Winnenden

Fuchs streift durchs Wohngebiet: Auf Spurensuche in Winnenden

Rotfuchs
Einen Fuchs, ähnlich wie diesen, hat Nabu-Pressesprecher William Patrick im Schelmenholz gesichtet. © Pixabay / No-longer-here

William Patrick hat nicht schlecht gestaunt, als er vergangenen Dienstag einen Fuchs mitten im Wohngebiet gesichtet hat. „Es war um 8.45 Uhr im Schlehenweg“, erzählt der Pressesprecher der Nabu-Ortsgruppe am Telefon. Das Tier sei nicht sonderlich schnell gewesen, war aber durchgehend in Bewegung, ist durch ein paar Gärten und über die Straße spaziert. „Nach ein paar Sekunden war er wieder weg“, schildert Patrick. Solche Beobachtungen notiert sich der Experte vom Naturschutzbund in einem Büchlein. Vermutlich sei es ein Brandfuchs gewesen, der im Vergleich zum Rotfuchs ein etwas bräunlicheres Fell hat. „Außerdem hatte er keine weiße Schwanzspitze, wie Rotfüchse sie eigentlich haben“, hat Patrick festgestellt.

Vermutlich lebt der Fuchs in den Gebüschen entlang des Zipfelbachs

Den Kollegen vom Nabu hat er umgehend von seiner Sichtung erzählt. Sie waren ebenso überrascht wie er selbst. „Für Winnenden ist das sehr ungewöhnlich“, weiß Patrick. Generell sei es aber nichts Neues, dass Füchse auch in besiedelten Gebieten unterwegs sind. „Seit 1980 hat man sie in England in vielen Wohngebieten gesehen“, hat der Pressesprecher der Nabu-Ortsgruppe sich angelesen. „Ich kann mir auch gut vorstellen, dass sie in Deutschland in Großstädten unterwegs sind, zum Beispiel in Parks“, vermutet er.

William Patrick glaubt, dass der Fuchs entlang des Zipfelbachs in den Gebüschen heimisch geworden ist. „Füchse sind dämmerungsaktiv“, erklärt der Mann vom Nabu. Möglicherweise war der Fuchs also auf dem Weg in sein Versteck.

Der Winnender kann sich auch gut vorstellen, dass das Tier sich auch gerne auf dem Friedhof aufhält oder im Schlosspark. „Mich würde es nicht überraschen, wenn er sich dort auch mal eine Stockente geschnappt und ins Gebüsch gezerrt hat“, meint Patrick. Ein solches Mahl würde dem Tier sicher für ein paar Tage reichen. Derlei Spuren habe er bisher allerdings noch nicht gesichtet. „Verwundert hat es mich, dass im Schlosspark nur drei Stockenten waren. Nomalerweise sind dort bis zu 30 Stück. Die wird der Fuchs allerdings nicht alle gefressen haben. Sie werden sie vermutlich momentan woanders aufhalten.“ Vorstellen kann er sich, dass der Fuchs an Mülleimer am Wegesrand geht, und diese nach Nahrung absucht.

Von der Größe vergleichbar mit einem Pudel

Sicher ist Patrick sich jedenfalls, dass der Fuchs für die Winnender keine Gefahr darstellt. „Füchse sind scheu. Er hat sich ganz normal verhalten, war nicht auffällig. Ganz brutal könnte man sagen: Er hatte keinen Schaum vor dem Mund“, so der Nabu-Mann. Von der Größe her sei er vergleichbar mit einem Pudel, also relativ klein.

In Gesprächen mit Nachbarn hat Patrick erfahren, dass diese den tierischen Gast nicht bemerkt haben. „Eine Frau hat mir allerdings erzählt, dass sich immer mal wieder auch ein Waschbär blicken lässt.“ Dieser hat nun Gesellschaft.

William Patrick hat nicht schlecht gestaunt, als er vergangenen Dienstag einen Fuchs mitten im Wohngebiet gesichtet hat. „Es war um 8.45 Uhr im Schlehenweg“, erzählt der Pressesprecher der Nabu-Ortsgruppe am Telefon. Das Tier sei nicht sonderlich schnell gewesen, war aber durchgehend in Bewegung, ist durch ein paar Gärten und über die Straße spaziert. „Nach ein paar Sekunden war er wieder weg“, schildert Patrick. Solche Beobachtungen notiert sich der Experte vom Naturschutzbund in einem

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper