Winnenden

Dream City Winnenden: Tolle Konzerte, doch der finanzielle Erfolg bleibt aus

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Das Acoustic Trio Tiny Wings um Biggi Binder (Vocals und Cajon), Klaus Marquardt (Geige und Gitarre) und Micha Schad (Gitarren) begeisterte mit einem Mix aus Eigenkompositionen und Coverversionen ausgewählter Songs aus Rock, Pop, Folk und Blues. © Hans Derer

Bester Rock und Pop, präsentiert von hochklassigen Musikern aus der Region – zum Abschluss der „Dream City Nights“-Serie haben Winnender Musikfans im Club in der Max-Eyth-Straße Mick Scheuerles hochgelobtes Progrock-Trio „Lost Beyond The Sun“ und Biggi Binders Acoustic-Pop-Dreier Tiny Wings gefeiert.

Wie Organisator Hans Derer in einem Pressebericht schildert, haben die sechs Musiker drei Dinge gemeinsam: Virtuosität, Spielfreude und Kreativität. Das Publikum habe das vom Schorndorfer Soundfuchs Jo Saling klanglich exzellent abgemischte Konzert mit großem Beifall goutiert.

Es war die letzte Veranstaltung innerhalb einer Event-Serie aus einer privaten Kultur-Kooperative zweier Winnender Entertainment-Unternehmer: Efi Koutsonas stellte ihren Club und Hans Derer engagierte die Künstler: Jürgen Hörig, Prince Damien und zehn weitere Sängerinnen und Sänger bei der Benefiz-Schlagernacht, David Hanselmann, 400 Fieber, Second Sun und zum Abschluss jetzt Mick Scheuerle und Biggi Binder mit Bands.

Wenig Publikum, „grandiose Auftritte“

Doch weder die klangvollen Namen noch der laut Derer „mehr als knapp kalkulierte Eintrittspreis“ von zehn Euro konnten die Winnender in Scharen aus ihren Wohnzimmern ins Industriegebiet locken. So mäßig stets der Besuch, so exzellent seien die Auftritte gewesen. Denn ob Schlager, Soul oder Rock: Diejenigen, die freitagabends ins wunderschöne Ambiente des renovierten Clubs gingen (der wegen Corona eine schwere Zeit durchgemacht hat), freuten sich über gelungene Performances.

Ob es eine Fortsetzung gibt, ist ungewiss

Ob es eine Fortsetzung im Herbst gibt, ist ungewiss. „Denn“, so Hans Derer, der im Hauptberuf einen Musikverlag samt Plattenfirma betreibt, „bei aller Freude über grandiose Auftritte – kaufmännisch betrachtet war dies ein Zuschussgeschäft, sowohl für uns, die wir für Orga, Gema, Werbung zuständig sind, als auch für das Dream-City-Team, das von den Getränke-Umsätzen lebt.“ Ohne das kleine Kultur-Sponsoring der Kreissparkasse Waiblingen „lägen wir im stark roten Bereich“, sagt Hans Derer. „Für Superstars legen die Leute locker mal 200 Euro an, lokale Live-Acts aber will man am liebsten für lau ...“ Er freue sich gleichwohl über den gelungenen Abschluss seiner Serie.

Mick Scheuerle lud am Freitagabend zu einem Ritt zwischen Prog- und Bluesrock im 70er-Flair. Zusammen mit seinen Mitstreitern Didi Trabert (Drums) und Chips Geiger, der sang und Jazzbass spielte, streute er eigene Versionen fulminanter Rockstandards ein. Wobei Creams „White Room“, Gallaghers „What's going on“ oder das rhythmisch-expressive „Apache“ am meisten herausstachen.

Mick Scheuerle und Band: Eigene Songs und Coverversionen

Die drei Musiker aus dem Winnender Raum hatten Spaß, ihr Publikum in ihr vielschichtiges Klang-Universum zu führen – ob bei Covern oder bei eigenen Songs wie dem „Wormhole Blues“, ein Songmuster mit Akustikgitarren-Grundierung, das eine gute Gelegenheit für Scheuerle war, auch seine rauchige Bluesstimme herauszustellen. Oder auch bei Songs wie „Light and Shade“ mit mehrstimmig gesungener Melodie, die an die frühen Pink Floyd erinnert.

Bekannt von der Schwabenrockband Wendrsonn

Zuvor hatte mit Tiny Wings („kleine Flügel“) ein neues Acoustic Trio das Publikum bereits zarter positiv eingestimmt: Biggi Binder (Vocals und Cajon), Klaus Marquardt (Geige und Gitarre) und Micha Schad (Gitarren) begeisterten mit einem Mix aus Eigenkompositionen und virtuos interpretierten Coverversionen ausgewählter Songs aus Rock, Pop, Folk und Blues. Bekannt durch ihren Einsatz bei den Schwabenrockern Wendrsonn verstanden es die drei laut Pressebericht, ihre Zuhörer mit hautnaher, charmanter Performance und einem energiegeladenen, dynamischen und facettenreichen Sound zu faszinieren.

Absolutes Gänsehaut-Highlight bildete die Zugabe: „Imagine“, sensibel und subtil intoniert von einer der schönsten Stimmen im Land.

Bester Rock und Pop, präsentiert von hochklassigen Musikern aus der Region – zum Abschluss der „Dream City Nights“-Serie haben Winnender Musikfans im Club in der Max-Eyth-Straße Mick Scheuerles hochgelobtes Progrock-Trio „Lost Beyond The Sun“ und Biggi Binders Acoustic-Pop-Dreier Tiny Wings gefeiert.

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Wie Organisator Hans Derer in einem Pressebericht schildert, haben die sechs Musiker drei Dinge gemeinsam: Virtuosität, Spielfreude und Kreativität. Das Publikum habe das vom

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