Winnenden

Erweiterung der Kastenschule wird teurer

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Die Kastenschule bekommt einen Anbau (rechts). © Foto und Montage: Stadtverwaltun

Winnenden. Umbau und Erweiterung der Kastenschule werden voraussichtlich teurer. Das kann das Stadtbauamt den Gemeinderäten vorhersagen, obwohl die Bauarbeiten erst im Januar beginnen. Die Ergebnisse der ersten Ausschreibungen liegen vor und weisen Kostensteigerungen um 432 000 Euro gegenüber der ersten Schätzung aus.

„Die Auftragslage der Firmen ist sehr gut“, erklärt sich die stellvertretende Bauamtsleiterin Susanne Liebrich die Kostensteigerung. „Im Grunde bin ich froh, dass wir für alle Gewerke ein Angebot bekommen haben.“ Auf Nachfrage von Stadtrat Richard Fischer bestätigte sie zudem, dass der Bauzeitenplan bestehen bleibt. „Im Januar wollen wir beginnen.“ Die Gesamtkosten für den Ausbau der Grundschule zur Ganztagsschule liegen demnach bei 4,45 Millionen Euro.

Die Mehrkosten entstehen bei den Gewerken Rohbau, Maurerarbeiten und Elektroinstallation (332 000 Euro). 55 000 Euro mehr muss die Stadt berappen, weil der Landesstandard für die Vernetzung des Schulgebäudes erfüllt werden muss. Damit die Brandmeldeanlage bei der Feuerwehr aufgeschaltet werden kann, fallen 20 000 Euro zusätzlich an. Die Erneuerung der Beleuchtung der Klassenzimmer im Altbau schlägt mit 25 000 Euro zu Buche.

Der Gemeinderat stimmte zu und damit auch der Vergabe folgender Gewerke an folgende Firmen:

  • Heizung: Hanig Heizungsbau, Winnenden, für 107 171 Euro.
  • Sanitär: Biber Wärme und Wasser, Waiblingen, für 96 112 Euro.
  • Lüftung: LKK Knödler, Rudersberg, für 165 268 Euro.
  • Elektro (Schwachstrom): Elektrotechnik Nuber, Herrenberg, für 154 642 Euro.
  • Messsteuerregelung: SE Gebäudeautomation AG, Urbach, für 60 082 Euro.
  • Küchentechnik: Chefs Culinar Süd, Heimsheim, für 114 849 Euro.
  • Rohbau: Fritz Müller, Backnang, für 641 709 Euro.
  • Sichtmauerwerk: Fritz Müller, Backnang, für 295 437 Euro.
  • Elektro (Starkstrom): SE Gebäudeautomation, Schorndorf, für 326 424 Euro.

Fellbacher Firma baut Aufzug

Direkt vergeben darf das Bauamt eine Aufzuganlage an die Firma Otis, Fellbach, für 49 432 Euro, und eine Fotovoltaikanlage an die Firma Diwasol Energie und Sonne, Murrhardt, für 20 953 Euro. „Falls wir eines Tages die Heiztechnik im Altbau erneuern, müssen wir den Einsatz regenerativer Energien nachweisen. Mit der Fotovoltaikanlage, die die Technik unterstützt, sind wir dann auf der sicheren Seite“, so Susanne Liebrich auf eine Frage von Stadtrat Christoph Mohr. Die Anlage wird sich im Besitz der Stadt befinden.