Winnenden

Giftköder in Breuningsweiler? Labrador mit Symptomen, Besitzer erstattet Anzeige

giftköder
Siegfried Hafenbrack und sein Labrador Max. © büttner

Die Geschichte um mutmaßliche Vergiftungen von Hunden und Katzen in Breuningsweiler vertieft der ursprüngliche Anzeigeerstatter, Siegfried Hafenbrack, mit der Geschichte von seinem Labrador Max.

„Max tobt seit über fünf Jahren über unsere Wiesen und verspeist leider auch immer wieder alte Äpfel und anderes Unappetitliches. Bisher hatte er dennoch nie Probleme mit der Verdauung dieses ,Futters’, schreibt der Hundebesitzer an unsere Redaktion.

„Am Sonntag, 3. April, hatten wir wie immer den Nachmittagsspaziergang hinter uns. Fünf Stunden später fiepste er jämmerlich, zitterte, klappte zusammen und bekam spastische Zuckungen. Eine schnelle Fahrt zur Tierklinik und die Behandlung dort dürften ihm das Leben gerettet haben. Am nächsten Tag durfte er wieder heim, und abends konnte er sich übergeben und das Gift auch auf diese Weise noch loswerden. Bis heute ist er jedoch immer noch schnell matt und leidet unter diversen Folgen.“

Giftnachweis an sich ist extrem schwierig

Siegfried Hafenbrack vermisst im Artikel unserer Zeitung, „dass es sich bei den Tieren um denkende und fühlende Wesen handelt, die sehr viel Leid ertragen müssen und auch psychisch nicht nur kurzfristig leiden“, was das Beispiel von Max unterstreiche. Zudem fand er sich von der Polizei „ignorant schriftlich abgefertigt“, als er Anzeige erstattete, „es sei ja nur ein Verdacht auf Vergiftung“.

Unsere Redaktion befragte daraufhin nochmals einen Pressesprecher des Polizeipräsidiums. „Ja“, sagt Robert Kauer, „das Problem ist tatsächlich, dass es sehr schwierig ist, das, was das Tier geschluckt hat, zu bestimmen und darin Gift nachzuweisen.“ Man müsste den „Köder“ selbst finden oder wissen, woraufhin man Mageninhalt oder Erbrochenes überprüfen soll. Ganz oft vermuteten Hundehalter „Gift“, bringen auch Dinge zur Polizei, die sich aber hinterher als harmlos herausstellen. Manche Hunde fressen überdies wahllos Herumliegendes, auch wenn keine Fleisch- oder Wurststückchen herumgewickelt sind. Somit könnte der „Köder“ auch etwas ganz anderes gewesen sein, was den Hunden einfach nicht bekommen sei.

Blutwerte: Organschädigungen

Siegfried Hafenbrack freilich kennt dieses Verhalten auch, vom eigenen Hund und von anderen Tierbesitzern. Aber: „Nach unserer Überzeugung ist es unmöglich, dass Max verdorbenen Müll oder Aas gefressen hat, da weder das eine noch das andere in seiner Reichweite war. Auch der unappetitliche Auswurf zeigte nichts davon.“

Er hat bereits Tierärzte und Tier-Heilpraktiker aufgesucht. Die Blutwerte von Max sind ganz schlecht und weisen darauf hin, dass Magen, Darm, Leber und Niere schwer geschädigt sind, gibt der Mann die Analyse der Tiermediziner weiter. Auch psychische Schäden stellt er an seinem Tier fest. „Offenbar hatte er Todesangst“, erzählt Hafenbrack, sein Tier kommuniziert seitdem anders mit ihm: „Er fiepst nur noch weinerlich und leise.“ Letztlich war auch für die Menschen der Fall nicht ohne Folgen, so viele Sorgen wie sie sich um ihren vierbeinigen Gefährten gemacht haben.

Der Mann aus Breuningsweiler gesteht der Polizei zu, dass es „sicherlich nicht einfach ist, die absichtliche Vergiftung nachzuweisen, und auch die Feststellung etwaiger Täter ist sehr schwer zu bewerkstelligen. Allerdings sollte man nicht so leichtfertig mit der Situation umgehen und es dem Zufall zuschreiben“, findet er. Aber dennoch wünscht er sich mehr Mitgefühl und Empathie.

Eine Leinenführung jedenfalls wie von den Tierhaltern aus unserem Bericht vom 30. April vorgeschlagen, helfe nicht viel weiter: „Wie schnell ist so ein Köder verschluckt, auch und vor allem abends und nachts.“ Deshalb hätten „Tierhasser und Ausbringer von Giftködern“ leichtes Spiel. Er wünscht sich, dass alle in Breuningsweiler wachsam sind und mithelfen, die Taten aufzuklären.

Die Geschichte um mutmaßliche Vergiftungen von Hunden und Katzen in Breuningsweiler vertieft der ursprüngliche Anzeigeerstatter, Siegfried Hafenbrack, mit der Geschichte von seinem Labrador Max.

„Max tobt seit über fünf Jahren über unsere Wiesen und verspeist leider auch immer wieder alte Äpfel und anderes Unappetitliches. Bisher hatte er dennoch nie Probleme mit der Verdauung dieses ,Futters’, schreibt der Hundebesitzer an unsere Redaktion.

„Am Sonntag, 3. April, hatten wir

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