Winnenden

Erst Corona, jetzt Spritpreise - Winnender Taxiunternehmer sind verzweifelt

SymbolfotoTaxi
Symbolfoto. © Gaby Schneider

Angesprochen auf die hohen Spritpreise, atmet Sabine Rost vom Winnender Taxiunternehmen Buffi tief durch. „Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Was machen wir, wenn der Liter bald drei Euro kostet?“, fragt sie. Aus ihrer Stimme ist Verzweiflung zu hören. „Die Pandemie war für unsere Branche bereits eine Katastrophe. Jetzt sind es die Spritpreise“, stöhnt Rost. Im Unternehmen arbeiten elf fest angestellte Fahrer, im Fuhrpark stehen zwölf Taxis. Ob bei der momentanen Kostenstruktur überhaupt etwas hängenbleibt? „Das kann ich noch nicht sagen“, antwortet Rost. Erst am Ende des Monats weiß sie mehr.

Preiserhöhung? „Wäre zu kurz gedacht“

Die Preise dürfen Taxiunternehmen nicht einfach erhöhen. „Wir haben keine Wahl. Die Taxameter sind geeicht. Etwaige Tariferhöhungen müsste das Landratsamt beschließen“, erklärt Rost.

Für Ercan Pekbey, Inhaber von Taxi Wesner, wäre eine Preiserhöhung allerdings auch zu kurz gedacht. „Das bringt kurzfristig vielleicht mehr ein, wäre allerdings egoistisch gedacht. Wenn jemand 19 Euro für eine Fahrt statt der gewohnten 15 Euro bezahlen muss, dann überlegt er sich beim nächsten Mal ganz genau, ob er wieder das Taxi nimmt.“ Schlussendlich bleibe womöglich aber keine andere Wahl, als einen Antrag zur Tariferhöhung zu stellen.

Pekbey erzählt, dass man als Taxiunternehmer eigentlich endlich wieder einen Grund zur Freude hat. „Das Geschäft nimmt wieder zu. Es finden mehr Veranstaltungen statt. Dem gegenüber stehen allerdings die Spritpreise“, ärgert er sich.

Als Taxiunternehmer habe man momentan quasi die Pistole auf der Brust. „Die Gehälter unserer Fahrer sind der größte Kostenfaktor. Aber auch die Spritpreise machen momentan 20 Prozent unserer Betriebskosten aus“, weiß Pekbey.

Das große Dilemma sei, dass man bereits seit zwei Jahren in der Krise steckt. Glücklicherweise habe das Unternehmen nur Hybrid-Fahrzeuge, die mit einer vollen Batterieladung rund 50 Kilometer fahren können. „In der Stadt haben wir also keinen Verbrauch. Unsere Autos sind Benziner“, erzählt er. Trotzdem müsse jedes Fahrzeug mindestens alle zwei Tage vollgetankt werden. „Die Preise brechen einem das Rückgrat. Lange kann das kein Taxiunternehmen durchhalten“, ist Pekbey sich sicher.

Hoffnungen ruhen auf der Politik

Seine Hoffnungen ruhen auf der Politik, auch wenn diese nicht allzu groß sind. „Weshalb bekommt Deutschland es nicht hin, schnell eine Lösung zu präsentieren? In unseren Nachbarländern, etwa in Polen, klappt es doch auch“, sagt er.

Tankrabatte von 20 oder 30 Cent, wie sie in den Medien momentan diskutiert werden, würden der Taxibranche bei den aktuellen Preisen nur wenig bringen. Pekbey denkt daher eher an Steuersenkungen.

„Erst sind uns Einnahmen wie die Stadtfeste und der Wasen weggebrochen, jetzt kommen die Spritpreise dazu. Es ist gerade ein harter Kampf, den man über Monate hinweg nicht durchhalten kann“, weiß der Taxiunternehmer.

Angesprochen auf die hohen Spritpreise, atmet Sabine Rost vom Winnender Taxiunternehmen Buffi tief durch. „Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Was machen wir, wenn der Liter bald drei Euro kostet?“, fragt sie. Aus ihrer Stimme ist Verzweiflung zu hören. „Die Pandemie war für unsere Branche bereits eine Katastrophe. Jetzt sind es die Spritpreise“, stöhnt Rost. Im Unternehmen arbeiten elf fest angestellte Fahrer, im Fuhrpark stehen zwölf Taxis. Ob bei der momentanen Kostenstruktur

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