Winnenden

Familienzusammenführung bei den Igeln in der Ruitzenmühle

Ein kleiner Igel auf der Blumenwiese
Kleiner Igel in der Hand eines Menschen. © Habermann

Es ist Igelzeit. Sie grunzen und schnauben im Dickicht. Abends watscheln sie über Wiesen und Wege. An der Ruitzenmühle haben Kinder beobachtet, wie eine Igelfamilie getrennt wurde. Ein siebenjähriger Junge, den die Kinder kennen, hatte ein Igelnest entdeckt und stocherte mit einem Stecken hinein. So lange, bis die erwachsene Igelmama davonlief. Als der Junge weg war, gingen die Kinder zum Nest und fanden vier ziemlich hilflose junge Igel ohne Igelmutter vor.

Frau fährt die Igel nach Berglen zur Tierschützerin Karin Sailer

Die Kinder von der Ruitzenmühle nahmen die vier verlassenen Igelkinder mit zu sich nach Hause. Was sollte die Mutter der Kinder mit den kleinen Tieren anfangen? Schnell kam sie auf den Gedanken, dass doch in den Berglen eine Karin Sailer wohnt, die die Igel vielleicht in ihre Obhut nimmt. Die Frau fuhr die vier Igel mit dem Auto in die Berglen.

Karin Sailer sah die jungen Igel, hörte sich die Geschichte an, und riet der Menschenfamilie dann: „Bringt die Igel zurück. Vielleicht kommt die Igelmutter wieder.“ Aber die Menschenkinder hatten Angst, dass der Junge, der die Igelmutter vertrieben hatte, wiederkommt und die kleinen Igel totschlägt, wenn er sie findet. Also behielt Karin Sailer die Jungtiere bei sich, gab der Menschenfamilie aber den Auftrag, nach der Igelmama zu suchen in der Nähe des Nests.

Warten auf die Igelmama: Kommt sie tatsächlich zum zerstörten Nest zurück?

Am Sonntagabend kam die Menschenfamilie wieder mit einem Igel zu Karin Sailer und meinte, sie hätte die Igelmama gefunden. Sailer sah den Igel an und sagte sofort: „Das ist nicht die Mutter.“ Es war einfach, das zu sagen, denn dieser Igel war zu klein. „Wartet bis morgen früh. Geht zu dem zerstörten Nest. Vielleicht kommt die Igelmutter und sucht nach ihren Jungen.“

Jungtiere erkennen das Muttertier und pfeifen aufgeregt

Tatsächlich kam am Montagvormittag die Menschenmutter mit einer großen, starken Igelmutter zu Karin Sailer. Die Tierschützerin brachte die Igelfrau zu den vier Kleinen. „Da war so ein Pfeifen bei den Kleinen, dass es ganz klar war: Das ist ihre Mutter“, sagt Karin Sailer. Die kleinen Igel pfeifen anscheinend immer vergnügt und durstig, wenn die Igelmama in die Nähe kommt, weiß Karin Sailer. Die Igelfamilie ist nun zusammengeführt. Aber soll sie jetzt wieder zurück in die Ruitzenmühle? Ins zerstörte Nest? Dorthin, wo vielleicht der Junge sie findet, der im Nest gestochert hat?

„Das geht nicht“, sagt Karin Sailer. „Sie haben ja kein Nest mehr.“ Die Igelfamilie lebt jetzt wie so manches andere Wildtier in Karin Sailers Arche. Aber nur als vorübergehende Pensionsgäste. Weil die Kleinen von ihrer Mutter gesäugt werden, werden sie bestimmt schnell groß, vermutet die Berglener Tierschützerin Karin Sailer. Im Oktober werden sie vielleicht schon 600 Gramm wiegen und in die freie Wildbahn entlassen. Aber nicht dort, wo ihnen Gefahr droht durch Menschen.

Es ist Igelzeit. Sie grunzen und schnauben im Dickicht. Abends watscheln sie über Wiesen und Wege. An der Ruitzenmühle haben Kinder beobachtet, wie eine Igelfamilie getrennt wurde. Ein siebenjähriger Junge, den die Kinder kennen, hatte ein Igelnest entdeckt und stocherte mit einem Stecken hinein. So lange, bis die erwachsene Igelmama davonlief. Als der Junge weg war, gingen die Kinder zum Nest und fanden vier ziemlich hilflose junge Igel ohne Igelmutter vor.

Frau fährt die Igel nach

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