job aufgegeben hat. Ganz unaufgeregt hat Trefz die Aufgabe am 1. Juli übernommen, bezog neue Räume im Verwaltungshaus Bengelstraße 5, sozusagen dem zweiten Rathaus von Winnenden.

Kulturamt lädt Vereine und Engagierte zur Ideenbörsen

Dort im Erdgeschoss bekam sie ein Büro, das im Augenblick absolut sachlich und aufgeräumt wirkt. Man sieht sozusagen: Ideen bekommen Raum, sie sind willkommen und sie werden hier in diesem Büro geordnet und gesammelt. Im Vorraum zu Trefz’ Büro stehen zwei Pinnwände voll mit Ideenzetteln, und alles andere hängt nicht an der Wand, sondern ist wohlgeordnet in den Computern des Heimattage-Büros gespeichert. Und die sind noch längst nicht voll.

Zurzeit lädt das Kulturamt der Stadt Vereine und Engagierte zu Ideenbörsen ein. Tanja Trefz, Sachbearbeiterin Alisa Biscegli und Freiwilligendienstler (Bufdi) Pascal Golderer tippen die Ideen, Anregungen und Angebote für Hilfen in die Computer ein.

Die Ideen reifen

Von ihrer Vorgängerin konnte Trefz eine Grundstruktur übernehmen. Die fünf Hauptereignisse stehen fest, wie wir berichteten. Alles weitere gedeiht so, wie engagierte Bürger es voranbringen. Beispiel Partnerschaftsfeier mit Albertville: Die Ideen reifen.

Die Freunde der Partnerstadt und selbst die Freunde aus Albertville bringen sich in Gespräche ein. Von der Feuerwehr und dem Verein des Feuerwehrmusemn Schwerpunkt der Heimattage kommen. Doch selbst bei einem Hauptereignis wie diesem ist noch ganz viel offen, wie Trefz berichtet, und es dürfen noch viele Anregungen und Mithilfeangebote kommen bei Ideenbörsen oder Gesprächen.

Zuvor hat die Geschäftsführerin bei der Stadt Esslingen gearbeitet

Die Geschäftsführerin der Heimattage ist in Netzwerkarbeit trainiert. Zwei Jahre lang arbeitete sie im Stadtmarketing der Stadt Esslingen, davor hat sie Betriebswirtschaft studiert mit den Schwerpunkten Gesundheit und Tourismus. Jetzt arbeitet sie an den Heimattagen in ihrer Heimat.

Sie ist aufgewachsen in Weiler zum Stein und ging in Winnenden aufs Gymnasium. „Heimat“, sagt sie, „ist für mich dort, wo ich mit Menschen sein kann, mit denen ich vertraut bin. Ich bin hier verwurzelt, habe mich beworben und am 1. Juli begonnen.“

Die Heimattage brauchen noch viele Ideen

„Es ist eine reizvolle Arbeit. Wir wissen morgens meistens nichts, was tagsüber passieren wird. Fast täglich lernen wir neue Leute kennen.“ Selten sind Tage, an denen sie Zeit hat, alle E-Mails abzuarbeiten. Ansonsten gilt: „Wir sprechen gerne und oft persönlich mit den Leuten.“

Dank solcher Gespräche werden einzelne Hauptereignisse jetzt schon konkreter. Tanja Trefz weiß bei vielen Events schon, wer von der Stadt sie vorwärtsbringen wird. Aber selbst bei weit gediehenen Projekten ist zurzeit noch vieles offen. Die Heimattage brauchen noch viele Ideen „und viele Leute, die ihre Ideen auch umsetzen und dahinterstehen wollen“, fügt Trefz hinzu.

"Ich fühle mich sehr wohl im Team"

Weil „Heimattage“ zugleich ein Landes- und ein Stadtfestjahr sind, sucht Tanja Trefz immer wieder nach Möglichkeiten, eine Winnender Festidee mit landesweiten Aspekten zu verknüpfen. Dafür ist sie mit Leuten im Stuttgarter Staatsministerium in Verbindung, die den Landespart im Fest übernehmen.

Die Arbeit macht ihr Spaß. „Mit vielen unterschiedlichen Menschen ins Gespräch zu kommen, das ist spannend. Ich fühle mich sehr wohl im Team und ich habe das Gefühl, dass ich mit dem Thema Heimattage überall in Winnenden mit offenen Ohren und Armen empfangen werde.“


Das Jahr 2019 mit dem Thema Heimat

  • Die Heimattage dauern immer ein ganzes Jahr und werden in Winnenden von 1. Januar bis 31. Dezember 2019 stattfinden.
  • Aus anderen Heimattagestädten weiß Tanja Trefz, dass neben den Hauptereignissen etwa 150 örtliche Veranstaltungen einen Heimattagebezug bekommen können.
  • Auch Feste wie der Citytreff, die Weintage oder der Wonnetag werden bestimmt mit den Heimattagen verknüpft.
  • Wie berichtet, stehen die fünf Hauptereignisse für die Heimattage fest.
  • „Miteinander.inspiriert“: Von 3. bis 9. Februar 2019 werden die Konzerttage stattfinden.
  • „Miteinander.vernetzt“: Von 3. bis 5. Mai sollen Winnender Unternehmen sich präsentieren und jungen Menschen Berufschancen aufzeigen.
  • „Miteinander.begeistert“: Von 30. Mai bis 2. Juni 2019 feiert Winnenden das Jubiläum 50 Jahre Partnerschaft mit Albertville.
  • „Miteinander.bewegt“: Von 5. bis 7. Juli 2019 werden die Heimattage sportlich und zu einem Fest rund um den Schultriathlon.
  • Landesfest: Von 6. bis 8. September feiert das ganze Land Baden-Württemberg sein Landesfest in Winnenden, und ein Umzug mit Trachtenträgern und Musikkapellen wird durch die Stadt ziehen.