Winnenden

Diesmal ohne Lichterkette: Der nachhaltige Gerüst-Weihnachtsbaum von Winnenden

Weihnachtsbaum Gerüst
Am Weihnachtsbaume die Lichter nicht brennen: Ein nachhaltiges Modell von Gerüstbau Schäfer und Auto-Lutz. © Benjamin Büttner

Gefühlt hat die Weihnachtsbeleuchtung an Häusern nachgelassen, öffentlich bekannt ist indes nur, dass der Verein Attraktives Winnenden den Lichterschleier in der Kiste gelassen und nicht am Torturm angebracht hat. Strom und damit auch Gas sparen, heißt die Devise, denn man will mit gefüllten Gasspeichern gut durch den ersten Winter des russischen Krieges gegen die Ukraine kommen.

Neue Anlässe zur Sorge um den eigenen Geldbeutel geben indes die Briefe der Stromversorger, die derzeit den Haushalten die Strompreiserhöhung ab Januar ankündigen. Doch eigentlich könnte jeder noch recht entspannt seine Lichterketten anbringen und anknipsen, da für den Verbrauch im Dezember ja noch der alte Tarif gilt.

Doch wie erkennt die Redaktion, wo jemand auf die Weihnachtsbeleuchtung verzichtet? Schwierig ... Da sticht der Weihnachtsbaum aus einem Baugerüst, aus grünen Schutznetzen und Baustellenlampen ins Auge.

Der Gerüst-Weihnachtsbaum kommt dieses Jahr ohne Lichterkette aus

Meterhoch steht er auf dem Gelände von Auto-Lutz gegenüber vom großen Rewe am Ortseingang. „Die Idee habe ich zusammen mit Gerüstbau Schäfer zum zweiten Mal umgesetzt“, erzählt Markus Lutz auf Nachfrage unserer Zeitung, „aber dieses Jahr ohne Lichterkette“. Hoppla, hat das Spargründe?

Nur in zweiter Linie, wie der Autohändler erklärt. „Wir wollten schon den allgemeinen Sparbemühungen Rechnung tragen.“ In erster Linie wollte Markus Lutz nicht, dass das Kabel den Baggern im Weg ist. „Wir haben entlang unserem Gelände den Rückbau der Waiblinger Straße. Da könnte es gut mal sein, dass der Bagger am Kabel hängen bleibt und die Laterne umreißt, an die die Lichterkette angeschlossen wäre.“

Trüber Dezember: Die Photovoltaikanlage wirft aktuell kaum was ab

Auch die Baustellenlampen schaltet er nicht ein. „Dann müsste ich jeden Abend den Baum hochklettern. Und die Batterie von den Dingern ist ganz schnell leer.“ Doppelt schlecht, deswegen symbolisieren die Lampen die Baumkugeln. „Der Baum ist auch so hell und gut sichtbar durch die Netze“, sagt Markus Lutz, schön findet er auch, dass alle Bestandteile wieder zum Arbeiten verwendet werden, wenn der Baum abgebaut ist. Echt nachhaltig. „Versuchsweise haben wir oben in die Spitze ein Photovoltaikmodul mit einem Baustrahler gehängt, aber an diesen trüben Tagen sieht man davon kaum etwas.“

Gefühlt hat die Weihnachtsbeleuchtung an Häusern nachgelassen, öffentlich bekannt ist indes nur, dass der Verein Attraktives Winnenden den Lichterschleier in der Kiste gelassen und nicht am Torturm angebracht hat. Strom und damit auch Gas sparen, heißt die Devise, denn man will mit gefüllten Gasspeichern gut durch den ersten Winter des russischen Krieges gegen die Ukraine kommen.

Neue Anlässe zur Sorge um den eigenen Geldbeutel geben indes die Briefe der Stromversorger, die derzeit

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