Winnenden

Kärcher-Center in Winnenden umgestaltet - Jetzt folgen über 800 Shops auf der ganzen Welt

Winnenden: Kärcher hat ein neues Shopkonzept entwickelt  Friedrich-List-Straße 6 , Winnenden 71364 Deutschland
Niederlassungsleiter Markus Liebal (links) und Alexander Theurer, der sich unter anderem um die Optimierung der Kärcher-Shops kümmert, im Flagship-Store an der Friedrich-List-Straße. © Benjamin Büttner

Wo kaufen die Kunden nach der Coronapandemie ihre Hochdruckreiniger, Fensterputzer oder Dampfmaschinen? Im Laden? Oder läuft dann das Geschäft überwiegend über das Internet ab? „Das waren zum Beispiel Fragen, mit denen wir uns jetzt über ein Jahr lang beschäftigt haben“, erzählt Alexander Theurer, der sich für den Reinigungsspezialisten Kärcher unter anderem um die Optimierung der Ladengeschäfte kümmert. Mit seinem Team hat er eine eindeutige Antwort auf diese Fragen erarbeitet: Geschäfte vor Ort sind für das Unternehmen essenziell wichtig. „Der Kunde bekommt hier alles aus einer Hand. Er kann die Geräte anfassen, wird beraten. Wir können die passenden Reinigungsmittel empfehlen, bieten einen Ersatzteil- und Reparaturservice an“, beschreibt Niederlassungsleiter Markus Liebal.

Nach zehn Jahren sollte man das Gesicht eines Shops verändern

Seit zwölf Jahren gibt es das Kärcher-Center an der Friedrich-List-Straße nun. „Kleinere Updates gibt es immer wieder. Man sagt allerdings, dass man nach zehn Jahren das Gesicht eines solchen Shops verändern sollte“, erzählt Alexander Theurer. Gesagt, getan. Seit März kommt das Kärcher-Center moderner daher. „Uns war es ganz wichtig, dass die Kunden die Geräte anfassen können und auch ausprobieren“, berichtet Theurer von den Überlegungen.

Farblich haben sich die Kärcherplaner für das unternehmenstypische Gelb entschieden. Die sehr hohe Decke ist mit anthraziten Elementen verkleidet. Geräte können aus den grauen Regalen genommen werden, sind anfassbar. „Unsere Regalelemente sind deutlich schmaler als zuvor. Dadurch sind wir viel flexibler, können die Regale zum Beispiel mitten im Raum um Säulen bauen“, erzählt Theurer. Allein die Regallierung habe 40 000 Euro gekostet. „Wir haben uns für einen deutschen Produzenten entschieden und auf Qualität gesetzt. Wenn Kinder daran rütteln, dann darf zum Beispiel nichts abfallen“, schildert Theurer, was bei der Einrichtung eines solches Shops zu beachten ist. Für die passende Farbe des Regals musste der Produzent ein spezielles Farbpulver des Winnender Unternehmens verwenden, damit die Regale in den richtigen Tönen strahlen.

Produktvideos werden vom Tablet auf Flachbildschirme übertragen

Wichtig war es dem Kärcherteam auch, dass im Geschäft die neuste Technik verbaut ist. Mehrere Flachbildschirme sind im Center verteilt. „Unsere Mitarbeiter sind mit Tablets ausgestattet. Interessiert sich ein Kunde für ein Produkt, können wir über die Tablets die Flachbildschirme ansteuern und Produktvideos abspielen“, beschreibt Alexander Theurer das Konzept.

Vor dem Kauf ein Kaffee an der Bar?

Die Kunden sollen sich rundum wohlfühlen. „Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn der Kunde nicht weiß, wo er Ansprechpartner findet“, erklärt Theurer, weshalb man im umgestalteten Kärcher-Center eine großzügige Kundentheke mitten im Laden installiert hat. Überall im Center sind kleine Tische zu finden, auf denen Geräte präsentiert werden können. Bücken muss sich also niemand. Auch an eine Kaffeebar hat man gedacht, in unmittelbarer Nähe zum Eingangsbereich. Ob die Kunden den Kaffee vor, während oder nach dem Kauf eines Produktes genießen, spielt dabei keine Rolle, wie Alexander Theurer lachend versichert. Neben der Beleuchtung sei auch die Bildersprache sehr wichtig. An Regalen arbeitet Kärcher teilweise mit magnetischen Fotos. Kommt ein neues Produkt, können diese einfach ausgetauscht werden. „Unsere Bildsprache ist jetzt viel frischer. Die Schaufenster sind in der Nacht beleuchtet, das weckt eine gewisse Neugier“, wissen die Kärchermänner.

Durch die Pandemie hat sich auch für die Reinigungsspezialisten einiges verändert. Während Industriegeräte deutlich weniger gefragt sind, sind es die Geräte für den privaten Gebrauch umso mehr. „Die Leute fahren nicht mehr in den Urlaub und investieren ihr Geld dafür in den eigenen vier Wänden“, erzählt Theurer. Für ihn und sein Team ist die Arbeit auch nicht unbedingt einfacher geworden. „Durch das Home-Office müssen wir öfter telefonieren oder uns in Videokonferenzen abstimmen.“ Den umgestalteten Shop haben die Kärcher-Mitarbeiter dreidimensional am Computer geplant. „Internationalen Partnern können wir das Ladenkonzept hoffentlich bald wieder vor Ort zeigen. Das wirkt natürlich ganz anders als eine Präsentation auf dem Computer“, freut sich Theurer auf die Zeit nach der Pandemie.

Der Shop in Winnenden, der rund 300 Quadratmeter groß ist, ist ein sogenannter Flagship-Store. Also quasi ein Vorzeigegeschäft. Nach diesem Vorbild sollen nun nach und nach über 830 Kärcher-Geschäfte rund um den Globus umgestaltet werden. Aus Winnenden in die weite Welt.

Wo kaufen die Kunden nach der Coronapandemie ihre Hochdruckreiniger, Fensterputzer oder Dampfmaschinen? Im Laden? Oder läuft dann das Geschäft überwiegend über das Internet ab? „Das waren zum Beispiel Fragen, mit denen wir uns jetzt über ein Jahr lang beschäftigt haben“, erzählt Alexander Theurer, der sich für den Reinigungsspezialisten Kärcher unter anderem um die Optimierung der Ladengeschäfte kümmert. Mit seinem Team hat er eine eindeutige Antwort auf diese Fragen erarbeitet: Geschäfte

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper